Renovierte Hütten

7 Hütten, die sich 2019 erneuert präsentieren

Hütten-Tipps • 10. Januar 2019

Im Moment verleitet das Wetter in weiten Teilen der Alpen nicht unbedingt zu Hüttenausflügen – doch das wird sich spätestens im Sommer mit Sicherheit ändern. Wir stellen euch Stützpunkte vor, auf denen 2019 alles neu ist und deren Betreiber mit Vorfreude auf die ersten Reaktionen ihrer Gäste warten.

Neue Regensburger Hütte
Foto: Markus Lamplmayr
Die Neue Regensburger Hütte (2.286 m) in den Stubaier Alpen eröffnet im Sommer 2019 neu

1. Neue Regensburger Hütte, 2.286 m

Tirol/ Stubaier Alpen

Neue Regensburger Hütte
Ein Badesee auf 2.286 m mitten in den Stubaitaler Alpen in Tirol? Direkt neben der Neuen Regensburger Hütte. Gibt es das wirklich? Doch, sogar ein Boot liegt hier vor Anker. Dass der See im Sommer eine durchschnittliche Wassertemperatur von 20 Grad erreicht, verdankt er dem einzigartigen Hochmoor des Hohen Mooses, durch das er gespeist wird. Über den See ist außerdem eine Slackline gespannt. Aber das ist noch lange nicht alles, was diesen Stützpunkt so anziehend macht. Auch der Wasserfall, der neben der Hütte rund 300 m zur Ochsenalm hinabstürzt, garantiert ein unvergessliches Naturschauspiel. Nicht zuletzt lockt die grandiose Aussicht mit Blick über das Stubaital bis hin zur Serles (2.718 m), dem sogenannten Altar Tirols, oder zum Habicht (3.277 m). Ein kleiner Spielplatz, Hühner, Katzen und Hasen laden auch unsere kleineren Wanderfreunde herzlich ein. Aber das ist noch lange nicht alles, was diesen Stützpunkt so anziehend macht. Ein ergiebiges Areal für Wanderer und Kletterer, sowie ein wahres Paradies für Boulderer liegt direkt vor der Haustür. Die Neue Regensburger Hütte liegt am Stubaier Höhenweg und am Wilde-Wasser-Weg. Den Hausberg der Hütte, die Östliche Knotenspitze (3.084 m), haben geübte Alpinisten in rund 2 h bestiegen – wer es gerne gemütlicher angeht, spaziert durch das Hohe Moos oder unternimmt eine leichte Wanderung zum Falbesoner Gletschersee in 2.575 m. Nur drei Minuten von der Hütte entfernt befindet sich auch ein variantenreicher Klettergarten.
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Neben der Neuen Regensburger Hütte in den Stubaier Alpen gibt es nicht nur einen Badesee, sondern auch einen spektakulären Wasserfall. Kein Wunder, dass sie ein äußerst beliebtes Ziel von Wanderern und Mountainbikern ist. Ein gröberer Umbau der 1930/31 errichteten Hütte war trotzdem an der Zeit, weshalb sie derzeit noch geschlossen ist. Im Moment steht kein Winterraum zur Verfügung. Umso größer die Vorfreude: Im Sommer 2019 wird die – dann wirklich ganz „neue“ – Regensburger Hütte wieder aufgesperrt – Anfragen werden ab Mitte Januar beantwortet.

2. Salmhütte, 2.644 m

Kärnten/ Glocknergruppe

Salmhütte
Hütte • Kärnten

Salmhütte (2.644 m)

Die Salmhütte (2.644 m), an der Südostseite des Großglockners liegend, steht bei Großglockner-Besteigungen von Kals aus im Schatten der Stüdlhütte. Obwohl die Hütte, die im oberen Leitertal am Hasenpalfen liegt, die Geschichte der Erstbesteigung des Glockners in sich trägt. 1799 wurde die erste Hütte, eine einfache Holzhütte, im Leiterkar direkt unterhalb des Großglockners errichtet. Sie gilt damit als eine der ersten alpinen Schutzhütten der Ostalpen. Später wurde die Holzhütte am selben Standort durch eine Steinhütte ersetzt, die zweite Salmhütte. Aufgrund des vorrückenden Gletschers wurde aber schließlich ein neuer Standort gesucht. Man wählte die Felswand des Schwertecks, in die die dritte Salmhütte gesprengt wurde. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass der Felsen ständig nass war und die Bedingungen in der Hütte unerträglich waren. Das alles und wie es schließlich zum Bau der vierten Salmhütte am Hasenpalfen kam, erläutert eine Tafel an den alten Wänden der Hütte in der Felswand, rund 100 Hm oberhalb der heutigen Salmhütte.  Die Salmhütte ist Ausgangspunkt - und eine sehr gute Alternative zur Stüdlhütte - für Touren auf den höchsten Berg Österreichs. Sie ist aber auch Station auf dem Wiener Höhenweg und der Glocknerrunde. 2017 erhielt die Hütte einen Zubau und damit auch eine neue Terrasse, von der aus man direkt auf den Großglockner sieht. Sie zieht Hochtourengeher, Kletterer, Skitourengeher und Wanderer gleichermaßen an. Mitten in hochalpinen Matten gelegen, birgt die Umgebung der Hütte geologische und botanische Schätze - vor allem findet man zahlreiche Edelweiss. Das Schwerteck, der Hausberg der Hütte, gilt als geologisches Einzelstück.
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Auf einer Seehöhe von 2.644 m zu bauen, birgt einige Herausforderungen. So müssen beispielsweise sämtliche Geräte und das Material per Hubschrauber angeliefert werden. Der fast zu hundert Prozent aus Holz bestehende Zubau der Salmhütte an der Südseite des Großglockners gelang trotzdem (wir haben berichtet) und zeigt, dass ein solches Projekt nicht unbedingt extrem teuer sein und den Charakter einer ehrwürdigen Hütte verändern muss. Hütten-Gäste – oft Höhenweg-Wanderer und Glockner-Gipfel-Aspiranten – können sich jetzt auch über eine neue Terrasse samt Glockner-Blick freuen.

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Die Salmhütte mit dem Großglockner im Hintergrund.
Trotz der Wetterkapriolen im vergangenen Sommer ist es 2017 gelungen, den Zubau zur Salmhütte am Großglockner aufzustellen. Dann deckte der früh gefallene Schnee die Baustelle zu und die Arbeiten ruhten bis in den Juni 2018. Im letzten Monat wurde dann allerdings noch einmal Vollgas gegeben. Christina Schwann berichtet vom letzten Akt des Umbaus – der Einweihungsfeier der erneuerten Salmhütte auf 2.644 m.

3. Neue Seethalerhütte, 2.740 m

Oberösterreich/ Dachsteingebirge

Auf dem Weg zur Neuen Seethaler Hütte
Hütte • Oberösterreich

Seethalerhütte (2.740 m)

Ganz oben auf dem Dachstein liegt die Seethalerhütte (2.740 m), die damit die höchstgelegene in der Dachstein-Tauern-Region ist. Sie befindet sich direkt am Ausstieg des Johann-Klettersteigs und unmittelbar am Fuße des Hohen Dachsteins. Sie bietet atemberaubende Ausblicke auf die gesamten Hohen Tauern. Hierher kommen oft Tageswanderer, die mit der Dachstein-Südwandbahn heraufgefahren sind und über den Gletscherweg vom Hunerkogel herüberwandern; aber auch viele Bergsteiger, die ins Dachsteinmassiv aufbrechen wollen, nutzen das Schutzhaus als Basisstation. Der Klettersteig, der hier endet, führt direkt durch die Südwand und ist nur für erfahrene Bergsteiger zu empfehlen. Vermutlich aufgrund des auftauchenden Permafrostes tat sich unter der Hütte im Sommer 2016 ein großes Loch auf. Obwohl die Hütte notdürftig abgestützt wurde, war schnell klar, dass eine Sanierung unmöglich ist. Aus diesem Grund entschloss sich die Sektion Austria des Österreichischen Alpenvereins die Hütte mittels Ersatzbau neu zu erreichten.  Mehr zum Ersatzbau Seethalerhütte kann in unserer Reportage nachgelesen werden. Mit 25.12.2018 nahm die Neue Seethalerhütte ihren Betrieb auf. 
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2018 wurde der Ersatzbau der traditionsreichen Seethalerhütte am Dachstein (Oberösterreich) fertiggestellt – wir haben darüber berichtet. Die Neue Seethalerhütte ist äußerst sehenswert geworden, beeindruckt durch modernes Design und wie eh und je durch ihre exponierte Lage. In den komplett aus Holz gefertigten Obergeschossen befinden sich 22 gemütliche Gästeschlafplätze.

4. Neue Schwarzensteinhütte, 3.026 m

Südtirol/ Zillertaler Alpen

Schwarzensteinhütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Schwarzensteinhütte (3.026 m)

So mühsam der Weg hinauf ist, so lohnend ist das Ziel. Die Schwarzensteinhütte (3.026 m), die höchstgelegene Hütte in den Südtiroler Zillertaler Alpen, bietet nämlich nicht nur einen gigantischen Ausblick (Großvenediger, Dreiherrenspitze, Rötspitze, Hochgall, Wildgall oder Monte Cristallo), sie ist auch Ausgangspunkt für unvergessliche Wanderungen, Klettertouren, Schneeschuhwanderungen und Skitouren. Die Firnhänge des Schwarzensteins, der Floitenspitzen und des Großen Löfflers enden quasi direkt vor der Hüttentür. Sie wurde in den Jahren 2016 bis 2017 am ursprünglichen Ort abgerissen und etwas höher als vollständig neue Schutzhütte wieder errichtet. Wanderern, die gerne von Hütte zu Hütte marschieren, seien drei mögliche Wege besonders ans Herz gelegt: der Übergang zur Greizerhütte im Floitental, die Überschreitung des Schwarzensteins zur Berliner Hütte und der Marsch über den einmalig schönen Stabeler Höhenweg zur Neves-Joch-Hütte. Will man höher hinaus, so versprechen die Besteigungen des Schwarzenstein (3.368 m), des Großen Mörchners (3.270 m), der Westlichen Floitenspitze (3.195 m) sowie der Aufstieg auf den Großen Löffler (3.378 m) über das von gigantischen Spalten gekennzeichnete Floitenkees abenteuerliche Bergerlebnisse.
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Die 125 Jahre alte Schwarzensteinhütte musste abgerissen werden, da die höheren Temperaturen der letzten Jahrzehnte am Standort den Boden instabil gemacht haben. Die neue Hütte entstand 100 Meter darüber – damit bleibt sie natürlich die höchste Hütte in den Südtiroler Zillertaler Alpen. Auch am gigantischen Ausblick auf den Großvenediger und Co. hat sich nichts geändert. Zwei Sommer lang wurde auf rund 3.030 m Höhe gewerkt. Aus Mangel einer Zufahrtsstraße wurde sogar eigens eine Materialseilbahn errichtet.

5. Dümlerhütte, 1.495 m

Oberösterreich/ Totes Gebirge

Dümlerhütte
Hütte • Oberösterreich

Dümlerhütte (1.495 m)

Die Dümlerhütte (1.495 m) steht im Toten Gebirge in Oberösterreich am nordöstlichen Fuß des Warschenecks auf der Stofferalm. Von der Hütte blickt man in das Stofferkar und auf die Rote Wand. Zu ihr steigt man in der Regel von Roßleithen und dem malerischen Gleinkersee herauf. Aber auch von Vorderstoder oder der Wurzeralm führen Wanderwege zur Dümlerhütte.  Die Hauptrolle in der alpinen Umgebung der Hütte spielt die Warscheneck-Gruppe mit dem gleichnamigen Hauptgipfel. Auf der Stofferalm halten sich bis weit in den Herbst hinein Kühe auf. Die Hütte ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes und leicht erreichbares Ausflugsziel. Sie hat auch viel zu bieten. Abgesehen von der imposanten Aussicht auf die Rote Wand, den dortigen Klettergarten und eine Kegelbahn.
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Für den Umbau der Dümlerhütte im Toten Gebirge auf 1.495 m mussten große Bauteile mit dem Hubschrauber transportiert werden. Nach einer Saison-Pause konnte der bei Bergsteigern allseits beliebte Hüttenwirt Harry Höll letzten Sommer wieder die Pforten öffnen. Nach den derzeitigen Winter-Kapriolen (die Dümlerhütte versinkt gerade im Schnee) freut er sich wieder darauf, seine Gäste mit Speis und Trank zu versorgen.

6. Steinseehütte, 2.061 m

Tirol/ Lechtaler Alpen

Steinseehütte
Die Steinseehütte (2.061 m) liegt in den Lechtaler Alpen oberhalb von Zams im Oberinntal. Die Hütte ist umgeben von Gipfeln wie Steinkarspitze, Parzinnspitze, Schneekarlespitze, Dremelspitze, Hanauer Spitze, Bergwerkskopf, Gamspleis und Mittelkopf. Eine beachtliche alpine Gesellschaft. Es sind Gipfel, die Höhen zwischen 2.300 und 2.750 m erreichen. Mitten in dieser felsigen Gemeinschaft liegt der Steinsee, dem die Hütte ihren Namen zu verdanken hat. Rund um die Hütte wird in allen Varianten geklettert. Auf Klettersteigen, wie dem Steinsee Klettersteig. Auf über 30 Kletterrouten in mittleren und oberen Schwierigkeitsgraden an Steinkar-, Parzinn- und Schneekarlespitze. Im Klettergarten am Steinkarlepfeiler sowie Schneekarle West- und Südwand. Oder auch auf Boulder, die auf dem Weg zum Steinsee Klettersteig liegen. Und ganz besonders Kinder kommen im sogenannten Gekkoland zu intensiven Erfahrungen im Vorstiegsklettern, Bouldern und Klettersteiggehen. Burkhard Reich, Hüttenwirt auf der Steinseehütte sowie staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, ist hier die Seele des Klettergebietes. Die Seele der Hütte ist wiederum seine Frau Jutta. Sie bewirtet sowohl die kletternden als auch die wandernden Gäste, die auf dem Nordalpenweg, dem Europäischen Weiterwanderweg E4 oder dem Lechtaler Höhenweg unterwegs sind und einkehren, exzellent. So ist wird es von den Zamsern im Tal gesagt.
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Der Umbau und die Sanierung der 1924 errichteten Steinseehütte in den Lechtaler Alpen hat die Sektion Landeck in den vergangenen zweieinhalb Jahren ganz schön auf Trapp gehalten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Während schon 2017 ein Zubau samt Panoramafenster realisiert werden konnte, ging man 2018 den neuen Stiegenaufgang in die oberen Stockwerke und die Adaptierung der Gästeräume an. Ab dem 14. Juni 2019 können Wanderer und Kletterer auf dem beliebten Stützpunkt unterhalb des Steinsees wieder die Seele baumeln lassen.

7. Albert-Heim-Hütte, 2.542 m

Uri/ Urner Alpen

Albert-Heim-Hütte
Die Albert-Heim-Hütte ist eine Berghütte im Schweizer Kanton Uri, die nach dem Alpenforscher und Geologieprofessor Albert Heim benannt wurde und im Besitz des Schweizer Alpin Clubs ist.  Sie liegt in den südlichen Urner Alpen, am Fuße des Tiefengletschers. In der Nähe befindet sich der bekannte Furkapass, auf dem die Europäische Wasserscheide verläuft. Westlich der Hütte liegen die Bielenhörner und der imposante Galenstock.  Für Familien und Wanderer ist sie ein ideales Ziel zum Entspannen und Genießen. Doch auch als Ausgangspunkt für Bergtouren aller Art wird diese Berghütte gern genutzt.   Durch Angebote wie „Jassen am Dienstag", „Strahlerchilbi" oder dem beliebten „Freitags-Schmaus" hebt sich die Albert-Heim-Hütte von reinen Zwischenzielhütten ab.
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Die Umbauten des nach dem Alpenforscher und Geologieprofessor Albert Heim benannten Stützpunktes nahe des Furkapasses haben Ende April 2018 begonnen – zum hundertsten Geburtstag der Hütte! Ein knappes Jahr später, ab März 2019, wird man voraussichtlich die Ergebnisse bewundern können. Auch der beliebte „Freitags-Schmaus“ sowie die köstlichen Suppen und selbstgemachten Kuchen werden mit Sicherheit wieder eingeführt werden.

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