Kaiserschmarrn-Rezepte

Die Suche nach dem perfekten Kaiserschmarrn

Hütten-Rezepte • 25. Oktober 2017

Am Schmarrn scheiden sich die Geister: Mit Rosinen oder ohne? In der Pfanne zerreißen oder ganz lassen? Sagt uns, wie es euch gefällt: Wir suchen eure liebste Kaiserschmarrn-Hütte!

Mit reichlich Staubzucker bestreuen und mit Preiselbeeren servieren. Guten Appetit!
Foto: Eisenhut und Mayer
Mit reichlich Staubzucker bestreuen und mit Preiselbeeren servieren. Guten Appetit!

Auch bei Bergwelten gibt es unterschiedliche Geschmäcker. Drei Mitarbeiter verraten, auf welchen Hütten sie den besten Kaiserschmarrn gegessen haben. Und eine Hüttenwirtin verrät uns ihr Geheimrezept. Was ihr uns verraten könnt? Na, wo es eurer Meinung nach den besten Schmarrn gibt, natürlich. Am Besten gleich am Seitenende in den Kommentaren.

1. Familienrezept auf der Gampe Thaya

Redakteur Tobias Micke hat auf der Gampe Thaya oberhalb von Sölden im Ötztal nachgefragt, wer denn nun eigentlich der „Kaiser“ ist. Chefin Dani Prantl meint dazu augenzwinkernd: „Am Besten macht ihn noch immer mein Mann, knapp gefolgt von meinen beiden Töchtern.“

Auf die Frage nach ihrem Kaiserschmarrn-Geheimnis sagt Dani in schönstem Ötztaler Dialekt: „Wenn Du nuicht gscheits inituascht, konn a nuicht gscheits aussakemmen.“ – Das Geheimnis des kaiserlichen Gampe-Schmarrns kann also problemlos verraten werden, weil es eigentlich kein großes Geheimnis ist: Es sind schlicht die Zutaten: Milch vom eigenen Grauvieh, selbstgemachtes Butterschmalz und „a wirklich guats Ei“, wie Jakob Prantl betont.

Die Zutaten: Mehl, Milch, Eier, Butter und eine Prise Salz
Foto: Eisenhut und Mayer
Die Zutaten: Mehl, Milch, Eier, Butter und eine Prise Salz

Bei der Rosinenfrage richtet man sich nach den Gästen. Hüttenwirt Jakob Prantl sagt: „Für unsere Gäste machen wir den Kaiserschmarrn ohne Rosinen. Die haben das in der Regel lieber so. ich persönlich habe die Rosinen sehr gern, auch, weil es mich an früher erinnert: Rosinen – bei uns im Ötztal sagen wir Zweben dazu – waren in meiner Kindheit eine Seltenheit, etwas wirklich Besonderes.“

Die Hütte im Detail

Gampe-Thaya-Hütte im Winter
Die Gampe Thaya Almwirtschaft (2.000 m) steht auf der Gampealm oberhalb von Sölden im Tiroler Ötztal. Im Winter führt die Piste Nr. 11 des Skigebietes Sölden vorbei. Sie ist dann ein beliebter Einkehrort für Skifahrer und Snowboarder.  Im Sommer steigen Wanderer, fahren Mountainbiker herauf, um auf der Sonnenterrasse sich im Panorama der Ötztaler Alpen zu verlieren und sich dabei mit Tiroler Köstlichkeiten verwöhnen zu lassen. In der Almwirtschaft wird der Käse selber gemacht. In der nebenan liegenden (nat)UrHütte kann genächtigt sowie Beschaulichkeit, Zweisamkeit und Alm-Romantik auf begrenzte Zeit erlebt werden.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

2. In Serpentinen zum Karwendelhaus-Kaiserschmarrn

Sissi Pärsch verdient sich ihre Portion Schmarrn mit kräftigen Tritten in die Pedale. Das Karwendelhaus serviert eine sensationelle Kulisse gleich mit dazu. Vorher muss man allerdings mal rauf kommen.

Wenn man die Karwendel-Bikerunde von Hinterriss aus startet, ist man am Karwendelhaus völlig platt. Man schraubt sich Serpentine für Serpentine zur Hütte empor und die Vorfreude schraubt sich gleich mit. Auf der Terrasse sitzen, Ausblick und fluffigen Schmarrn genießen und danach nur noch Bergab-Spaß.

Die Hütte im Detail

Karwendelhaus
Hütte • Tirol

Karwendelhaus (1.765 m)

Dieses Schutzhaus inmitten des Tiroler Karwendels gilt wegen seiner zentralen Lage und der Vielzahl an Tourenmöglichkeiten speziell bei mehrtägigen Touren als beliebter Stützpunkt für Wanderer und Kletterer. Zudem ist das Karwendelhaus ein geschätzter Zielpunkt für Mountainbiker, die die Hütte von Scharnitz oder Hinterriß aus über Schotterwege ansteuern.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

3. Der flaumige Schmarrn der Poserhöhe

Bergwelten-Kolumnist Harald Nachförg träumt immer noch vom Kaiserschmarrn auf der Poserhöhe. Die Hütte ist für ihren flaumigen Schmarrn weit über Bad Gastein hinaus bekannt.

Christls Rudlofs Kaiserschmarrn muss man sich hart erkämpfen. Schließlich geht es etwa eineinhalb Stunden steil nach oben auf den Gamskarkogel (der beliebteste Weg beginnt beim Hoteldorf Grüner Baum) ehe man die Poserhöhe auf 1.500 m erreicht.

In der gemütlichen Hütte, die bis Ende November und über Silvester geöffnet hat, gibts freilich noch viele andere Schmankerl – und feine Schnapserl. Wer zu viel genießt, kann über Nacht bleiben. Wir haben es außerdem geschafft, Christl ihr Rezept zu entlocken.

Die Hütte im Detail

Poserhöhe
Hütte • Salzburg

Poserhöhe (1.514 m)

Die Poserhöhe ist eine kleine, urige Einkehrstation am Gamskarkogel in Salzburg mit herrlichem Ausblick auf Bad Gastein, die Tischlergruppe, das Gasteinertal und das Kötschachtal. Sie liegt in der Ankogelgruppe und gilt im Sommer als beliebtes Tagesausflugsziel bei Genusswanderern und Familien. Im Winter besuchen vor allem Skitouren- und Schneeschuhgeher die an schönen Tagen bewirtschaftete Hütte.  
Geöffnet
Apr - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Eier kräftig unterschlagen, bis eine luftige, cremige Konsistenz erreicht ist. (Foto: Eisenhut und Mayer)
Foto: Eisenhut und Mayer
Die Eier kräftig unterschlagen, bis eine luftige, cremige Konsistenz erreicht ist. (Foto: Eisenhut und Mayer)

Rezept: Kaiserschmarrn à la Poserhöhe

Zutaten für 4 Personen, Zeitaufwand: 20 Minuten

  • 150g glattes Mehl
  • 400g Milch
  • 1 kräftige Prise Salz
  • 3 große Eier
  • 30g Butter
  • Staubzucker zum Bestreuen
  • 1 Glas Preiselbeerkompott
In einer passenden Pfanne die Butter schmelzen, die Schmarrnmasse eingießen und einen Deckel aufsetzen. Den Schmarrn auf kleiner Flamme solange backen, bis die Unterseite goldbraun ist und der Teig schön aufgegangen ist.
Foto: Eisenhut und Mayer
In einer passenden Pfanne die Butter schmelzen, die Schmarrnmasse eingießen und einen Deckel aufsetzen. Den Schmarrn auf kleiner Flamme solange backen, bis die Unterseite goldbraun ist und der Teig schön aufgegangen ist.

Die Zubereitung Schritt für Schritt:

  1. Das Mehl in eine Schüssel geben und mit Milch und Salz glatt rühren.
  2. Die Eier kräftig unterschlagen, bis eine luftige, cremige Konsistenz erreicht ist.
  3. In einer passenden Pfanne die Butter schmelzen, die Schmarrnmasse eingießen und einen Deckel aufsetzen. Den Schmarrn auf kleiner Flamme solange backen, bis die Unterseite goldbraun ist und der Teig schön aufgegangen ist.
  4. Den Teig mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke reißen und auf einen vorgewärmten Teller geben. Mit reichlich Staubzucker bestreuen und mit Preiselbeeren servieren. 
Den Teig mit 2 Gabeln in mundgerechte Stücke reissen und auf einen vorgewärmten Teller geben.
Foto: Eisenhut und Mayer
Den Teig mit 2 Gabeln in mundgerechte Stücke reissen und auf einen vorgewärmten Teller geben.

Wie kam eigentlich der Kaiser zum Schmarrn?

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Wie der Schmarrn zum Kaiser kam

Die Geschichte des Kaiserschmarrns klingt eigentlich ganz und gar nicht kaiserlich. Nicht nur, ist über die Herkunft der Süßspeise wenig bekannt – sie fristete auch lange Zeit ein wenig angesehenes Dasein als Freitagessen und „Arme-Leute-Küche“.

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Rezept: kaiserschmarrn
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