Tauplitz: Freeriden abseits der Superlative
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Tourentipps

Tauplitzalm: Freeriden abseits der Superlative

Magazin • 2. Oktober 2019

Im Steirischen Salzkammergut versteckt sich eine beschauliche Alm, deren vielseitiges Gelände Freerider-Herzen höherschlagen lässt und frischen Powder garantiert. 

Es gibt höhere und steilere Berge als die knapp 2.000 Meter hohe Tauplitzalm. Sie hat für Freerider aber andere Qualitäten zu bieten: Die Tauplitz ist ein wahrer Schneemagnet, Massenanstürme bleiben aus und obendrein ist das natürliche Terrain abseits der Piste der Stoff, aus dem Powderträume sind.

Von offenem Gelände für weite Schwünge über verspielte Abfahrten im Wald, zu kurzen und felsdurchsetzten Steilpassagen: auf der Tauplitzalm finden alle – egal welcher Könnensstufe – ihr Glück. Und all das ohne große Zu- oder Aufstiege, was dem gemeinen Freeride-Volk natürlich in die Hände beziehungsweise Beine spielt.

Jetzt überall im Zeitschriftenhandel – das Bergwelten Winter-Special 2019/20
Foto: Bergwelten
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1. Tauplitz II

Steil und verspielt: Der lichte Wald unterhalb des 4er­Sessel­lifts besticht durch Schnee in allen Variationen, Felsen und steile Schneisen.

Vom Ausstieg der 4er-Sesselbahn geht es linkerhand über die Tauplitzalm zur Lärchenwaldloipe. Über diese steigt man wenige Höhenmeter unterhalb des Lifts auf und spurt im flachen Gelände bis zu einer markanten Geländekante.

Nun liegen 450 Höhenmeter feinste Waldabfahrt zu Füßen: Linkerhand offenbart sich flacheres und offenes Terrain, während rechterhand Felsen, Tiefschnee und Schneisen warten.

2. Schneiderkogel

Kurz und knackig: Auf wenigen Höhenmetern bietet der Osthang des Schneiderkogels Freeride­ Lines par excellence und Hänge zum gemütlichen Cruisen. Mit dem Lift geht es hinauf zur Bergstation des Schneiderkogels (1.765 m), dort schiebt man zweimal an und ist mitten im Geschehen. Vom Einstieg erwarten euch dan zahlreiche Varianten.

Linkerhand findet sich eine lange Windlippe, die letztlich zu einer schmalen Mulde oder zwei kleinen Felsen führt. Rechterhand ist das Gelände kupiert und im unteren Bereich felsdurchsetzt (Vorsicht: Absturzgefahr!), noch eine Zone weiter rechts hat man die Qual der Wahl zwischen geraden Linien, Sprüngen oder ein paar gemütlichen Schwüngen im lichten Wald. Egal, wofür man sich entscheidet, Treffpunkt ist bei der Talstation Großseelift (kurz vor dem See nach rechts hinaus queren, damit man nicht baden geht).

3. Lawinenstein

Offen und lässig: Vom Gipfel des Lawinenstein in großen Schwün­gen hinab ins Bärental. Der alte Schlepplift mit dem Namen Gipfellift II bringt einen bis ganz nach oben, zum höchsten Punkt der Tauplitzalm auf knapp 2.000 Meter. Vom Gipfelkreuz orientiert man sich für ein paar Schritte in südöstlicher Richtung, bis die weiten Hänge unterhalb des Lawinensteins zu sehen sind. Das ist der Punkt, wo man anschnallt und losfährt.

Die Abfahrt erfolgt über die süd-östlichen Hänge des Lawinenstein bis auf eine Höhe von ungefähr 1.700 Metern (im kupierten Gelände finden sich ausreichend Sammelpunkte, um niemanden aus den Augen zu verlieren). Im Anschluss quert man linkshaltend weiter hinab ins Bärental und kommt wieder zurück zur Mittelstation (1.650 m) der Mitterstein-Gondelbahn.

4. Steirerseeleiten & Mitterberg

Firn und Powder: Eine Skitour für Free­rider und Skitourenliebhaber. Von der Tauplitzalm nach Osten zu den Steirerseehütten (1.550 m) aufsteigen und weiter nach Nordosten zu den Steirerseeleiten (markante Doline auf etwa 1.850 m). Nun über die firnigen Südhänge zum Steirersee abfahren.

Im Anschluss circa 80 Höhenmeter nach Osten bis zum Sattel zwischen Steirer- und Schwarzensee aufsteigen, weiter über den Nordostkamm zum Mitterberg-Gipfel (1.711 m). Hier locken zum Tagesabschluss die Nordhänge mit unberührtem Powder. Vom Steirersee zurück ins Skigebiet.

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