Premiere am Lhotse

Auf Skiern den vierthöchsten Berg der Welt hinab

Aktuelles • 22. Oktober 2019

Am 30. September 2018 standen The North Face Athleten Hilaree Nelson und Jim Morrison auf dem Gipfel des 8.516 Meter hohen Lhotse, und blickten hinab auf ihre Dreamline. Ihre Skiabfahrt durch die steile Rinne war eine Weltpremiere und die Erfüllung eines gemeinsamen Traumes.

Auf dem Weg zum Lhotse
Foto: The North Face
Auf dem Weg zum Lhotse

Ende August reisten Hilaree Nelson und Jim Morrison aus den USA nach Nepal, um eben diesen Traum in Angriff zu nehmen. Mithilfe eines 14-köpfigen Teams, bestehend aus Filmemachern, Köchen, Ärzten und Sherpas, brachen sie außerhalb der Klettersaison vom Everest-Basecamp auf. Durch das Fehlen anderer Expeditionsteams musste der Weg über den berüchtigten Khumbu-Eisbruch unter hoher Arbeitsbelastung selbst errichtet und gesichert werden. Dabei war das Zeitfenster für den Aufstieg nicht sehr groß – alle noch so kleinen Teile des Puzzles mussten perfekt ineinanderpassen, um einen Erfolg zu gewährleisten.

Hilaree Nelson auf dem Lhotse

Dank des perfekten Teamworks kamen Nelson und Morrison aber dennoch ohne größere Schwierigkeiten am Gipfel an. Und wer denkt, die beiden hätten den anstrengenden Part des Abenteuers nun hinter sich gelassen, der täuscht sich. Die Strapazen ab dem Drop-In sind enorm, wie Jim Morrison betont: „In dieser Höhe zwei oder drei Turns zu fahren, ist unerträglich hart." Jeder Atemzug erfordert größte Anstrengung, jede Bewegung höchste Konzentration um ein Unglück auf dem gefährlich-unbekannten Terrain zu vermeiden.

Unterstützt wurden die Athleten dabei auch von ihrer Bekleidung: Sie testeten die neue Materialtechnologie FuturelightTM von The North Face, die auch den härtesten Bedingungen bei der Abfahrt von 8.516 Metern standhalten musste. Insgesamt 2.133 Höhenmeter legten Hilaree Nelson und Jim Morrison zurück und waren somit die ersten Menschen, die das schmale und äußerst steile Lhotse-Couloir auf Skiern hinabfuhren.

Den Film von Jimmy Chin zur Expedition könnt ihr euch gleich hier ansehen:

Mehr zum Thema

Mount Everest Marathon
Es gibt Menschen, die nehmen sich Großes vor: „Zu Fuß zum Mount Everest Base Camp und den höchsten Marathon der Welt laufen“ – und das nach einer jahrelangen, schweren Krankheit. Mit seinem Traum hat Christopher Mohn den DYNAFIT Wettbewerb „What’s your Mountopia?“ gewonnen – und den Marathon geschafft. Die beeindruckende Geschichte dazu gibt‘s im Exklusiv-Video!
Gebetsfahnen Nepal
Nepal, die Heimat der meisten 8.000er und des Mount Everest, das „Dach der Welt“. Der höchste Berg der Erde ist sicher ein Grund, warum es so viele Bergsteiger auf die berühmte Trekkingstrecke von Lukla zum Everest Basecamp zieht. So auch Bloggerin Myriam Kopp, die während ihres 12-tägigen Trekkings an namhaften Bergen wie Lhotse, Nuptse und Ama Dablam vorbeikam und sie ehrfürchtig bestaunte. Staunen musste sie aber auch über die Massen an Touristen und Bergsteiger, die die ersten Tage die Wege regelrecht blockierten.
Mount Everest und Lhotse
Der höchste Berg der Welt? Der Mount Everest natürlich. Aber auch nicht unbedingt. Es gibt verschiedene Zugänge zur Klassifizierung der höchsten Berge – und nicht immer ist es der Everest, der das Rennen um die Pole Position macht.

Bergwelten entdecken