Oberreintalhütte

1.525 m • Selbstversorger Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis September

4. Juni bis Anfang Oktober geöffnet.

Betreiber/In

Hans Bader

Räumlichkeiten

Matratzenlager
60 Schlafplätze

Details

  • Handyempfang

Lage der Hütte

Die Oberreintalhütte (1.525 m) im bayerischen Wetterstein-Gebirge ist erste Adresse für ambitionierte und motivierte Kletterer. Für Menschen, die sich Hand und Fuß an Touren durch die mächtigen Felswänden von Schüsselkarspitze, Scharnitzspitze oder Oberreintalschrofen legen wollen.

Die Selbstversorgerhütte liegt im Naturwaldreservat Oberreintal. In der lokalen Kletter- und Alpin-Gemeinschaft heißt sich auch Franz-Fischer-Hütte, zu Ehren des äußerst beliebten, langjährigen Hüttenwirtes Franz Fischer. Das Oberreintal ist ein Klettergebiet-Klassiker. Und die Hütte ist die Boden- und Basisstation für unzählige Kletterer, die es über das Schüsselkar in die Vertikale zieht. Sie schwärme von der Hütte aus, um sich in mehr als 300 Routen vom 4. bis zum 9. Schwierigkeitsgrad zu fordern, zu beweisen, zu scheitern oder um über die eigenen Grenzen zu gehen. 

An schönen Wochenenden im August ist die Hütte meist vollständig mit Kletterern belegt. Hüttenwart Hans Bader kocht an solchen Tagen für die anwesenden "Seiltänzer". Natürlich, die von ihnen selbst mitgebrachten Lebensmittel. Und er verkauft ihnen Bier, Limonaden und Kaffee.

Kürzester Weg zur Hütte

Ausgangspunkt ist der Parkplatz des Olympia-Skistadions in Garmisch-Partenkirchen (730 m). Es geht durch die Partnachklamm bergwärts. Und zwar immer am Partnach-Bach entlang bis in das Reintal. In dem Bereich wo der Reintalbach in die Partnach fließt, unterhalb der Bock-Hütte, gabelt sich der Pfad. Hier steigt man links weiter in das Oberreintal auf. Das Weglein führt steil, in Serpentinen durch den Wald bis zur Oberreintalhütte.

Gehzeit: 4:30 h

Höhenmeter: 795 m

Leben auf der Hütte

„Die Oberreintalhütte ist eine ursprüngliche Hütte und kein Hotel“, erklärt Hüttenwart Hans. Einzelne können bei ihm nicht reservieren. Gruppen ab sechs Personen legt er rechtzeitiges Reservieren ans Herz. Er bestätigt die Reservierung per E-Mail. 

Auf der Hütte gelten klare Regeln. Proviant muss von den Gästen selbst mitgebracht werden. Ist ja eine Selbstversorger-Hütte. Wasser, Kaffee, Bier, Wasser, Limonade, Wein verkauft der Hans an die Gäste. Selbst mitgebrachte alkoholische Getränke dürfen nicht konsumiert werden. Mitgebrachte Lebensmittel wie Reis oder Nudeln können bis 19 Uhr bei ihm abgegeben werden. Hans verkocht sie dann gegen eine Gebühr von € 3,90 zu leckeren Gerichten. Öl, Salz, Pfeffer hat er auf der Hütte. Wer selbst kochen will, muss Geschirr, Kocher etc. selbst mitbringen.

Gut zu wissen

Die Oberreintalhütte ist im Winter geschlossen. Es gibt auch keinen Winterraum. Decken sind vorhanden. Ein Hüttenschlafsack ist Pflicht. Unter dem Dach der Hütte sind 60 Lagerplätze. Es soll schon vorgekommen sein, dass in manchen Nächten 80 „Seiltänzer“ in den Lagern untergebracht waren. Rund um die Hütte gibt es besten Wettersteinkalk. Ab und zu wird das Oberreintal-Lied, das vom ehemaligen Hüttenwirt Franz Fischer gemeinsam mit Heini Prechtl erdacht wurde, angestimmt.

Strom wird mit Wasser und Sonnenenergie erzeugt. Es gibt eine Waschgelegenheit und eine Kompost-Toilette. Guter Empfang für Mobiltelefone. Der Aufenthalt mit Hunden ist nicht gestattet.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Schachenhaus (1.866 m), das in 1 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Meilerhütte (2.366 m, 2:45 h); Reintalangerhütte (1.366 m, 3 h); Kreuzeckhaus (1.652 m, 4 - 5 h).

Klettertouren rund um die Hütte: Oberreintaldom (2.371 m); Unterer Berggeistturm (ca. 2.000 m); Unterer Schüsselkarturm (2.200 m);  Oberreintalturm (2.027 m).

Klassiker: Gelbes U (6); Militärkante (4) - Unterer Berggeistturm; Schober (6+) - Unterer Schüsselkarturm; Brych (Direkte Westwand, 6+) - Oberreintalturm. Am Oberreintalturm begeht man auch die bekannteste Kletterei im Oberreintal, die Fahrradlkant’n (5-).

Längste Klettertour im Tal: Eichhorngrat (5) - Dreitorspitze-Westgipfel (2.633 m, 1.500 Klettermeter, 1.000 Höhenmeter). 

Anfahrt

Aus München
Über die A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen. Am Starnberger See vorbei und über Eschenlohe, von dort weiter über die B2 nach Garmisch zu den Sprungschanzen und zum Eingang der Partnachklamm. 

Aus Innsbruck
Entweder auf der A12 Inntal-Autobahn oder der B171 Tiroler Straße bis Zirl und auf der B177, der Seefelder Straße, über Seefeld und Scharnitz nach Mittenwald. Ab Mittenwald dann auf der B2 nach Garmisch zum Skistadion und zur Partnachklamm. 

Aus Füssen, Sonthofen und dem Tiroler Lechtal
Über Reutte, auf der B179, der Fernpass Straße, geht es über Heiterwang, bis Lermoos. Ab Lermoos auf der B187, der Ehrwalder Straße, über Ehrwald an der Zugspitze vorbei nach Griesen auf der bayerischen Seite und dort auf B23 nach Garmisch. 

Parkplatz

Parkplatz: vor dem Olympia-Skistadion (gebührenpflichtig!)

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Aufstieg zur Oberreintalhütte erfolgt von Garmisch-Partenkirchen. Garmisch ist mit Regionalzügen von Innsbruck über Seefeld oder von München über Murnau und Eschenlohe sowie mit Zügen, die zwischen Tirols und Bayerns Landeshauptstadt verkehren erreichbar. Von München dauert die Zugfahrt etwa 1:40 h und von Innsbruck 1:22 h. Von Reutte in Tirol ist man in 56 Minuten in Garmisch. 

Vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen geht es weiter mit der örtlichen Buslinie 1 zum Ski-Stadion und zur Partnachklamm.

Die urige und komfortabel eingerichtete Krinner-Kofler-Hütte (1.407 m)  ist eine autarke Selbstversorgerhütte unterhalb des Wörners in der Gebirgsgruppe Karwendel in Bayern. Talort ist Mittenwald. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Bergwanderungen auf die beiden Gipfel Soiernspitze und Schöttelkarspitze. Auch Familien fühlen sich auf der Hütte äußerst wohl. Besonders beliebt ist die Wanderung entlang der eindrucksvollen Seinsbachklamm mit ihren zahlreichen Wasserfällen.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Selbstversorger
Die Peter-Anich-Hütte steht oberhalb von Telfs in den nördlichen Stubaier Alpen in Tirol. Ihre Besucher, das sind Wanderer, Mountainbiker, Schneeschuh-Geher und Familien mit Kindern, werden mit einem ausgiebigen Panorama auf das Oberinntal rund um Telfs und das Mieminger Plateau belohnt. Die Hütte ist nach dem aus Oberperfuss stammenden Landvermesser und Kartografen Peter Anich, der den Atlas Tyrolensis zeichnete, benannt. Die Hütte ist vom Parkplatz in Rietz im Inntal in nur einer Stunde Gehzeit zu erreichen. Martin Perkhofer kocht auf Vorbestellung für Gruppen und Schulklassen, die einen Ausflug machen, Hausmannskost. Seine Kiachln, Buchteln und Krapfen gelten im Inntal als legendär.  
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Tirol

Lorea-Hütte (2.022 m)

Die Loreahütte liegt unterhalb des Loreakopfes am östlichen Rand der Lechtaler Alpen. Mehr als 1.000 Höhenmeter unter der Hütte tost der Straßenverkehr über den Fernpass, einer der meistbefahrenen Pass-Straße in den Ostalpen, und durch die Klause Fernstein. Schloß Fernstein und Fernsteinsee sind einen Besuch wert. Das Gewässer und der benachbarte Sameranger See sind beliebte Ziele von Tauchern.  Das Ziel, die Loreahütte, ist eine Selbstversorgerhütte. Lebensmittel und Verpflegung müssen also mitgebracht werden. Angesichts des Anstiegs von Fernstein eine, die Beinmuskulatur sehr kräftigende und beschäftigende Angelegenheit. An der Hütte werden Essen und müde Beine sofort Nebensache. Der Blick auf die Zugspitze und das Wetterstein-Massiv belohnt für etwaige Zustiegsstrapazen. So laut es auf der Fernpass-Straße sein mag, so beschaulich und beeindruckend ist es um die abgeschieden liegende Hütte. 
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Selbstversorger

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