Stöhrhaus

1.894 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Mai bis Oktober

Von 25. Mai bis 15. Oktober durchgehend geöffnet.

Telefon

+49 8652 7233

Homepage

http://www.stoehrhaus.de

Betreiber/In

Hans & Walburga Gschoßmann

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager
15 Zimmerbetten 49 Schlafplätze

Details

  • Gepäcktransport
  • Hunde erlaubt
  • Handyempfang
  • So schmecken die Berge

Lage der Hütte

Das Stöhrhaus (1.894 m) steht unterhalb des Berchtesgadener Hochthrons auf dem Untersberg im Grenzgebiet zwischen Salzburg und Bayern in den Berchtesgadener Alpen. Es ist ein bei Wanderern, Kletterern und Höhlenforschern beliebtes Ziel. Sie zu erreichen erfordert allerdings Ausdauer, die dafür auch mit einem unvergleichlichen Panorama belohnt wird. Der Rundum-Blick streift bis hin zum Watzmann und dem Steinernen Meer.

Ein besonderer Leckerbissen ist der Hochthron-Klettersteig, der durch die steile, über 400 m hohe Ostwand des Berchtesgadener Hochthrons führt. Der Eisenweg ist für versierte Ferratisti, in der Kategorie C/D und nur Könnern vorbehalten. Ein eindrucksvolles Erlebnis ist die Schellenberger Eishöhle nahe der Toni-Lenz-Hütte. Sie ist von Marktschellenberg nach dreistündigem Marsch zu erreichen. Zum Stöhrhaus sind dann von der Höhle noch weitere drei bis vier Stunden zu gehen.

Kürzester Weg zur Hütte

Am schnellsten erreicht man die Hütte von der Bergstation der Untersbergbahn vor den Toren der Stadt Salzburg. Diese Untersberg-Überschreitung führt über den Kamm von Nord nach Süd. Auf dem Weg Nr. 417 geht es über den Salzburger Hochthrons zur Mittagsscharte. Danach über den Berchtesgadener Hochthron zum Stöhrhaus.

Gehzeit: 3 – 4 h

Höhenmeter: 650 m Aufstieg, 350 m Abstieg

Alternative Routen
Von Maria Gern bei Berchtesgaden (740 m, über Stöhrweg; 3:30 – 4:30 h); von Bischofswiesen-Winkl (647 m, 4 – 5 h); durch die Almbachklamm und den Scheibenkaser (496 m, 5:30 – 7 h); von Markt Schelllenberg (478 m, über die Toni-Lenz-Hütte; 6 – 8 h); von Glanegg (482, über den Dopplersteig, 5 – 7 h), von Großgmain (520 m, 5 – 7 h).

Leben auf der Hütte

Bergnatur pur. Hans und Walburga Gschoßmann kochen einfach und exzellent. Sie tragen die Initiative „So schmecken die Berge“ mit. Alle Gerichte werden aus Zutaten und Produkten, die aus der Region kommen, zubereitet. Gäste essen in der ausgesprochen gemütlichen Stube mit Kachelofen oder auf der Terrasse. Unvergesslich an der abgeschiedenen Lage des Schutzhauses sind die Sonnenauf- und -untergänge. Deshalb zahlt es sich aus auf dem Stöhrhaus zu übernachten.

Familien-Ausflugsziel ist das Schutzhaus wegen der langen Zustiege nicht unbedingt. Das Gelände rund um das Stöhrhaus abschüssig und auch nur bedingt kindertauglich.

Gut zu wissen

Die Wasserversorgung der Hütte erfolgt durch gesammeltes Regenwasser, das mittels UV-Anlage zu Trinkwasser aufbereitet wird. Bei Wasserknappheit nach langen Trockenperioden im Sommer steht der Waschraum, der über keine Dusche verfügt, auch mal nicht zur Verfügung. Trinkwasser in den Rucksack! Es geht über ein Karstplateau zum Stöhrhaus.

Dort herrscht Hüttenschlaf- und Hüttenschuh-Pflicht! Hüttenschlafsäcke können ausgeliehen werden. Allerding ist der Vorrat begrenzt. Nur Barzahlung. Mäßiger Handy-Empfang. Gepäcktransport auf die Hütte ist möglich. 

Übernachtung mit Hund ist möglich. Allerdings nur nach vorheriger Absprache mit der Familie Gschoßmann. Pro Nacht kann nur mit einem Hund in einem separaten Lager übernachtet werden. 

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Toni-Lenz-Hütte (1.550 m), die in 3 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Hochalm (1.800 m, 3 h); Zeppezauerhaus (1.665 m, 3:30 h).

Gipfelbesteigungen vom Stöhrhaus aus: Berchtesgadener Hochthron (1.973 m, 15 min); Gamsalpkopf (1.886 m, 30 min); Rauheck (1,846 m, 1:10 h); Salzburger Hochthron (1.853 m, 3 h).

Anfahrt

Aus Österreich
Über die A10 Tauern-Autobahn bis zur Autobahn-Abfahrt Grödig südlich der Stadt Salzburg. Durch Neu-Anif auf der B160, Berchtesgadener Straße, zur Untersbergbahn und mit dieser Bahn auf das Geiereck.

Wer zu den Aufstiegen in Marktschellenberg oder Berchtesgaden will, bleibt auf der B160, die auf der bayerischen Seite zur B305 wird und biegt entweder beim Sulzauer, in der Ortsmitte Marktschellenberg auf die Ettenberger Straße nach Ettenberg oder auf die Alte Berchtesgadener Straße nach Hammerstiel und zur Kugelmühle ab. Weiters in Berchtesgaden nach Maria Gern fahren. 

Aus München
Über die A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Bad Reichenhall. Auf der B20/21 Bad Reichenhall umfahren und südlich auf der B20 Richtung Berchtesgaden nach Bischofswiesen, Ortsteil Winkl und Pass Hallthurm, oder bis Berchtesgaden in den Ortsteil Maria Gern.

Parkplatz

Salzburg/St. Leonhard - Talstation Untersbergbahn; Glanegg bei Grödig - Wanderparkplatz Rosittenstraße; 

Bayern - Marktschellenberg/Ortsteil Ettenberg - Wanderparkplatz Rossboden in Hinterettenberg; Gasthaus Kugelmühle - Wanderparkplatz Almbachklamm; Eishöhlenparkplatz; Berchtesgaden - Maria Gern (letzte Parkmöglichkeit an der Untersbergstraße in Hintergern beachten!); Bischofswiesen - Ortsteil Winkl  (Parkmöglichkeit am oberen Ortsrand am Maximilians-Reitweg); Pass Hallthurm Wanderparkplatz.

Öffentliche Verkehrsmittel

Vom Hauptbahnhof München mit den Meridian-Zügen Richtung Salzburg bis Freilassing. In Freilassing in die Berchtesgadener Land Bahn bis entweder Berchtesgaden oder den beiden davor liegenden Stationen Bischofswiesen und Bayerisch Gmain. 

Vom Salzburger Hauptbahnhof/Südtiroler Platz mit dem Bus Nr. 840, geführt von Albus Salzburger Verkehrsbetrieb, nach Berchtesgaden. Aussteigen in Marktschellenberg an den Haltestellen Aufstieg Eishöhle oder Almbachklamm. Oder in Berchtesgaden.

Empfehlung: vom Salzburger Hauptbahnhof/Südtiroler Platz mit dem Albus-Bus Nr. 25 nach Grödig zur Untersbergbahn. Mit der Bahn auf das Geiereck und die Hochthron-Überschreitung zur Hütte machen.

Hütte • Bayern

Zeppezauerhaus (1.663 m)

Am Zeppezauerhaus kann man Bergluft einsaugen und wird die Stadtluft los. Es steht am Hausberg der Stadt-Salzburger, am Untersberg im Süden der Mozartstadt. Der Untersberg ist eine Landmarke. Für die Stadt selbst, für die Berchtesgadener Alpen, deren nördlicher Ausläufer der Untersberg ist und für den Rand der Nördlichen Kalkalpen. Das 1883 eröffnete Zeppezauerhaus ist als Wander-, Alpin- und Kletterzentrum am Rande des urbanen Großraumes der Stadt Salzburg verankert. Die Schutzhütte ist nicht nur durch die bevorzugte Lage sondern auch durch die leicht Erreichbarkeit attraktiv. Zum Zeppezauerhaus bricht man schon einmal spontan auf. Während die Einen zur Schutzhütte heraufsteigen, fahren diejenigen, die gerade nicht gehen wollen, nicht mehr so gut auf ihren beiden Beinen sind oder die ihrer Kinder wegen Wege in die Berge abkürzen müssen ohne auf Berg-Erlebnisse verzichten zu wollen, mit der Untersbergbahn hinauf. Der Untersberg lädt alle "Bergler" zu sich ein, hat für sie alle Platz, Wege und bietet ein vielfältiges, alpines Betätigungsfeld. Er ist ein Gastgeber, der niemanden ausschließt. Auch wenn er die Salzach flußabwärts in das Salzburger Becken wie eine uneinnehmbare Festung wirkt, fällt er nach Bad Reichenhall und das Reichenhaller Becker sanft und einladend ab.  
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Oft kommt es zu Missverständnissen, aber: Beim Reichenhaller Haus und dem Staufenhaus handelt es sich um dasselbe Gebäude im Berchtesgadener Land. Knapp unter dem Gipfel des Hochstaufen gelegen, ist der Bau ein architektonisches Spektakel - es hat von Weiten den Anschein, als würde er an einer Felswand kleben. Gebaut wurde das Reichenhaller Haus von 1925 bis 1928, das heutige Gesicht bekam das höchst gelegene Schutzhaus in den Chiemgauer Alpen beim Großumbau 1974. Die benachbarte Staufenkapelle wurde 1929 geweiht. Von der Terrasse, auf der manchmal der Platz eng werden kann, haben Wanderer, Bergsteiger und erfahrene Kletterer einen fantastischen Blick auf Salzburg, die Berge des Salzkammerguts und die Berchtesgadener Alpen. Das Haus ist Stützpunkt für viele Bergtouren und Kletterrouten in der Staufengruppe – hervorzuheben sind der Staufengrat, die Route via Stoanerne Jaga , der Aufstieg ab Adlgass und auch der anspruchsvolle Pidinger Klettersteig. Für Familien mit Kindern ist das Reichenhaller Haus weniger gut geeignet.  
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Salzburg

Purtschellerhaus (1.694 m)

Mitten durch das Purtschellerhaus (1.694 m ) verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich – die Gaststube befindet sich in Bayern, die Toilette in Salzburg. Am Boden ist das Übertrittsgebiet mit einem dicken Strich markiert. Weil es nach dem Zweiten Weltkrieg verboten war, von Deutschland nach Österreich überzutreten, trafen einander Menschen im Purtschellerhaus, um miteinander zu plaudern. Es war die einzige Möglichkeit zur direkten Kommunikation. Von der Terrasse des Hauses in den Berchtesgadener Alpen bietet sich Wanderern, Tagesausflüglern und Kletterern ein überwältigender Blick über den Salzburger Tennengau, die Stadt Salzburg und das Lattengebirge. Das Schutzhaus ist Stützpunkt für erfahrene Bergsteiger, die über den Normalweg auf den Hohen Goll gehen können. 15 Minuten oberhalb des Purtschellerhauses befindet sich ein Klettergarten mit Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden III bis VI. Im Winter ist das Haus wegen der hoher Lawinengefahr nicht zugänglich.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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