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Winter in Österreich

Abseits des Trubels – Skitouren für Einsteiger

Anzeige • 16. Oktober 2021

Was macht die Faszination Skitourengehen aus? Ist es die sportliche Herausforderung, das Abenteuer? Oder das Naturerlebnis in den unberührten winterlichen Bergen? Es sind sehr individuelle Gründe, die immer mehr Menschen dazu inspirieren, mit dem Skitourengehen beginnen zu wollen. Wir haben für euch drei Regionen in Österreich ausgewählt, die euch den Einstieg in diese tolle Sportart erleichtern. 

Skitour auf den Pirchkogel im Kühtai, Region Innsbruck - weit weg von Trubel und Hektik.
Foto: Innsbruck Tourismus, Christian Vorhofer
Skitour auf den Pirchkogel im Kühtai, Region Innsbruck - weit weg von Trubel und Hektik.

3 Regionen für den Skitouren-Einstieg in Österreich

1. Wagrain-Kleinarl im Salzburger Land 

Bekannt für sein großes, traumhaftes Skigebiet ist Wagrain-Kleinarl auch ein guter Ort, um sich niederschwellig mit dem Thema Skitourengehen auseinanderzusetzen: Beginnen kann man hier mit „Pistentouren“ im gesicherten Skiraum am Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl sowie im Snow Space Salzburg. Unter Berücksichtigung einiger Regeln, die ein harmonisches Miteinander von Skifahrern und Skitourengehern ermöglichen, gewöhnt man sicher erst einmal an das Bergaufgehen mit Skiern und fährt auf der präparierten Piste ab, was weniger Kraft kostet, als man für eine Tiefschneeabfahrt benötigen würde. 

Wer nun schon etwas geübt ist, dem sei die Skitour auf die Kleinarler Hütte und weiter auf den Penkkopf oder den Törlstein empfohlen. Rund 1.000 Höhenmeter gilt es zu überwinden. Schritt für Schritt kommt man hier der Natur ganz nah und genießt traumhafte Aussichten über die weißen Gipfel. Die Kleinarler Hütte bietet sich als urige Einkehrmöglichkeit mit regionalen Hüttenschmankerln an, bevor man das letzte Stück der Abfahrt über die Rodelbahn meistert. 

Skitour Penkkopf in Kürze:

  • Schwierigkeit: leicht
  • Ausgangspunkt: Kleinarl
  • Höhenmeter: 1.002 m 
  • Gehzeit Anstieg: 2 h 45 min
  • Maximale Höhe: 2.011 m
  • Einkehrmöglichkeit: Kleinarler Hütte 
Einfache Skitour auf den Penkkopf mit Einkehrmöglichkeit in der Kleinarler Hütte

2. Wilder Kaiser – mit Profis unterwegs 

Die sanften Hänge rund um den Wilden Kaisers sowie seine steilen Flanken bieten grandiose Skitouren in allen Schwierigkeitsgraden. Um sich langsam an das Thema Skitouren heranzutasten, bietet sich in der Ski-Welt Wilder Kaiser Brixental auch die Möglichkeit von Pistenskitouren. Während der Betriebszeiten darf einzeln und hintereinander am Pistenrand aufgestiegen und abgefahren werden. Um dem Trend der Pistentouren entgegen zu kommen, gibt es in den Skigebieten der Region nicht nur ausgeschilderte Aufstiegsspuren speziell für Tourengeher, sondern auch Skitourenabende, an denen eine gefahrlose Abfahrt über die Piste auch außerhalb der normalen Betriebszeiten möglich ist. Ein solches Erlebnis ist beispielsweise die Abend-Pistentour am Hartkaiser jeden Donnerstag Abend von 18.00 bis 22.00 Uhr, die auch als geführte Tour gebucht werden kann. 

Abend-Pistentour am Hartkaiser in Kürze: 

  • Schwierigkeit: leicht
  • Ausgangspunkt: Ellmau - Kaiserlounge Hartkaiser
  • Höhenmeter: 700 m 
  • Gehzeit Anstieg: 2 h 30 min
  • Maximale Höhe: 1.553 m
  • Einkehrmöglichkeit: Kaiserlounge 

In Sachen Skitour setzen die Gemeinden Ellmau, Scheffau, Going und Söll generell vor allem auf Sicherheit und die Erfahrung ihrer zahlreichen Berg- und Skiführer, die das Gebiet wie ihre Westentasche kennen. Vor allem Gäste und Anfänger profitieren von der Ortskenntnis, der Erfahrung und Hilfestellung der Bergführer. Damit dürfte die erste Skitour im freien Gelände auf jeden Fall ein wunderschönes Erlebnis werden, wie beispielsweise auf den Brandstadl mit 1.619 m. Die einfache Skitour ist praktisch für jedermann möglich und kann selbst bei geringer Schneelage gemacht werden.

Skitour Brandstadl in Kürze:

  • Schwierigkeit: leicht
  • Ausgangspunkt: Gondelbahn Söll
  • Höhenmeter: 920 m 
  • Gehzeit Anstieg: 2 h 30 min
  • Maximale Höhe: 1.619 m
  • Einkehrmöglichkeit: Gasthof Postwirt in Söll 
Die sanften Hänge rund um den Wilden Kaiser eignen sich sehr gut für einfache Skitouren.

3. Region Innsbruck – ein Skitourenlehrpfad vermittelt Wissen

Das Thema Skitouren spielt in der Region Innsbruck eine zentrale Rolle. Kein Wunder, stehen doch traumhafte Gipfel in allen Himmelsrichtungen direkt vor der Haustür der Landeshauptstadt. Obwohl – vor allem gegen Süden – zahlreiche Berge mehr als 3.000 Meter hoch sind, gibt es auch hier einfache Skitouren, die den Einstieg ins Skitourengehen ermöglichen. Beispielsweise kann man auf der ehemaligen Skipiste zur Birgitzer Alm und weiter auf das Birgitzköpfl aufsteigen.

Skitour Birgitzer Alm und Birgitzköpfl in Kürze:

  • Schwierigkeit: leicht
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Kehr Zufahrt Axamer Lizum
  • Höhenmeter: 620 m 
  • Gehzeit Anstieg: 2 h 
  • Maximale Höhe: 1.982 m
  • Einkehrmöglichkeit: Birgitzer Alm 

Eine Besonderheit bietet das Skitourenparadies und Bergsteigerdorf Sellraintal mit dem Skitourenlehrpfad Lampsenspitze. Sechs Informationstafeln entlang des Aufstiegs vermitteln Wissenswertes rund um Ausrüstung, Tourenplanung, Wetter und Gefahrensituationen. (Theoretische) Vorkenntnisse können so wiederholt und vertieft und gleich an Ort und Stelle von der Theorie in die Praxis umgesetzt werden. Außerdem stellt die 2.875 Meter hohe Lampsenspitze in Praxmar im Lüsenstal – eines der vier Seitentäler des Sellraintales – eine landschaftlich wunderschöne, alpine Skitour mit fantastischem Blick auf die umliegenden Gipfel dar. 

Skitour Lampsenspitze in Kürze:

  • Schwierigkeit: mittel
  • Ausgangspunkt: Praxmar, Sellraintal
  • Höhenmeter: 1.180 m 
  • Gehzeit Anstieg: 3 h 30 min
  • Maximale Höhe: 2.875 m
  • Einkehrmöglichkeit: Alpengasthof Praxmar
Rund um Innsbruck gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich dem Skitourensport zu nähern.

Gut zu wissen

Skitourengehen setzt neben guter Kondition und Skitechnik vor allem auch das Wissen um alpine Gefahren, wie etwa Lawinen, voraus. Wer mit dem Skitourengehen beginnen möchte, dem sei ein Schnupperkurs bei einem alpinen Verein oder einer Skischule ans Herz gelegt. Ausgebildete Berg- und Skiführer erklären, worauf es ankommt, welche Gehtechnik besonders kraftsparend ist und wie man das Gelände in Sachen Lawinengefahr richtig beurteilt. Außerdem wird der Umgang mit der Sicherheitsausrüstung geübt, die im Fall des Falles lebensrettend sein kann. 

Ein Lawinenairbag, der im Rucksack integriert ist, ist durchaus empfehlenswert.
Foto: Innsbruck Tourismus, Christian Vorhofer
Ein Lawinenairbag, der im Rucksack integriert ist, ist durchaus empfehlenswert.

Sicherer Winterurlaub 

Die drei angeführten Regionen setzen – wie ganze Österreich – auf ein gut durchdachtes Covid-Sicherheitskonzept, sodass ihr euren Urlaub sicher und entspannt verbringen könnt. Detaillierte Informationen findet ihr auf den jeweiligen Tourismusseiten der Regionen. Bewegung in der frischen, kalten Winterluft stärkt zudem das Immunsystem, Stress wird abgebaut und die Wintersonne tut der Seele gut. 

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