Lukas Pilz
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Ausrüstungstipps

8 Dinge fürs Freeriden

Tipps & Tricks • 27. Januar 2021
von Robert Maruna

Endlich ist der langersehnte Schneefall eingetroffen, bei strahlendem Sonnenschein steht ihr im hüfthohen Pulverschnee und dann das! Der Skischuh zwickt, die Brille beschlägt und die Bindung löst immer dann aus, wenn sie eigentlich gerade nicht sollte. Damit euch all dies erspart bleibt, haben wir euch eine Auswahl unserer Lieblings-Freeride-Produkte zusammengestellt auf die zu 100 % Verlass ist.

1. Skischuh

Manche Menschen meinen der Ski sei das entscheidende Werkzeug, um wie die Profis durch den Champagne-Powder zu pflügen. Doch jeder Freerider und jede Freeriderin wird euch bestätigen: Wenn der Skischuh nicht passt, dann wird der Pulvergenuss schnell zum schmerzhaften Verdruss. Also: Nehmt euch Zeit, informiert euch und probiert solange durch, bis ihr das Gefühl habt: „Das ist der richtige Schuh zu meinem Fuß“.

Der Quantum Asolo Factory von Dalbello
Foto: Dalbello
Der Quantum Asolo Factory von Dalbello

Quantum Asolo Factory

Seit über 40 Jahren steht das italienische Traditionsunternehmen Dalbello für höchste Qualität, feinste Handarbeit und zeitloses Design. Mit der Quantum-Linie wagt der Schuhspezialist nun erstmals den Schritt ins klassische Tourensegment: Der Quantum Asolo Factory punktet mit einem Minimalgewicht von 950g pro Schuh und einem revolutionären Herstellungsverfahren: Der Bonded Shell-Konstruktion. Dabei wird die untere Außenschale des Schuhs (je nach Modell ist das Polyamid-Schalenmaterial von Glasfasern oder Carbonfasern durchzogen) in zwei separaten Teilen produziert, die anschließend miteinander verschmelzen. Das spezielle Material und Produktionsverfahren ermöglichen einen leichten aber steifen Skischuh mit geschmeidiger Gehfunktion für rasante Abfahrten im freien Gelände. Der Name hält also Wort: ein Quantensprung in der Skischuh-Technologie.

Der Hawx Prime XTD 130 Tech von Atomic
Foto: Atomic
Der Hawx Prime XTD 130 Tech von Atomic

Hawx Prime XTD

Auf die preisgekrönte Hawx-Palette von Atomic ist seit vielen Jahren Verlass. Vorausgesetzt man hat schmale Füße. Mit dem Hawx Prime XTD 130 Tech GW kommt nun eine mittelbreite Variante (100 mm), die das Abbfahrtsgefühl der Hawx-Linie mit der Bewegungsfreiheit des Backland-Tourenschuhs vereint. Der Mimic Platinum-Innenschuh passt sich an die Fußform an, die Prolite-Konstruktion versichert höchste Stabilität und das Ganze bei einem Gesamtgewicht von 1668 g pro Schuh. Die GripWalk-Sohle erhöht den Gehkomfort im Aufstieg, der Free/Lock 4.0-Gehmechanismus sorgt für Bewegungsfreiheit und macht sogar leichte Klettereien möglich. Ein Skischuh für alle Abenteuer im freien Gelände.

Der Salomon Shift Pro
Foto: Salomon
Der Salomon Shift Pro

Salomon Shift Pro

Der Salomon Shift Pro wurde für Freerider entwickelt, die gerne mit viel Speed durch den Powder pflügen und dabei nicht auf den ein oder anderen Aufstieg zum Gipfel verzichten wollen. Mit vier Schnallen, einer Breite von 100 mm im Mittelfußbereich und drei verschiedenen Flex-Varianten (100, 120, 130) kombiniert der Schuh die Stabilität eines echten Alpinskischuhs mit der Vielseitigkeit eines Tourenschuhs. Außerdem: der weichere Sensifit-Einsatz ermöglicht ein problemloses Einsteigen und festen Halt, während das Gewicht bei 1,63 kg pro Schuh extrem leicht ausfällt. Natürlich kommt der Shift Pro mit Walk-Funktion und integrierten Inserts für Pinbindungen.

2.Ski

„Breit soll er sein“, hört man die Kunden im Fachgeschäft sagen, „leicht, drehfreudig, stabil und am besten nicht zu teuer“, wird dann noch schnell ergänzt. Das Problem ist allerdings, und das muss leider gesagt werden: Kein Ski kann alles! Auch wenn manche Ski-Modelle als „Allmountain“ oder „Allrounder“ bezeichnet werden, kann nicht von zwei Latten verlangt werden, dass sie bei allen Schneebedingungen gleich gut funktionieren. Die Frage sollte sich daher viel mehr nach dem Vorhaben richten: Will ich einen Freeride-Ski für rasante Abfahrten oder um möglichst schnell zum Gipfel aufzusteigen? Je nachdem, wo ihr eure Skikarriere in Zukunft seht, dafür solltet ihr das Modell auswählen. 

Der Nocta von Black Crows
Foto: Black Crows
Der Nocta von Black Crows

Nocta

Mit einer Mittelbreite von 122 mm stellt das Modell Nocta vom französischen Skihersteller Black Crows das ultimative Spielzeug für die richtig tiefen Tage dar: Souveräner Auftrieb – dank ausschließlich negativer Vorspannung – trifft auf leichtes Handling (trotz massiver Breite), gepaart mit einem massivem Tip- und herzhaftem Tailrocker. Der verlängerte Sidecut ermöglicht einen größeren Kurvenradius und großartige Stabilität, selbst bei hoher Geschwindigkeit. Jeder Backcountry-Liebhaber wird mit dem Nocta seine helle Freude haben. Wort drauf.

Der Blaze von Völkl
Foto: Völjkl
Der Blaze von Völkl

Blaze

Wer einen agilen, spritzigen und vor allem leichten Freeride-Ski sucht, dem sei das Blaze-Modell aus dem Hause Völkl ans Herz gelegt. Bei einer Mittelbreite von 106 mm und einem Gewicht von 1772 g zählt der Blaze wohl zu den wendigsten Freeride-Skiern seiner Art. Das geringe Gewicht unter den Füßen erleichtert den Aufstieg, während die 0,3 mm dünne Titanal Platform unter der Bindung eine direkte Kraftübertragung unterstützt. Zusätzliche technische Features: Suspension Tip – eine elastische Einlage an Schaufel und Skiende – die einerseits als Dämpfung wirkt und andererseits den Auftrieb des Skis erhöht. Weiters ist der Blaze mit einem 3D Radius Sidecut ausgestattet, dem er seine Agilität verdankt. Ein Ski für wechselhafte Bedingungen und enge Rinnen, abseits präparierter Pisten.

Der Stance von Salomon
Foto: Salomon
Der Stance von Salomon

Stance

Mit dem Stance 102 aus der Allmountain-Ski-Palette hat das Salomon-Design-Center in Annecy einen Ski erschaffen, der durch alles pflügt, was sich ihm in den Weg stellt. Zwei Titanalplatten, die sich durch die gesamte Länge des Skis ziehen, sorgen für die notwendige Torsionssteifigkeit, während die Metal Twinframe Technologie einen ruhigen Laufstil versichert. Kurzum: Ein leistungsstarker Ski, auf den man sich bei allen Geschwindigkeiten und in fast jedem Terrain verlassen kann.

3. Bekleidung

Ski- bzw. Snowboard-Kleidung oder kurz genannt „Snowwear“ erfüllt im Grunde drei Zwecke: Sie soll vor Kälte, Wind und Schneefall schützen. Zusätzlich soll sie sich bequem anfühlen und an die Körperform anpassen. Das wars dann aber auch. Alles weitere ist in den Augen puristischer Bergsportler reiner „Schnick-Schnack“. Oder etwa nicht? 

Die Search-Kollektion von Rip Curl
Foto: Rip Curl
Die Search-Kollektion von Rip Curl

The Search

Die Freeride Search Jacke stellt eine absolute Neuheit im Snow-Repertoire der australischen Marke Rip Curl dar. Die Jacke beseht aus ökologischem Stretchgewebe und verfügt über das Label „Repreve Our Ocean“ – eine Garantie dafür, dass die verwendeten Materialien aus recycelten Abfällen stammen, die an Küsten gesammelt wurden. Dank der Primaloft-Isolierung hält euch die Jacke während langer Tage im Powder warm und bleibt trotzdem atmungsaktiv. Ebenso verhält es sich mit der Search Bib Snow Pant, die im Snowlab extra für Splitboard- und Skitouren entwickelt wurde. Hier trifft Komfort auf moderne Features: Das Stretch-Gewebe hält trocken, während der abnehmbare Latz für vielseitige Anwendung sorgt.

Die Boundary-Line von Black Diamond
Foto: Black Diamond
Die Boundary-Line von Black Diamond

Boundary Line

Die BoundaryLine von Black Diamond kommt mit einer Vielzahl an technologischen Features, ohne dabei die Umwelt zu belasten: Die Boundary Insulated Jacket und Insulated Pant bietet Freeridern Wetterschutz bei allen Bedingungen. Grund dafür ist das elastische, wasserdichte und atmungsaktive (20.000 mm/20.000 g/m2) BD.dry™-Gewebe und die ökologisch nachhaltige „Breathable Water Protection“-Technologie von Green Theme International – eine umweltfreundliche, PFC-freie DWR-Beschichtung, die eine bessere Performance und stärkere Strapazierfähigkeit verspricht. Für wohlige Wärme sorgt das Lavalan-Isoliermaterial: Ein an Körperzonen angepasstes Wärme- und Feuchtigkeitsmanagement, das unempfindlichere Bereiche isolationsfrei lässt, um die Atmungsaktivität zu erhöhen.

Die Vertical Pro-Kollektion von Peak Performance
Foto: Peak Performance
Die Vertical Pro-Kollektion von Peak Performance

Vertical Pro

Von Freeridern für Freerider: Die Vertical PRO Kollektion der schwedischen Qualitätsmarke Peak Performance wurde in enger Zusammenarbeit mit den globalen Team-Athleten entwickelt und ist das aktuelle Highlight-Produkt. Jacke und Hose bestehen jeweils aus 125 Einzelteilen, die hochwertig verarbeitet und funktional designt wurden. Gore-Tex-Pro- und Gore-Tex-Stretch-Materialien vereinen maximale Mobilität und herausragende Atmungsaktivität. Egal ob für Aufstiege zu unbekannten Gipfeln oder lange Tage im hüfthohen Pulverschnee: Mit der Vertical Pro seid ihr bestens ausgestattet und bietet Wind, Schnee und Kälte keine Chance.

4. Bindung

Früher waren Freeride-Bindungen einfach bloß schwer, klobig und fürs Skitourengehen ungeeignet. Mittlerweile hat sich dieser Produktsektor einer Metamorphose unterzogen und so haben sich für den aufstiegsorientierten Freerider zwei Möglichkeiten ergeben: Die Pinbindung und die Hybridbindung. 

Die Hybridbindung: Marker Duke PT
Foto: Marker
Die Hybridbindung: Marker Duke PT

Der Hybrid

Die Marker DUKE PT ist die erste Wahl für Freerider, die beides wollen: Eine leichte Pin-Bindung im Aufstieg und die Stabilität alpiner Bindungen in der Abfahrt. Der Ride&Hike Vorderbacken wird im Handumdrehen umgebaut, sodass er im Aufstieg ein Gewicht von 300 g pro Einheit verliert. Oben angekommen wird der Vorderbacken per Auto Quad Lock wieder fixiert, um höchsten Abfahrtsbelastungen (Z-Wert bis 16!) Stand zu halten. Gleichzeit ist die hybride Freeridebindung mit allen Alpin-, Touring- und GripWalk-Sohlen kompatibel. 

Die Xcenic 10 von Fritschi
Foto: Fritschi
Die Xcenic 10 von Fritschi

Für Speed-Begehungen 

Die Xcenic 10 von der Schweizer Traditionsmarke Fritschi besticht durch ihr leichtes Gewicht (280 g / Einheit), ihre einfache Handhabung im Einstieg sowie ihre praktische Bedienung. Während die innovative Fronteinheit sicheren Halt garantiert, sorgt die breite Abstützung der Ferse (Core Tower) im hinteren Bindungsbereich für eine direkte Kraftübertragung und somit leichte Skiführung. Ein weiteres Plus: Aufgrund des Längenausgleichs von 10 mm in der Abfahrt, kann eine zuverlässige Auslösung bei (richtig) eingestellten Werten sichergestellt werden.

5. Brille

Schneebrillen sollten nicht nur mit gutem Design punkten, sondern vor allem drei wichtige Funktionen erfüllen. Erstens: beste Sichtverhältnisse bei allen Wetterbedingungen. Zweitens: ein größtmögliches Sichtspektrum bei festem Halt. Und, drittens: höchster Schutz vor UV-Strahlen. Viel mehr ist es nicht, und oftmals ist es reine Geschmacksache für welches Modell man sich entscheidet. Denn jedes Gesicht ist anders, und so sitzt beinahe jeder Brillenrahmen auf jeder Nase verschieden gut.

Die Squad MAG
Foto: Smith
Die Squad MAG

Squad MAG

Vor über 50 Jahren fertigte der Kieferorthopäde Dr. Bob Smith die erste Schaumstoffschutzbrille mit versiegeltem Thermoglas und atmungsaktiver Belüftung an. Heute ist Smith einer der führenden Hersteller für Brillen und Helme. Zeitloses Design trifft auf Funktionalität, wie bei dem brandneuen Modell Squad MAG. Sechs magnetische Kontaktpuntke und zwei Verriegelungsmechanismen sorgen für ein müheloses Auswechseln der ChromaPop-Performance-Gläser. Für noch mehr Durchblick sorgt die AirEvac-Integrationstechnologie, die das Beschlagen verringert und die 3-lagige DriWix-Gesichtsauflage garantiert eine bequeme Passform. Noch Fragen?

Brillenmodell Granby von Alpina
Foto: Alpina
Brillenmodell Granby von Alpina

Granby

Das rahmenlose und stilvolle Modell „Granby“ der bayerischen Firma Alpina wurde speziell für Freerider und den Einsatz im tiefen Pulverschnee konzipiert. Die Technologie hinter dem Glas heisst „Quattro Varioflex“ und verspricht klare Sicht bei jedem Wetter. Die kontrastverstärkende Scheibe filtert störende Reflexionen heraus und sorgt für eine automatische Anpassung des Tons an die Lichtverhältnisse. Zusätzlich schützt die Verspiegelung vor Infrarotstrahlung, garantiert 100% UV-Schutz und die beschichtete Innenseite macht ein Beschlagen unmöglich.

Brillenmodell Quickshift von Julbo
Foto: Julbo
Brillenmodell Quickshift von Julbo

Quickshift

In den Räumen der französischen Brillenmanufaktur Julbo wurde lange getüftelt, bevor man das Modell „Quickshift“ der Welt zeigen wollte. Die schnieke Schneebrille wartet mit einer bahnbrechenden Neuheit auf: Dank zweier Drop-outs an der Unterseite des Brillenrahmens (zwei Rahmenteile können einfach herausgenommen und wieder neu eingesetzt werden) kann die Belüftung der Brille aktiv gesteuert werden. Dieses Feature gewährleistet größtmögliche Flexibilität sowohl im Aufstieg als auch in der Abfahrt. Das stilvolle Design überzeugt und die photochrome REACTIV-Schreibe versprichtbestechende Sicht bei allen Witterungsbedingungen.

6. Lawinenausrüstung

Ich packe meinen „Koffer“ fürs Freeriden und nehme mit: Eine Lawinenschaufel, eine Lawinensonde und: natürlich ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS). Zusätzlich solltet ihr außerdem immer ein Erste-Hilfe-Packet und einen Biwacksack dabeihaben. Trinkflasche und Co. sind euch überlassen, aber diese vier Utensilien dürfen in keinem Rucksack fehlen. 

Piesp Micro BT
Foto: Pieps
Piesp Micro BT

PIEPS Micro BT

Das PIEPS MICRO BT sensor zählt mit Sicherheit zu den intuitivsten LVS-Geräten am Markt: Einfach in der Handhabung, dank großem Display und einfachen Markiereigenschaften. Sobald das Gerät längere Zeit in Ruhe liegt (Stichwort: Verschüttung) stellt es automatisch vom Such- in den Sendemodus um. Natürlich verfügt das Micro BT über das legendäre PIEPS 3-Antennen-System für eine maximale Empfangsreichweite und die PIEPS Interference Protection: Sofern externe Störquellen das Sende-Signal stören, erfolgt eine automatische Umschaltung auf die andere Antenne.

Barryvox S Package
Foto: Mammut
Barryvox S Package

Barryvox Package

Das Barryvox S Package beinhaltet alles, was ihr beim Freeriden benötigt. Die schwarze Lawinenschaufel hört auf den Namen „Alugator Ride“, ist kompakt und das Schaufelblatt besteht aus gehärtetem sowie eloxiertem Aluminum. Die Sonde „Probe 240“ ist federleicht und das digital-analoge 3-Antennen-LVS Barryvox S punktet durch einfachste Bedienung, eine effektive Suchstreifenbreite von 70 Metern und klare Anweisungen. Mit diesem Set verfügt ihr über die Grundlage der Standardsicherheitsausrüstung.

7. Airbag

Ein Lawinenrucksack bzw. Airbag zählt mittlerweile zur Grundausstattung eines jeden Freeriders. Im Ernstfall kann ein Airbag euer Leben retten, allerdings wird das Tragen eines Lawinenrucksacks gerne als „alpine Lebensversicherung“ oder gar Freibrief zum gedankenlosen Powdern erachtet. Aber: Ein Airbag-Rucksack ist lediglich ein zusätzliches Utensil innerhalb der Sicherheitsausrüstung. Er mindert nicht die Lawinengefahr. Das Tragen eines Airbags sollte niemals Einfluss auf euere Entscheidung im Gelände haben, geschweige denn eure Risikobereitschaft beim Freeriden erhöhen.  

Light Protection Airbag 3.0
Foto: Mammut
Light Protection Airbag 3.0

Light Protection Airbag

Mit dem ultraleichten Light Protection Airbag 3.0 von Mammut gibt es nun wirklich keinen Grund mehr, keinen Lawinenrucksack im Powder zu tragen. Trotz seines Fassungsvermögens von 28 Litern (mit Airbag-System und Carbon Kartusche) ist der Light Protection Airbag ein absolutes Leichtgewicht (2430 g!) mit genügend Stauraum für Ski- und Snowboardtouren aller Art. Ein weiterer Pluspunkt ist das Protection Airbag System: Es schützt im Falle einer Verschüttung vor mechanischen Verletzungen im Bereich Kopf, Nacken und Brust. Kein anderer Airbag bietet solch großen Schutz vor lebensgefährlichen Traumaverletzungen. Der thermogeformte Rücken sorgt außerdem für einen hohen Tragekomfort, die diagonale Skibefestigung erfordert lediglich zwei Handgriffe und für hochalpine Abenteuer gibt es eine verstaubere Pickel-Halterung.

 

Free Rider 20 S Avabag
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Free Rider 20 S Avabag

Free Rider

Der deutsche Sportartikelhersteller Ortovox hat sich seit seiner Gründung vor über 40 Jahren auf die Entwicklung von Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS), Rucksäcken und Lawinennotfallausrüstung spezialisiert. Mit dem Free Rider 20 S Avabag hat man einen extrem leichten Lawinenrucksack für Damen entwickelt – denn das „S“ im Produktnamen steht für Short!. So zeichnet sich das Modell durch ein verkürztes Rückensystem aus, das sich gerade für Frauen (oder Männer mit kurzem Rücken) besonders eignet. Der integrierte Protektor passt sich der Körperergonomie an und bleibt auch bei großer Kälte flexibel. Zusätzlich sind Hüft- und Schulterträger auf die weibliche Anatomie abgestimmt und das separate Sicherheitsfach garantiert einen problemlosen Zugriff auf Schaufel und Sonde.

Der JetForce BT 10
Foto: Pieps
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Jet Force

Die Vorteile der Jetforce-Technologie von Pieps (in Zusammenarbeit mit Black Diamond) liegen klar auf der Hand: Der Lawinenairbag wird nicht mit einer Kartusche, sondern mittels batteriebetriebenen Ventilators und Umgebungsluft (innerhalb von 3,5 Sekunden) aufgeblasen. JetForce-Rucksäcke können daher mehrfach ausgelöst und getestet werden, sind simpel in der Handhabung und im Falle einer Verschüttung, entleert sich der Airbag nach drei Minuten, um eine Atemhöhle zu generieren. Ein besonders schmuckes Exemplar ist der aktuelle JetForce BT 10, der sich gerade für Freeride-Abenteuer innerhalb des Skigebiets anbietet. Der kompakte Rucksack ermöglicht ein kabelloses Gerätemanagement mit Bluetooth und Pieps-App. Darüber hinaus ist er ein Fliegengewicht, verfügt über alle notwenigen Freeride- und Skitouren-Features und schmiegt sich angenehm an den Rücken an.

8. Helm und Protektoren

„Wer Hirn hat, der schützt es!“, besagt ein altes und zugegeben plattes Sprichwort, doch nicht mit Unrecht: Noch immer sieht man Menschen im freien Gelände ohne Helm auf dem Kopf. Da kann man wirklich nur mehr den Kopf schütteln, denn jeder weiß, dass ein Stein härter als die Schädeldecke ist. Selbst der größte Dickkopf sollte das mittlerweile verstanden haben. Also: Helm tragen. Und bei der Gelegenheit auch gleich einen Rückenprotektor umschnallen. Ohne Rückgrat kein Freeriden, wiederum platt gesagt.

Der Vantage von Smith
Foto: Smith
Der Vantage von Smith

Vantage

Das Modell Vantage von Smith ist zwar von professionellen Freeridern des Smith-Teams entwickelt worden, schützt aber auch jedes Hobbyfreerider-Hirn. Die Verwendung der Aerocore™-Konstruktion mit Koroyd® bietet bestmöglichen Schutz bei gleichzeitig verbesserter Belüftung des Kopfes. Damit der Helm auch auf wirklich jeden Kopf passt, dafür sorgt das brandneuen Boa-FS 360 Anpassungssystem. Um eine optimale Kombination aus Technologie und Style zu erzielen, kommt der Vantage mit AirEvac-Technologie für eine optimale Helm-Brillen-Integration. Go get it!

Der Fornix SPIN von POC
Foto: POC
Der Fornix SPIN von POC

Fornix

Der Fornix-SPIN-Helm aus der POW JJ-Kollektion der schwedischen Marke POC schützt nicht nur eure grauen Gehirnzellen, sondern auch die Umwelt: Der Helm ist in Zusammenarbeit mit Profi-Snowboarder Jeremy Jones und der gemeinnützigen Organisation „Protect Our Winters“ (POW) entstanden und es werden 10% aller Einnahmen aus dem Verkauf der Sonderedition, direkt in die Umweltschutzprojekte von POW. Der Helm an sich lässt keine Wünsche in Puncto Schutz und Komfort offen: ultraleicht, gut belüftet und die PC-Schale mit Aramidverstärkungen erhöht die strukturelle Stabilität und schützt vor Schlägen. Außen rum ist der Fornix SPIN mit der POC Silikonpolstertechnologie SPIN (Shearing Pad INSide) ausgestattet und ein fester Brillenclip sorgt für zusätzliche Sicherheit.

 

Der PROLAN
Foto: Alpina
Der PROLAN

PROLAN: Ein Protekor aus Schafwolle

Rückenprotektoren gibt es wie Sand am Meer, aber nur dieser hier wird aus Schafwolle hergestellt: Der PROLAN von Alpina. Und damit ist wohl eine neue Generation von Protektoren geboren. Denn die PROLAN-Wolle schützt nicht nur vor Kälte oder schlechtem Geruch, sie wurde so verarbeitet, dass die dämpfenden Eigenschaften über die Funktionalität von herkömmlichen Protektoren sogar hinausreichen – kein Scherz! Die schützende Fähigkeit des Protektors wurde im Rahmen zahlreicher Tests überprüft und bestätigt. Eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Protektoren, die mit dem ISPO-Product-of-the-Year-2020-Award ausgezeichnet wurde.

 

 

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