Oberwalderhütte

2.973 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis September

Anfang Juni bis Mitte September

Mobil

+43 660 1308530

Telefon

+43 4824 2546

Homepage

www.alpenverein.at/oberwalderhuette

Betreiber/In

Bernd Josef Fürhapter

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
46 Zimmerbetten 91 Schlafplätze 10 Schlafplätze

Details

  • Seminarraum
  • Winterraum
  • Winterraum beheizt
  • Dusche
  • Hunde erlaubt
  • Handyempfang
  • Umweltgütesiegel

Lage der Hütte

Die Oberwalderhütte im Zentrum der Glocknergruppe auf 2.973 m ist die zweithöchst gelegene Hütte des Österreichischen Alpenvereins. Sie thront auf der Felskuppe des Großen Burgstalls, der aus dem Eis der Pasterze und des Wasserfallwinkels herausragt. Die Oberwalder ist Hochalpinzentrum. Zu ihr kommt man hochalpiner Erfahrung, um in der Glocknergruppe Fels- und Eistouren zu gehen. Oder man kommt zu ihr um Wissen und Erfahrungen zu erwerben, das später für eigenständige Touren in hochalpiner Umgebung notwendig ist.

Die Oberwalderhütte ist Anlaufstelle von Bergsteigern, Kletterern und Skitourengehern. Bis zum Wasserfallwinkel können auch Wanderer und Bergfans, die keine hochalpine Erfahrung haben, gehen. Der Gamsgrubenweg, der Richtung Hütte führt, ist breit und touristisch angelegt. Der weitere Weg über den Wasserfallwinkel-Kees zur Hütte erfordert Gletscherkenntnisse.

Kürzester Weg zur Hütte

Ausgangspunkt ist die Franz-Josefs-Höhe in 2.370 m. Von dort geht es über den nahezu ebenen Gamsgrubenweg entlang der Pasterze bergauf. Der Weg führt an der längst verblichenen und zum Abbruch freigegebenen Hofmannshütte vorbei. Vom Gamsgrubenweg ist die Oberwalderhütte bereits zu erblicken.

Die Gletscher-Überquerung hat ihre Tücken und erfordert Konzentration. Sie beginnen mit dem ersten Schritt vom Fels auf den Gletscher, gehen über durch Schnee und Schneereste im Frühjahr verdeckte Markierungen bis zum Blankeis im Sommer. Im Winter steigt man am Gamsgrubenweg durch das Wintertor im zweiten Tunnel auf den Schnee hinaus. 

Gehzeit: 3 h

Höhenmeter: 603 m

Leben auf der Hütte

Der Hüttenwirt versorgt seine Gäste mit, wie es heißt, gutbürgerlicher Küche. Die Speisen und Gerichte auf der Oberwalder sollen natürlich sowohl vor oder nach einer Tour durch die Glocknergruppe kräftigen. Unter dieser Devise gibt es auf der Oberwalderhütte Frühstück und Abendessen. Auch Vegetarier und Allergiker bekommen die gewünschte Energie-Versorgung.

Von nahezu jedem Zimmer der Oberwalderhütte haben Gäste Aussicht auf den Großglockner. Die Zwei- und Mehrbettzimmer wie die Matrazenlager sind mit sauberen Leintüchern und Decken ausgestattet. Geduscht wird nach folgendem Prinzip: Auf knapp 3.000 m gibt es 3 Minuten Warmwasser um € 3. 

Gut zu wissen

Die Oberwalderhütte wird mit dem Hubschrauber versorgt. Das Wasser ist gefiltertes und entkeimtes Gletscherwasser aus einer Kaverne hinter der Hütte. Es wird in einen Hochbehälter im Dachgeschoß der Hütte gepumpt und fließt von dort durch deren Leitungen. Die Warmwasser-Aufbereitung erfolgt durch eine Solarthermie-Anlage. Strom wird mittels Photovoltaik-Anlage erzeugt. Die Klärung anfallenden sanitären Abfalls erfolgt durch Trennung von flüssigen und festen Stoffen. Die dabei überbleibenden Feststoffe werden mit dem Hubschrauber zur Entsorung ins Tal geflogen.

Für Seminare mit bis 40 Teilnehmern gibt es einen eigenen Raum, ausgestattet mit Laptop, Beamer, White Board, etc. Kleinere Seminar-Gruppen bringt Hackel in der Austria- oder Kärntner-Stube unter. Der Handy-Empfang ist exzellent. Barzahlung. Übernachtung mit Hund sind, wie auf Schutzhütten üblich, vorab mit dem Hüttenwirt zu klären.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Gruberscharten-Biwak (3.100 m), das in 2:30 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Franz-Josefs-Haus (2.363 m, 2:30); Schwarzenberghütte (2.267 m, 3:30 h); Berghotel Rudolfshütte (2.311 m, 4:30 h); Erzherzog-Johann-Hütte/Adlersruhe (3.451 m, 5:15 h); Heinrich-Schwaiger-Haus (2.802 m, 5:30 h); Stüdlhütte (2.801 m, 6:15 h).

Hochalpine Gipfeltouren: Vorderer Bärenkopf (3.249 m, 1:30 h); Mittlerer Bärenkopf (3.358 m, 2 h); Johannisberg (3.453 m, 3 h); Hohe Riffl (3.348 m, 3:30 h); Fuscherkarkopf (3.336 m, 3 h); Romariswandkopf (3.511 m, 4:15 h); Glocknerwand (3.722 m, 4:30 h); Klockerin (3.422 m, 5:30 h); Großes Wiesbachhorn (3.564 m, 5:30 h).

Anfahrt

Von Salzburg
Über Zell am See nach Bruck an der Glocknerstraße und über diese mautpflichtige Straße zur Franz-Josefs-Höhe.

Von Süden
Über die A10 Tauern-Autobahn nach Spittal an der Drau und weiter über Liezn oder das Mölltal nach Heiligenblut. Hoch über die Glocknerstraße zur Franz-Josefs-Höhe

Parkplatz

Parkhaus Franz-Josefs-Höhe (kostenlos).

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Franz-Josefs-Höhe, Ausgangspunkt für den Marsch zur Oberwalderhütte, erreicht man mit dem Postbus Nr. 5002 vom Bahnhof Lienz aus. Reisende die vom Bahnhof Spittal an der Drau mit dem Postbus Nr. 5108 über das Mölltal kommen, steigen in Winklern in den Bus Nr. 5002 um.

Aus Salzburg, von Hinterglemm und Zell am See bringt das Busunternehmen Vorderegger Fahrgäste von Juni bis September zwei- bis dreimal (Juli, August) auf die Franz-Josefs-Höhe. Die legendäre Postbus-Verbindung aus Salzburg auf den Großglockner wurde 2012, nach 77 Jahren, eingestellt.

Das Heinrich-Schwaiger-Haus (2.802 m) liegt oberhalb des Stausees Mooserboden, sehr exponiert auf der Salzburger Seite des Nationalparks Hohe Tauern, hoch über Kaprun. Das Heinrich-Schwaiger-Haus wird sowohl von Tagesausflüglern wie auch von Hochgebirgswanderern, die längere Touren, wie beispielsweise auf das Große Wiesbachhorn (3.564 m), geschätzt. Der Aus- und auch der Tiefblick von der Hütte sind alle Aufstiegsmühen wert. Alpine Erfahrung und perfekte Ausrüstung sind Voraussetzung für den Aufstieg zur Hütte. Von einem Besuch mit Kindern ist abzuraten. Zu steil ist der Aufstieg, zu risikoreich das unmittelbare Hütten-Umfeld. Kein Gebiet für Skitourengeher.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Sudetendeutsche Hütte (2.650 m) ist eine zentral in der südlichen Granatspitzgruppe liegende Schützhütte. Die Granatspitzgruppe liegt zwischen Venediger- und Glocknergruppe, südlich des Tauernhauptkammes, zwischen dem Felbertauerntunnel und der Rudolfshütte im Norden sowie den beiden Orten Matrei in Osttirol und Kals am Großglockern im Süden. Das Schutzhaus ist ein hochalpine Hütte, die sehr viel Atmosphäre besitzt und die Möglichkeit zur gletscherfreien Besteigung mehrerer Dreitausender bietet. Sie ist Ausgangspunkt zu den leicht erreichbaren 3.000er Gipfeln der Muntanitzgruppe Direkt hinter der Hütte liegt ein kleiner, von Schneeschmelzwasser gespeister Bergsee.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Wangenitzseehütte (2.508 m) liegt direkt am Wangenitzsee im Nationalpark Hohe Tauern. Sie ist die höchste Schutzhütte in der Kärntner Schobergruppe und idealer Stützpunkt für Bergwanderer, Kletterer und Hochtourengeher. Die Hütte ist einer von sieben Stützpunkten am Wiener Höhenweg und beliebter Ausgangspunkt für Begehungen der umliegenden, hochalpinen Gipfel wie Petzeck und Kruckelkopf.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Bergwelten entdecken