Viertausender

Bergportrait: Schwarzhorn (4.322 m)

Wissenswertes • 17. Mai 2019

Nicht unbedingt sehr selbstständig, dafür formschön und markant: Wir stellen euch das Schwarzhorn (4.322 m) im Monte-Rosa-Massiv an der Grenze von Italien zur Schweiz im Detail vor.

Gipfel des Schwarzhorns im Walliser Grenzkamm im Monte-Rosa-Massiv
Foto: mauritius images / ClickAlps
Blick auf den Gipfel des Schwarzhorns (4.322 m) im Walliser Grenzkamm im Monte-Rosa-Massiv

Höhe und Lage

Das Schwarzhorn ist 4.322 m hoch und liegt im Walliser Grenzkamm südlich der Ludwigshöhe. Es zählt zur Monte-Rosa-Gruppe an der Grenze zu Italien und hat daher auch einen italienischen Namen, nämlich: Corno Nero. Er gilt als nicht sehr selbstständiger Gipfel, weist er doch eine Schartenhöhe von gerade einmal 50 Metern auf. Dennoch ragt der markante Felskopf merklich aus der Eismasse des Monte-Rosa-Massivs auf.

Und auch in puncto Formschönheit braucht sich das Schwarzhorn nicht zu verstecken. Die steil abfallende Südseite des Bergs besteht aus dunklem Gestein, im Osten bricht das Schwarzhorn – wie auch die Ludwigshöhe – ebenso steil zum Ghiacciaio delle Piode (Piode-Gletscher) ab. Und auch der Gipfelblick hat es in sich: Dufourspitze, Zumsteinspitze, Parrotspitze, Ludwigshöhe und Signalkuppe scheinen zum Greifen nahe.


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Geschichte

Erstmals bestiegen wurde der Gipfel des Schwarzhorns 1873 durch Marco Maglionini und Albert de Rothschild – unter Leitung der Schweizer Bergführer Peter und Niklaus Knubel sowie von Eduard Cupelin. Peter Knubel übrigens gilt als Erstbesteiger des Elbrus (5.642 m) im Kaukasus. Er leitete 1874 – also nur ein Jahr nach dem Gipfelsieg am Schwarzhorn – eine britische Expeditionsgruppe auf den höchsten Berg Russlands.

Das Schwarzhorn im Überblick:

  • Höhe: 4.322 m
  • Lage: Walliser Grenzkamm/Monte-Rosa-Massiv
  • Talort: Alagna (Italien) oder Täsch/Zermatt (Schweiz)
  • Stützpunkt: Gnifetti Hütte (3.647 m) oder Mantova Hütte (3.498 m)
  • Erstbesteigung: 1873

Touren

Der Zustieg erfolgt wahlweise aus Alagna (Italien/Piemont) oder vom Matterhorn-Terminal-Täsch ( Schweiz/Wallis). Mit Seilbahnunterstützung geht es hinauf ins Monte-Rosa-Massiv, wo sich – allein schon zwecks Akklimatisierung – eine Übernachtung auf der Gnifetti Hütte (3.647 m) oder auf der Mantova Hütte (3.498 m) empfiehlt.

Am nächsten Morgen geht es über den Lisgletscher in Richtung Lisjoch bis zum Zurbriggenjoch. Über einen bis zu 50 Grad steilen Firnhang steigt man nun zum Felsgrat und in weiterer Folge zum Gipfelfelsen auf. Eine große weiße Gipfelmadonna markiert den höchsten Punkt auf 4.322 m.


Tourentipp und Stützpunkte:

Gnifetti Hütte
Hütte • Aostatal

Gnifetti Hütte (3.647 m)

Die große Gnifetti Hütte liegt im italienischen Monte-Rosa-Massiv auf einem Rücken zwischen Lys- und Garstelet-Gletscher. Sie ist ein idealer Stützpunkt für Bergsteiger und perfekter Ausgangspunkt für Besteigungen der Gipfel Dufourspitze, Parrotspitze, Signalkuppe und Vincent-Pyramide. Talort ist Alagna Valsesia.   
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Mantova Hütte
Hütte • Aostatal

Mantova Hütte (3.498 m)

Die Mantova Hütte steht im Monte-Rosa-Massiv auf dem Monte-Rosa-Gletscher in den Walliser Alpen in Italien. Sie befindet sich hoch über Staffal, einem Ortsteil von Gressoney-La-Trinité und in der Nähe des Garstelet-Gletschers im Lystal.  Die Hütte ist das Basislager, um Hochtouren und Besteigungen im Monte-Rosa-Massiv, wie auf dessen höchsten Gipfel, die Dufourspitze, Ludwigshöhe, Parrotspitze, Vincent-Pyramide oder auf Lyskamm unternehmen möchten. Man sich von der Mantova Hütte auch zu Übergängen mit Ziel Margherita- und Gnifetti Hütte aufmachen.   
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

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