Hütten

Letzte Chance: 10 Hütten, die in die Herbstpause gehen

Hütten-Tipps • 11. Oktober 2017

Zusperren, wenn’s am schönsten ist! Betrachtet man die prächtigen Wetterprognosen für dieses Wochenende, könnte so das Motto einiger Wirte lauten. Wir haben für euch Hütten in Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz zusammengetragen, die man jetzt zum letzten Mal in diesem Jahr besuchen kann.

Werfener Hütte
Foto: Andreas Jakwerth
Werfener Hütte

1. Solsteinhaus (1.805 m)

Tirol/ Karwendel

Solsteinhaus
Hütte • Tirol

Solsteinhaus (1.805 m)

Auf weitläufigen Almwiesen und am Fuße des Großen Solstein im westlichen Karwendel und nicht weit von Innsbruck gelegen, ist die Solsteinhütte (1.805 m)  sowohl Ausgangspunkt für gemütliche Wanderungen wie auch für anspruchsvolle Bergtouren. Bestens geeignet für Tagesausflüge auch mit Kindern.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Noch bis zum 13. Oktober kann man auf dem Solsteinhaus (1.805 m) übernachten. Davon sollte man Gebrauch machen – denn im Tiroler Karwendel ist der goldene Herbst eingekehrt. Und der lässt sich auf der Hütten-Terrasse (zurzeit werden Wildgerichte kredenzt!) oder bei Wanderungen rund um den großen Solstein ganz wunderbar genießen.


2. Gamskarkogelhütte (2.467 m)

Salzburg/ Ankogelgruppe

Gamskarkogelhütte
Hütte • Salzburg

Gamskarkogelhütte (2.467 m)

Die Gamskarkogelhütte (2.467 m), auch Badgasteiner Hütte genannt, ist ein echtes Wahrzeichen in der Salzburger Ankogelgruppe. Sie steht auf dem Gamskarkogel, der als höchster Grasberg Europas eingestuft ist. Das Gründungsjahr 1828 macht sie zum ältesten Schutzhaus in den Alpen überhaupt. Es war Erzherzog-Johann, der steirische Erbprinz, der diese Hütte im 19. Jahrhundert errichten ließ und oft selbst im Gasteinertal zu Gast war. Wanderer und Kletterer werden hier vom Hüttenwirt Gottfried Härtel mit allem versorgt, was das alpine Herz begehrt.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Gamskarkogelhütte sperrt ab Anfang Oktober nur noch an sonnigen Wochenenden auf. Vom 14.-15.10. ist ein „Alpines Kulinarium“ geplant. Feinspitze können auf 2.467 m ein 4-Gänge-Menü von Küchenchef Maik Schubert vom Hotel Norica in Bad Hofgastein genießen. Schnell Platz reservieren!


3. Gjaid Alm (1.738 m)

Oberösterreich/ Dachsteingebirge

Gjaid Alm
Hütte • Oberösterreich

Gjaid Alm (1.738 m)

Die Gjaid Alm (1.738 m) liegt auf der Hochfläche des Dachsteinplateaus im inneren Salzkammergut in Oberösterreich. Und mitten im UNESCO-Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein. Historiker gehen davon aus, dass die Alm bereits in der Römerzeit zur Viehhaltung benutzt wurde. Dazu wurden seit 2001 regelmäßig Grabungen in der Umgebung der Hütte durchgeführt. Unter der Gjaid Alm liegen die Dachstein-Rieseneis- und Mammuthöhle. Die Alm wird im Sommer und Winter von bewegungshungrigen, naturverbundenen Menschen in Atem gehalten. Sie tritt als Freesports Arena auf. In der sich in der schneelosen Zeit Wanderer, Bergsteiger, Kletterer, Klettersteig-Geher, Paragleiter und Outdoor-Fans, auf Schnee Freerider, Skitouren- und Schneeschuh-Geher, Snowboarder, Eiskletterer, Ski- und Skivarianten-Fahrer ein Stelldichein geben. In dieser Umgebung ist die Hütte ein Ort der Behaglichkeit, der Beschaulichkeit, der Ruhe und zum Kraftsammeln. Ein Haus zwischen Extremsport und Extrem-Entspannung. Ruhesuchende, die das Alltagsadrenalin abbauen wollen, beschreiten auf der Privathütte in Yoga-Kursen, im Meditationsraum oder in der Sauna ihre inneren Wege. Und jene großen und kleinen Gäste, die eine Alm hauptsächlich als Platz von weidenden und grasenden Tieren verstehen, können seit dem Sommer 2016 mit Ziegen, Shetland-Ponies, Haflinger, Schafen, Schweinen, Kühen und Hühnern auf Tuchfühlung gehen.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Noch bis 21. Oktober kann man in den goldenen Herbst rund um die Gjaid Alm am Dachstein eintauchen. Und dort wird der Saisonabschluss mit Sonderpreisen für Zimmer inklusive Halbpension gefeiert. Buchung unter: service@gjaid.at


4. Habsburghaus (1.785 m)

Niederösterreich/ Rax-Schneeberg-Gruppe

Habsburghaus
Hütte • Niederösterreich

Habsburghaus (1.785 m)

Das Habsburghaus (1.785 m) befindet sich im Grenzgebiet Niederösterreich-Steiermark, liegt jedoch noch auf niederösterreichischem Boden und damit auf einem der größten Wanderhochplateaus Europas. Es garantiert einen grandiosen Ausblick und trägt wegen seiner Gipfellage den Spitznamen „Akropolis der Rax“. Es befindet sich auf dem Grieskogel, westlich der Scheibwaldhöhe (1.943 m), der dritthöchsten Erhebung auf dem Raxplateau. Etwa 2,7 Kilometer südlich des Habsburghauses befindet sich die Heukuppe (2.007 m), der höchste Gipfel der Rax. Dieser familienfreundliche Standort ist Ziel- wie auch Ausgangspunkt für Wanderer und Bergsteiger, Schneeschuhwanderer und Skitourengeher.
Geöffnet
Mai - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auch das allseits beliebte Habsburghaus am Grieskogel sperrt angesichts der prächtigen Wetterprognosen dieses Wochenende nochmal auf. Ringsum bieten sich sowohl leichte Wanderungen am Rax-Plateau, als auch anspruchsvolle Klettersteige an. Das frisch gezapfte Bier genießt man dann mit Ausblick auf Schneealpe, Ötscher und Hochschwab.


5. Stöhrhaus (1.894 m)

Bayern/ Berchtesgadener Alpen

Stöhrhaus
Hütte • Bayern

Stöhrhaus (1.894 m)

Das Stöhrhaus (1.894 m) steht unterhalb des Berchtesgadener Hochthrons auf dem Untersberg im Grenzgebiet zwischen Salzburg und Bayern in den Berchtesgadener Alpen. Es ist ein bei Wanderern, Kletterern und Höhlenforschern beliebtes Ziel. Sie zu erreichen erfordert allerdings Ausdauer, die dafür auch mit einem unvergleichlichen Panorama belohnt wird. Der Rundum-Blick streift bis hin zum Watzmann und dem Steinernen Meer. Ein besonderer Leckerbissen ist der Hochthron-Klettersteig, der durch die steile, über 400 m hohe Ostwand des Berchtesgadener Hochthrons führt. Der Eisenweg ist für versierte Ferratisti, in der Kategorie C/D und nur Könnern vorbehalten. Ein eindrucksvolles Erlebnis ist die Schellenberger Eishöhle nahe der Toni-Lenz-Hütte. Sie ist von Marktschellenberg nach dreistündigem Marsch zu erreichen. Zum Stöhrhaus sind dann von der Höhle noch weitere drei bis vier Stunden zu gehen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Ein letztes Mal im Stöhrhaus am Untersberg übernachten kann man dieses Jahr vom 14. auf den 15. Oktober. Und das zahlt sich aus – denn die Sonnenauf- und –untergänge auf dem abgelegenen Schutzhaus sind legendär. Doch auch wandern lässt es sich im Grenzgebiet zwischen Österreich und Bayern ganz wunderbar. Ein besonderer Leckerbissen ist der Hochthron-Klettersteig, der durch die steile, über 400 m hohe Ostwand des Berchtesgadener Hochthrons führt. 


6. Zufallhütte (2.265 m)

Südtirol/ Ortler Alpen

Zufallhütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Zufallhütte (2.265 m)

Gelegen im Reich der Dreitausender des Cevedale- und Ortler-Massivs im Martelltal, zieht die Zufallhütte (2.265 m) Mountainbiker, Wanderer, Kletterer, Schneeschuhwanderer und Skitourengeher geradezu in Scharen an. Was – dem Hüttennamen zum Trotz – kein Zufall ist, gilt die Region doch als eines der schönsten Wander-, Rad- und Skitourengebiete Südtirols. Als Klassiker unter Mountainbikern gilt etwa die Tour auf das Madritschjoch, den höchstgelegenen schneefreien Alpenpass der Ostalpen. Für die meisten Gletschertouren (Hintere Schranspitze, Madritschspitze oder Zufallspitze) benötigt man Gletscherausrüstung, die Pederspitze erreicht man hingegen ohne. Puren Genuss verspricht die Drei-Täler-Wanderung von der Hütte zur Lyfialm und zurück. Rund 4 h Gehzeit ist man in diesem Fall unterwegs. Kletterer schätzen den Murmele Klettersteig direkt hinter der Hütte. Was die Abfahrten betrifft, zählt die Skitour auf die Zufallspitze zu den absoluten Höhepunkten, wobei man für den Aufstieg rund 5:30 h einplanen muss. Auf den Cevedale benötigt man bis zu 7 h – diese Tour ist auch noch im Sommer möglich.
Geöffnet
Feb - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Letzte Chance heißt es kommendes Wochenende auch auf der Zufallhütte im Reich der 3.000er des Martelltals – einer der schönsten Wander- und Bike-Regionen Südtirols. Wenn das Wetter hält, kann man dort oben noch bis Sonntag, 15.10., die exzellente Küche und prächtige Aussicht genießen.


7. Peter-Wiechenthaler-Hütte (1.752 m)

Salzburg/ Berchtesgadener Alpen

Peter-Wiechenthaler-Hütte
Die Peter-Wiechentaler-Hütte (1.752 m) steht am südwestlichen Rand des Steinernen Meeres etwa 1.000 Höhenmeter oberhalb von Saalfelden in Salzburg. Sie befindet sich in den Berchtesgadener Alpen und auf dem Weg zum Persailhorn bzw. zu den drei dahinter liegenden Gipfeln Breithorn, Mitterhorn und Ahlhorn.  Die Hütte ist ein beliebtes Ziel auf Tageswanderungen aus dem Großraum Saalfelden und dem Saalfeldener Becken herauf, um am Fuße der genannten Gipfel ein paar schöne Stunden mit sich oder mit der Familie zu verbringen. Sie hat aber auch Basislager-Charakter für Bergsteiger, die von ihr aus Gipfelbesteigungen, Klettersteig-Begehungen und Überschreitungen im Steinernen Meer unternehmen. Die Lage der Hütte ist, aufgrund der Rundum- und Fernsicht, die sie bietet, einfach phänomenal.
Geöffnet
Apr - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Noch bis Sonntag, 29. Oktober, empfängt die Wiechenthaler-Hütte oberhalb von Saalfelden in Salzburg Gäste. Und die schätzen sowohl die phänomenale Rundum-Sicht als auch die Pinzgauer Hausmannskost von Christiane Feller.


8. Purtschellerhaus (1.694 m)

Bayern/Salzburg/ Berchtesgadener Alpen

Purtschellerhaus
Hütte • Salzburg

Purtschellerhaus (1.694 m)

Mitten durch das Purtschellerhaus (1.694 m ) verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich – die Gaststube befindet sich in Bayern, die Toilette in Salzburg. Am Boden ist das Übertrittsgebiet mit einem dicken Strich markiert. Weil es nach dem Zweiten Weltkrieg verboten war, von Deutschland nach Österreich überzutreten, trafen einander Menschen im Purtschellerhaus, um miteinander zu plaudern. Es war die einzige Möglichkeit zur direkten Kommunikation. Von der Terrasse des Hauses in den Berchtesgadener Alpen bietet sich Wanderern, Tagesausflüglern und Kletterern ein überwältigender Blick über den Salzburger Tennengau, die Stadt Salzburg und das Lattengebirge. Das Schutzhaus ist Stützpunkt für erfahrene Bergsteiger, die über den Normalweg auf den Hohen Goll gehen können. 15 Minuten oberhalb des Purtschellerhauses befindet sich ein Klettergarten mit Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden III bis VI. Im Winter ist das Haus wegen der hoher Lawinengefahr nicht zugänglich.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auf dem Purtschellerhaus gibt es am 15. Oktober gleich einen doppelten Abschied. Einerseits geht die beliebte Hütte in die Winterpause, andererseits verabschieden sich ihre Betreiber, die „Königs“, in die Rente. Wer ihnen alles Gute wünschen, nochmal Regina Königs famose Rindsrouladen verköstigen und ein letztes Mal in diesem Jahr die traumhafte Aussicht von der Terrasse genießen möchte, sollte den einstündigen Weg zur Hütte unbedingt auf sich nehmen.


9. Lämmerenhütte (2.502 m)

Schweiz/ Berner Alpen

Lämmerenhütte
Hütte • Wallis

Lämmerenhütte (2.502 m)

Flankiert von mächtig aufragenden Felswänden der umliegenden Dreitausender, liegt die Lämmerenhütte, eine Berghütte der Sektion Angenstein des Schweizer Alpen-Clubs (SAC), in einer rauen, wild anmutenden Gebirgslandschaft in den Berner Alpen im Schweizer Kanton Wallis. Fels, Eis und Schnee dominieren hier die Szenerie und bieten eine breite Bühne für Kletterer, Hochtourenbegeisterte und Skitourengeher.  Auf der Zustiegsroute über den Gemmipass passieren Bergwanderer den Daubensee und den Lämmerensee am Lämmerenboden auf 2.296 m. Darüber, auf 2.507 m, thront die Lämmerenhütte. Die Hütte hat sich als ausgezeichneter Ausgangspunkt für Gipfel- und Hochtouren etabliert. Viele Touren führen Bergsteiger auf vergletscherte Gipfel über dreitausend Meter Seehöhe. Das Daubenhorn (2.941 m), das Schwarzhorn (3.104 m), das Schneehorn (3.178 m) und das Steghorn (3.146 m) sind beliebte Tourenziele. Der Wildstrubel ist, mit seinen drei Gipfeln über dreitausend Metern hier die bekannteste Gebirgsgruppe.  Die Wilden W – eine mehrtägige Skitour quer durch den attraktivsten Teil des Berner Oberlandes, führt über das Wildhorn und den Wildstrubel zur Lämmerenhütte als Etappenziel.  Rund um die Hütte finden Kletterer an die achtzig Kletterrouten mit Schwierigkeitsgraden von 3a bis 7b+, aufgeteilt auf sieben Sektoren.  Das alpine Dorado rund um die Lämmerenhütte, welches entsprechende, alpine Erfahrung voraussetzt, wird auch gern in Form von geführten Touren von Bergsteigern entdeckt. Christian Wäfler - Bergführer, Skilehrer und Hüttenwart der Lämmerenhütte, bietet eine breite Palette an geführten Touren in dieser Region an.  
Geöffnet
Feb - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auch die Lämmerenhütte des SAC geht am 15. Oktober in die Pause. Davor kann man sie noch als Stützpunkt inmitten eines fantastischen alpinen Dorados mit zahlreichen Wander- und Kletterrouten nutzen.


10. Albert-Heim-Hütte (2.542 m)

Schweiz/ Urner Alpen

Albert-Heim-Hütte
Die Albert-Heim-Hütte ist eine Berghütte im Schweizer Kanton Uri, die nach dem Alpenforscher und Geologieprofessor Albert Heim benannt wurde und im Besitz des Schweizer Alpin Clubs ist.  Sie liegt in den südlichen Urner Alpen, am Fuße des Tiefengletschers. In der Nähe befindet sich der bekannte Furkapass, auf dem die Europäische Wasserscheide verläuft. Westlich der Hütte liegen die Bielenhörner und der imposante Galenstock.  Für Familien und Wanderer ist sie ein ideales Ziel zum Entspannen und Genießen. Doch auch als Ausgangspunkt für Bergtouren aller Art wird diese Berghütte gern genutzt.   Durch Angebote wie „Jassen am Dienstag", „Strahlerchilbi" oder dem beliebten „Freitags-Schmaus" hebt sich die Albert-Heim-Hütte von reinen Zwischenzielhütten ab.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Noch bis 15. Oktober kann man die Albert-Heim-Hütte am Fuße des Tiefengletschers besuchen. Nach wunderschönen Herbst-Wander- und Bergtouren schmecken die hausgemachten Spezialitäten von Hüttenwart Roman Felber besonders gut. Im Sommer 2018 wird die Hütte übrigens umgebaut – die Wiederinbetriebnahme ist dann für Herbst 2019 geplant.

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