Mindener Hütte

2.428 m • Selbstversorger Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis September

Von Mitte Juni bis Mitte September bewartet. Die Selbstversorger-Hütte ist mit einem Sonderschloß versperrt.

Telefon

+49 571 829 37 03 (DAV Sektion Minden)

Homepage

www.dav-minden.de

Betreiber/In

Hermann Unterrainer

Räumlichkeiten

Matratzenlager
12 Schlafplätze

Details

  • Schlüssel erforderlich
  • Für Familien geeignet

Lage der Hütte

Die Mindener Hütte ist eine Selbstversorgerhütte mit einem Prachtplatz in Ankogelgruppe im Nationalpark Hohe Tauern. Das Häuschen liegt direkt am Tauernhöhenweg, schon hoch oberhalb von Mallnitz und dem Mallnitzertal. Die Mindener Hütte ist auch dem Ankogel- und Hohe-Tauern-Himmel näher als dem Mölltal.

Hinter sich hat die Hütte Gipfel wie - von links nach rechts - Kleiner Woisgenkopf, Großer Woisgenkopf, Göttinger Spitzen und Gamskarlspitz. Der Gamskarlspitz ist der Höchste der zuvor genannten. Zwischen Mindener Hütte und den aufgezählten Gipfel gab es einmal den Woisgenkees. Dessen Eis ist lange verschwunden. Schon 1998 wurde der Gletscher als de facto nicht mehr existent, bis auf einige Firnfelder, registriert.

Auf die Mindener Hütte kommen jene, die auf der vierten Etappe - bei Start in Sportgastein - des Tauernhöhenweges oder auf dem Weg zur Gamskarlspitze sind. 

Kürzester Weg zur Hütte

Der Weg zur Hütte beginnt an der Bergstation der Ankogelseilbahn (2.636 m). Zunächst abwärts zum Hannoverhaus (2.565 m) und zum Etschlschartl. Es geht nach Westen zum Luggetörl (2.732 m), am Kleinen Tauernsee und an der Abzweigung zum Hohe Tauern, auch Korntauern genannt, vorbei. Durch die Ausläufer des Südostgrates der Gamskarlspitze und über verblocktes Gelände zur Selbstversorger-Hütte.

Gehzeit: 3 h

Höhenmeter: -208 m

Alternative Routen: von Mallnitz Tauerntal (1.191 m, Jubiläumsweg - Stockerhütte, Passhuberhütte, Woisgengraben - 4 h; Wittener Steig - Gasthof Gutenbrunn, Hindenburghöhe, Liesgelespitze, Weissenbachscharte - 4 h); von Böckstein/Anlauftal (1.200 m, Mindener Weg über Tauernbach aufwärts zu und über Hoher Tauern/Korntauern, Tauernhöhenweg, vorbei an Grünecker See und Ramete Wand - 6 h)

Leben auf der Hütte

Die Selbstversorger-Hütte ist mit einem Sonderschloß versperrt. In der Hütte sind die 12 Schlafplätze auf die beiden Räume Weserbutze und Porta Westfalia verteilt. Der Aufenthaltsraum ist mit einem Ofen, der mit Holz und Braunkohle-Briketts befeuert wird, ausgestattet. Im Vorraum steht ein zweiflammiger Gasherd. Decken, Pölster und Geschirr stehen zur Verfügung.

Vor der Hütte befindet sich eine kleine Quelle, deren Wasser zum Kochen und Waschen genutzt werden kann.
 

Gut zu wissen

WC vorhanden, Duschen nicht. Kein Handyemfpang. Hüttenschlafsäcke sind Pflicht. Die Stromversorgung erfolgt mittels Solaranlage. Barzahlung. Nächtigungen mit Hund sind mit Pächter Hermann Unterrainer zu klären.

 

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütten: Hagener Hütte (2.446 m, 4 h); Hannoverhaus (2.565 m, 4 h)

Touren und Gipfelbesteigungen: Liesgelespitz (2.408 m, 1 h); Gamskarlspitze (2.832 m, 1:45 h); Hoher Tauern/Korntauern (2.459 m, 3 h); Tauernhöhenweg (Start: Valeriehaus, Sportgastein; Ende: Hoteldorf Grüner Baum, Bad Gastein; 8 Etappen; 78,5 Kilometer; Dauer: 43 Stunden; Höhenmeter/Aufstieg: 4.715 m; Höhenmeter/Abstieg: 5.237 m)

Anfahrt

In das Bergsteigerdorf Mallnitz, dem Talort zur Mindener Hütte, fährt man auf der A10, Tauern-Autobahn, aus nördlicher und südlicher Richtung kommend bis zum Knoten Spittal an der Drau. Es folgt ein Stück auf der B100, Drautal Straße, bis Lurnfeld, zweigt dort in das mit Möllbrücke beginnende Mölltal. Auf der B106, der Mölltaler Straße, geht es bis Obervellach. Dort zweigt die Mallnitzer Straße in das Mallnitztal und zum namensgebenden Hohe-Tauern-Ort und Bergsteigerdorf ab. 

Aus Südtirol, dem Puster- und Hochpustertal kommend, reist man über Lienz, von dort über die B107, die Großglockner Straße, bis Winklern und fährt in das Mölltal auf der B106 bis Obervellach. Abzweigen in das Mallnitztal nach Mallnitz.

 

Jene, die von Böckstein im Gasteinertal zur Mindener Hütte aufsteigen wollen, reisen aus Bischofshofen, Zell am See, Saalfelden, Kitzbühel oder Mittersill kommend auf der B311, der Pinzgauer Straße, in das Gasteinertal an. Die Einfahrt ist deutlich markiert. Auf der B167, der Gasteinertal Straße, geht es 27 Kilometer talaufwärts bis Böckstein.

Hinweis: Der Nationalpark Hohe Tauern forciert sanfte Mobilität und unterstützt Gäste der Region darin, auf das Auto, wo immer es geht, zu verzichten!

Parkplatz

Parkplätze: Mallnitz - Stockerhütte im Tauerntal, Jamnigalm (beide Parkplätze werden vom Nationalpark-Wanderbus angefahren), Talstation Ankogelbahn. Böckstein - Anlauftal.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Mindener Hütte liegt, was ihre Anbindung an den öffentlichen Verkehr anbetrifft, ziemlich gut. Und zwar über dem mittlerweile 100 Jahre alten Eisenbahn-Tauerntunnel, der das Gasteinertal in Salzburg und Mölltal in Kärnten verbindet. Die Einfahrten in den auch als Tauernschleuse bekannten Tunnel liegen in Böckstein im Gasteinertal und in Mallnitz im Mölltal. Beide Bahnhöfe und Orte sind die Ausgangspunkte für den Aufstieg zur Mindener Hütte. 

Überregionale und internationale Züge - IC, EC, Railjet - die auf der Strecke zwischen Salzburg und Villach unterwegs sind, halten im Bahnhof Mallnitz. Nach Böckstein muss man mit einem Zug der einen Autotransportwagen mitführt umsteigen. Die Durchfahrt durch den 8,4 Kilometer langen Eisenbahn-Tunnel beträgt zwölf Minuten. 

Vom Bahnhof Mallnitz fährt der Nationalpark-Wanderbus in das Seebachtal zur Talstation der Ankogelbahn und in das Tauerntal zum Gasthof Gutenbrunn, zur Jamnigalm und zur Stockerhütte.

Am Ende des Kärntner Dösentals und hoch oberhalb von Mallnitz liegt in der Ankogelgruppe im Nationalpark Hohe Tauern der zweitgrößte Bergsee Kärntens, der tiefblaue Dösenersee. Direkt an seinem Ufer thront im Schatten des mächtigen Säulecks (3.081 m) das wunderbare, 1910/11 erbaute Arthur-von-Schmid-Haus (2.281 m). Dieser Stützpunkt ist auch für Familien mit Kindern relativ leicht zu erreichen. Zur Belohnung genießt man nicht nur den grandiosen Ausblick, sondern auch eine ausgezeichnete Küche. Im nahen Umfeld der Hütte befindet sich ein Klettergarten und ein schwieriger Klettersteig (Schwierigkeitsgrad E). Der Klettergarten ist gleichfalls der höchstgelegene im gesamten Alpenraum. Aber nicht nur Kletterer, Boulderer und Bergsteiger, auch Wanderer und Skitourengeher schätzen die Region. Die Hütte ist Stützpunkt an der Trekkingtour Hochalmrunde und auf dem Reißeck-Höhenweg sowie idealer Ausgangspunkt für Besteigungen des Säulecks und weiterer Gipfel wie der Ochladinspitze (2.776 m) oder der Mallnitzer Scharte (2.767 m).
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Salzburg

Rojacher Hütte (2.718 m)

Die kleine Rojacher Hütte (2.718 m) befindet sich direkt unterhalb des Gipfels des Hohen Sonnenblick (3.106 m) in der Goldberggruppe der Hohen Tauern in Salzburg. Das robuste, mit Schindeln verkleidete Haus trotzt dort seit über 100 Jahren den Naturgewalten. Es ist ideal für hochalpine Wanderer, die im Sommer einen Stützpunkt für ihre Unternehmungen suchen.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Kärnten

Feldnerhütte (2.182 m)

Die Feldnerhütte (2.182 m) liegt in der Kreuzeck-Gruppe im Kärntner Oberdrautal am Kreuzeck-Höhenweg. Sie ist umringt vom Reich der stillen Berge und liegt am Glanzsee. Es gibt hier keine Dreitausender-Gipfel. Die Kreuzeck-Gruppe ist die südlichste Gebirgsgruppe der Hohen Tauern und ein Geheimtipp unter Wanderern, die Einsamkeit und lange, ausdauernde Touren lieben.. Den unzähligen Bergseen und einsamen Hochkaren wohnt ein besonderer Zauber inne. Die Gruppe wird mitunter als "vergessenes Paradies" tituliert. Dieses durchzieht der Kreuzeck-Höhenweg, eine beliebte Trekking-Route, auf der man bei wolkenlosem Himmel die Gletscher der nördlich gelegenen Hohen-Tauern-Gipfel und -Gruppen sehen kann. Mitunter schimmert auch die Adria aus dem Süden bis in die Gruppe.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

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