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90. Jubiläum

Rax-Seilbahn wiedereröffnet

• 7. Juli 2016
von Martin Foszczynski

Rechtzeitig zum 90. Jubiläum ihres Bestehens wurde nach Modernisierungsarbeiten die Rax-Seilbahn wiedereröffnet. Zur Zeit ihrer Errichtung galt sie als erste Personen-Seilbahn Österreichs. Bis heute nutzen Bergfreunde das Kabinengefährt als bequemes Transportmittel auf das Rax-Plateau - ein herrliches Wanderziel, reich an Einkehrmöglichkeiten und Panorama-Ausblicken.

Rax-Seilbahn
Foto: Wiener Alpen/ Franz Zwickl
Die Rax-Seilbahn inmitten des Wiener-Alpen-Panoramas
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Besonders für die Wiener übt die Rax an der steirisch-niederösterreichischen Grenze seit jeher eine fast magische Anziehungskraft aus. Nur eine Autobahn-Stunde von der Bundeshauptstadt entfernt, verleitet der Wiener Hausberg (2.007 m) voller Tannen, Latschen und saftigen Almwiesen zum Loslassen und Durchatmen. Gleich mehrere Hütten, wie das Ottohaus oder der Rax-Alm Berggasthof, tischen herzhafte Speckjausen und andere Berg-Schmankerl auf. Und schließlich der Blick von ganz oben über das prächtige Voralpen-Panorama.... Kühle, frische Bergluft füllt die Lungen, während die Stadt ganz weit zurück liegt.

Otto-Schutzhaus auf der Rax
Foto: Wiener Alpen/ Janos Kalmar
Das Erzherzog-Otto-Schutzhaus („Ottohaus“) auf dem Hochplateau der Rax

Einen großen Anteil an der Beliebtheit der Rax als Ausflugsziel hat die ab 1925 erbaute Rax-Seilbahn – die erste touristische Seilbahn Österreichs. Mit ihr gelangt man von Hirschwand bei Reichenau aus im Nu auf das Rax-Plateau in 1.600 m Höhe mit seinen zahlreichen Hütten, Wanderwegen und Steigen. Schon auf dem Weg hinauf lassen sich durch die Kabinenfenster prächtige Ausblicke genießen.

Historisches: Erste Personen-Seilbahn Österreichs

Aus diversen Hüttenbüchern wissen wir, dass die Rax schon um die Jahrhundertwende ein gern besuchtes Ausflugsziel war. Freilich musste man sie zu Fuß ersteigen – als einzige Alternative boten sich noch Reiten oder von Maultieren gezogene Wagerln an. Schon 1913 wurden erste Pläne zum Bau einer Seilbahn geschmiedet.
 
Die Idee überdauerte den Ersten Weltkrieg. 1924 – mittlerweile boomten der Ausflugsverkehr und der Berg-Tourismus – wurde mit Vorbereitungen zum Bau einer Seilschwebebahn auf die Raxalpe begonnen. Im August 1925 folgte die Baubewilligung  – schon ein knappes Jahr später, am 24. September 1926, nahm die erste Personen-Seilbahn Österreichs ihren Betrieb auf.

Beförderer des Bergtourismus-Booms

Die Attraktion der neuen Seilbahn brachte viele Gäste in das ohnehin bekannte Reichenauer Erholungsgebiet. Erstaunlicherweise vermerkte man während der Kriegsjahre die höchsten Besucherzahlen – bis zu 240.000 beförderte Gäste pro Jahr. Das lässt sich damit erklären, dass während des Zweiten Weltkriegs an weitere Reisen ohnehin nicht zu denken war – Ausflüge in die lokale Bergwelt waren da naheliegend.

Von der historischen Rax-Seilbahn sind praktisch nur die Grundmauern der Stationsgebäude und die Stütztragwerke geblieben – alle anderen Teile wurden im Laufe der Jahre erneuert. 1975 wurde der Fassungsraum der Seilbahnwagen von ursprünglich 23 Personen auf 40 Personen vergrößert, die Fahrgeschwindigkeit durch Verstärkung der Antriebsanlage von 3,5 m/s auf 7 m/s erhöht. 350 Personen konnten nunmehr stündlich bergwärts oder talwärts befördert werden.

Modernisierung zum 90. Jubiläum

Zuletzt wurden rund 150.000 Besucher pro Jahr befördert, rund acht Minuten Fahrzeit dauerte die Überwindung von knapp 1.000 hm auf die in 1.546 m liegende Bergstation. Rechtzeitig vor dem 90-Jahr-Jubiläum wurde die Rax-Seilbahn seit November 2015 erneut einer Modernisierung unterzogen. Eine Investition, die auch in Hinblick auf die Konzessionsverlängerung auf Grundlage des Seilbahngesetzes 2003 notwendig war. Die Fahrt auf das Bergplateau soll jetzt sogar in nur 6 Minuten möglich sein.

Seit dem 9. Juli ist die Rax-Seilbahn wieder in Betrieb.

Tipp: Am 24. Juli wird auch die historische Höllentalbahn, die Reichenau mit Hirschwang verbindet, wiedereröffnet. Mehr Infos gibt es hier

Touren und Hütten im Raxalpen-Gebiet


 


Rax - Preinerwandsteig - Diese ausgiebige Bergtour erfordert Trittsicherheit und gute Kondition. Ausgehend vom Griesleitenhof im niederösterreichischen Reichenau an der Rax wandert man auf den höchsten Punkt der Preiner Wand (1.783 m). Das Gelände ist dabei meist gut zu begehen, teils geht man über Geröll. Ein paar kurze, versicherte Kletterpassagen erfordern Trittsicherheit. Hinab geht es über den Göbl-Kühnsteig und weiter zum Griesleitenhof.
6:45 h, 10,4 km

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