Dreitausender

Bergportrait: Sass Rigais (3.025 m)

Wissenswertes • 17. Juni 2019

Der Sass Rigais (3.025 m) ist ein beliebtes Ziel für Klettersteigfans, da der Gipfel nur über zwei Steige erreichbar ist – im Rahmen der Bergwelten Hüttenwoche wird auch die Online-Redaktion einen davon in Angriff nehmen. Auch vom Tal aus macht der mächtige Dreitausender eine gute Figur. Wir stellen den Hauptgipfel der Geislergruppe in den Südtiroler Dolomiten im Detail vor.

Geisleralm mit Sass Rigais im Hintergrund
Foto: mauritius images / imageBROKER / Martin Braito
Die Geislergruppe mit deren höchsten Gipfeln – dem Sass Rigais und der Furchetta

Höhe und Lage

Der wuchtige Sass Rigais ragt 3.025 Meter zwischen Gröden und dem Villnößtal auf – genauso wie seine Nachbarin, die Furchetta. Dennoch stellt der breite Dreitausender den Hauptgipfel der Geislergruppe in den Südtiroler Dolomiten dar. Der Bergkamm steht übrigens im Naturpark Puez-Geisler und ist unter Schutz gestellt. Woher der Name kommt, lässt Vermutungen offen. Fest steht, dass „Sas“ das ladinische Wort für Felsen ist, während unklar ist, ob sich Rigais von „Rehgeiß“ oder vom altladinischen „reguz“, was so viel bedeutet wie senkrechte Felsfalte, ableitet oder gar einen ganz anderen Ursprung hat.

Geschichte

Giorgio und Giovanni Bernard, Bruno Wagner und Eduard Niglutsch gelang es am 4. Juli 1878 erstmals, den Sass Rigais über die Westseite zu besteigen. Erst 10 Jahre später wurde der Weg über den Ostgrat durch den österreichischen Alpinisten und Gesäuse-Erschließer Heinrich Heß und seine Kameraden Robert Hans Schmitt und Karl Schulz erschlossen.

Heinrich Heß
Foto: Wikipedia / schlesinger
Heinrich Heß - erschloss den Weg über den Ostgrat auf den Sass Rigais

Im ersten Jahr des 20. Jahrhunderts gelang es dann den beiden österreichischen Bergsteigern Viktor Wolf von Glanvell und Günther Freiherr von Saar, die fast senkrecht nach Villnöß abfallende Nordwestwand zu durchsteigen.

Der Sass Rigais im Detail

  • Höhe: 3.025 m
  • Lage: Südtiroler Dolomiten
  • Erstbesteigung: 4. Juli 1878

Bergwelten am Fuße des Sass Rigais

Von 17.-23. Juni verlegen wir unser Büro auf die Schlüterhütte in die Südtiroler Dolomiten und erkunden diese ausführlich. Wir halten euch hier und über Instagram auf dem Laufenden.

Bergwelten Hüttenwoche Südtirol Schlüterhütte
Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Die Bergwelten-Hüttenwoche in Südtirol

Die Bergwelten Online-Redaktion zieht in die Dolomiten! Wir werden die Woche vom 17. bis 23. Juni in Südtirol auf der Schlüterhütte auf rund 2.300 m Höhe verbringen und von dort aus den einzigartigen Naturpark Puez-Geisler erkunden. Hier könnt ihr unsere täglichen Berichte lesen.

Touren- und Hüttentipps

Der Klettersteig über den Ostgrat stellt die schwierigere Variante auf den Gipfel dar, belohnt aber mit einer traumhaften Aussicht für die Strapazen des Aufstiegs.

Klettersteige • Trentino-Südtirol

Sass Rigais Ostgrat

Dauer
5:00 h
Anspruch
B/C mäßig
Länge
10,8 km
Aufstieg
1.010 hm
Abstieg
1.020 hm
Regensburgerhütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Regensburger Hütte (2.040 m)

Die Regensburgerhütte (ital. Rifugio Firenze) liegt auf 2.040 m im Südtiroler Naturpark Puez-Geisler, an der nördlichen Talseite des Grödnertals. Das Schutzhaus liegt am Fuße der Geislerspitzen und der Steviagruppe. Die Hüttte wurde im Jahr 1888 von der DÖAV Sektion Regensburg errichtet, im Jahr 1920 wurde sie dann dem CAI-Florenz abgegeben und seit 2010 gehört sie der Autonomen Provinz Bozen. Seit über 70 Jahren wird sie von der Familie Perathoner leidenschaftlich und fleißig bewirtschaftet. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt zum Sass Rigais-Klettersteig und für unterschiedlich schwere Klettertouren vom 3. Grad UIAA aufwärts in der Geisler- und Steviagruppe. Die Hütte bietet sich ebenso als Stützpunkt für einfache Wanderungen in der Region sowie für Touren mit dem Mountainbike an. Eine Besonderheit in unmittelbarer Hüttennähe ist die „Piera Longia" ein steiler Felszahn, der von schwindelfreien Wanderern bestiegen werden kann.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Schlüterhütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Schlüterhütte (2.306 m)

Die Schlüterhütte ist eine Schutzhütte in der Peitlerkofelgruppe, mitten im Naturpark Puez-Geisler in den Südtiroler Dolomiten. Sie befindet sich auf einer Höhe von 2.306 m im Gebiet der Gemeinde Villnöß und ist ein optimaler Ausgangspunkt für Wander- und Mountainbiketouren. Unter anderem führen die Dolomitenhöhenwege 2 und 8, sowie der Europawanderweg München-Venedig direkt an der der urigen Hütte vorbei. Mountainbiker kommen auf der Transalp-Route voll auf ihre Kosten.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Geisleralm
Hütte • Trentino-Südtirol

Geisleralm (1.996 m)

Die wunderschön in den südtiroler Dolomiten gelegene Geisleralm (1.996 m) ist eine Pflichtstation bei Wanderungen, Tages- und Skitouren, Schneeschuhwanderungen oder Mountainbike-Touren im Villnösser Tal. Sie ist Teil des Naturparks Puez-Geisler, umringt von den prächtigen Geislerspitzen, und somit perfekter Ausgangspunkt für zahlreiche Gipfeltouren. Übernachtungen sind auf der Geisleralm nicht vorgesehen, man kann aber auf den Ranuihof ausweichen, welcher ebenfalls von Familie Runggatscher bewirtschaftet wird. 
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

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