Frühlingsgefühle

5 Gründe, warum wir uns bereits auf den Frühling freuen

Kolumne • 7. März 2021
von Robert Maruna

Auch wenn der Winter noch (lange) nicht vorbei ist, bei den aktuellen Temperaturen kommen wohl in jedem von uns erste Frühlingsgefühle hoch. Und solange wir noch auf die Schneeschmelze warten müssen, vertreiben wir uns die Zeit mit Gedanken an die schönste Jahreszeit. 

Wenn die Tage länger und die Sonne stärker werden sagen wir dem Winter Adieu und heißen den Frühling mit offenen Armen willkomenn
Foto: mauritius images / karwendelbilder.de
Wenn die Tage länger und die Sonne stärker werden sagen wir dem Winter Adieu und heißen den Frühling mit offenen Armen willkomenn

Das schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht. (Jean Paul)

1. Weil endlich wieder Draußen

Die Tage werden länger, die Sonne stärker und leise sagt alles dem Winter Adieu. Fauna und Flora erwachen aus ihrem Winterschlaf und der Mensch streift die letzte Müdigkeit ab. So schön es vor dem kuschelig warmen Holzofen auch gewesen sein mag, nun wird es Zeit die müden Knochen wieder zu bewegen und ordentlich Vitamin B zu tanken. Also geht raus! Heißt die Sonne willkommen, holt euch den ersten Sonnenbrand, steigt nach der Arbeit noch auf euren Hausberg hinauf, verbringt eine Nacht im Freien, oder unternimmt noch eine kleine Klettertour im schönen Abendlicht. Egal was, Hauptsache ihr bewegt euch draußen. Nicht umsonst heißt es schließlich Bewegungs- und eben nicht Sitzapparat.

2. Weil Wandern glücklich macht

Für manche von euch ist es sicherlich kein Novum, doch für die, die es noch nicht wissen: Wanderer sind die glücklicheren Menschen. Das belegen unzählige Studien, die sich auf die medizinische Wirkung des Wanderns berufen. So wirkt die Wanderlust vorbeugend gegen Kummer, Antriebslosigkeit oder auch Depressionen. Laut einer Untersuchung der Universität Pittsburgh sollen regelmäßige Ausflüge in die Berge die Wahrscheinlichkeit von altersbedingtem Gedächtnisverlust um 50% minimieren. Darüber hinaus hat das Salzburger Uniklinikum im Rahmen einer Studie für Suizidprävention herausgefunden, dass Wandern gegen Depressionen und psychische Störungen wirkt. Denn mit jedem Höhenmeter, den ihr nach oben steigt, entflieht ihr ein Stück weit dem Alltag und den Problemen im Tal. Der Ausdruck „es geht bergauf!“ rührt also nicht von ungefähr.

In den Frühling wandern

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3. Weil im Frühling alles leichter ist

Jeder von uns kennt es: Die Dunkelheit, das wenige Tageslicht und die eisigen Temperaturen lassen selbst das größte Motivationspotential im frühmorgendlichen Keim der Nebelwolken ersticken. Das ist auch völlig okay, die Tierwelt hält ja nicht umsonst ihren Winterschlaf. Wir Menschen können uns diesen Luxus allerdings nicht erlauben, daher wird so mancher Arbeitstag schon mal zur mentalen und physischen Marathonleistung. Aber nun ist es damit vorbei, denn wenn bereits zum Morgenkaffee die wärmende Sonne in die Stube lacht, dann steigt der Tatendrang schnell ins Unermessliche an. Auf einmal gehen die Tage ganz locker und flockig von der Hand – wo vorher Probleme waren, sind jetzt nur noch Lösungen und die alltägliche Joggingrunde durch den Stadtpark ist keine eisige Tortur mehr, sondern ein erfrischender Bewegungsausgleich zum Tagesabschluss. Ach, wenn bloß immer Frühling wäre…

Wenn die Knospen der Kirschbäume zu blühen beginnen, wissen wir welche Zeit begonnen hat
Foto: unsplash / Jason Leung
Wenn die Knospen der Kirschbäume zu blühen beginnen, wissen wir welche Zeit begonnen hat

4. Weil Liebe in der Luft liegt

Na gut, es mag kitschig klingen, aber die Statistik lügt nicht: Im Frühling verlieben sich weit mehr Menschen als es im Hochwinter der Fall ist. Eigentlich sonnenklar, denn die Hormone spielen verrückt, das Glücks-Barometer springt nach oben und der Mensch erwacht gemeinsam mit der Natur zu neuen Kräften. Frei nach Hesse interpretiert, der meinte, dass „jedem Anfang ein Zauber inne wohnt“, schwebt da auf einmal Etwas in der Luft. Die Wissenschaft meint es liegt am Hormonhaushalt, denn im Frühjahr steigen Serotonin- und Dopamin-Spiegel im Körper rasant an. Dies führt zu einem gesteigerten Wohlbefinden und verstärktem Glücksgefühl – wir fühlen uns schlichtweg wohler in unserer Haut und gehen deshalb vielleicht offener auf unsere Mitmenschen zu, als in der dunklen Jahreszeit. Auf jeden Fall liegt da ein Hauch von Magie in der Luft und bevor ihr es euch verseht, hab ihr Schmetterlinge im Bauch.  

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5. Weil wir Hütten lieben

Zulange schon müssen wir auf die Kaspressknödelsuppe und den Kaiserschmarrn auf der Sonnenterrasse warten. Doch wir glauben fest daran, dass es bald wieder soweit sein wird und die Berghütten und Schutzhäuser ihre Tore öffnen dürfen. Statt Thermoskanne und Daunenjacke heißt es dann im T-Shirt und den Wanderschuhen das Hopfengetränk auf der Holzbank genießen. Und was gibt es Schöneres als nach einer ausgedehnten Wanderung oder Klettertour bei seiner Lieblingshütte anzukommen und von den Hüttenwirten herzlichst in Empfang genommen zu werden. Auch wenn die Hütten-Beherbergung vorerst noch fraglich bleibt, rechnen wir fest damit, dass spätestens nach Ostern das kulinarische Angebot auf den Terrassen möglich sein wird – wir freuen uns schon darauf!

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