Selbstgemacht: Wilde Wiesenlimonade

17. Juli 2017
von Valerie Jarolim

So erfrischend kühle Getränke im Sommer auch sind: Softdrinks sind denkbar ungeeignete Durstlöscher. Sie sind wahre Zuckerbomben und enthalten kaum Vitamine oder Mineralstoffe. Anders verhält sich das bei der selbstgemachten Wiesenlimonade!

Selbstgemacht: Wilde Wiesenlimonade
Foto: Valerie Jarolim
Schafgarbe und Holunder: Hervorragende Zutaten für eine wilde Wiesenlimonade!

Die Wiesenlimonade bedarf nicht vieler Zutaten, ist schnell gemacht und durch die Beigabe von Wildkräutern auch noch richtig gesund. Hauptgeschmacksträger des Getränks sind Giersch und Gundelrebe. Beide Wildkräuter finden wir vor unserer Haustüre. Sie sind vielen als lästiges Unkraut bekannt, unter Kräuterfreunden aber sind sie ein echter Geheimtipp.

  • Giersch ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium und Vitamin C
  • Gundelrebe enthält ätherische Öle und Vitamin C


Zutaten für 1,5 Liter Wiesenlimonade

  • 1 Liter Apfelsaft
  • ½ Liter Mineralwasser
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Handvoll Gierschblätter
  • 2 Triebe der Gundelrebe (Blätter und/oder Blüten)
  • 1 Handvoll Blätter und Blüten von z.B. Schafgarbe, Löwenzahn, Gänseblümchen, Holunder, Wiesensalbei, Rotklee, …
Gundelrebe

Zubereitung

  1. Giersch, Gundelrebe und die restlichen Wildkräuter mit einem Nudelholz oder der Hand etwas quetschen
  2. In ein Gefäß geben und mit Apfelsaft aufgießen
  3. Über Nacht ziehen lassen
  4. In einen Krug abseihen und die Pflanzenreste gut ausdrücken
  5. Mit Mineralwasser und Zitronensaft aufgießen

Fertig!

Selbstgemacht: Wilde Wiesenlimonade
Foto: Mauritius/Foodcollection
Fertig ist die Wiesenlimonade!

Das Rezept kann beliebig abgeändert werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch Gartenpflanzen und Küchenkräuter wie Pfefferminze, Melisse, Lavendel, Rose oder Ringelblume schmecken hervorragend in der Wiesenlimonade.

Weitere Ideen rund um Heilpflanzen und -Kräuter findet ihr auf Valeries Blog: BLATT & DORN


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