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Dreitausender

Bergportrait: Sass Rigais (3.025 m)

• 13. September 2021

Der Sass Rigais (3.025 m) ist ein beliebtes Ziel für Klettersteigfans, da der Gipfel nur über zwei Steige erreichbar ist. Auch vom Tal aus macht der mächtige Dreitausender eine gute Figur. Wir stellen den Hauptgipfel der Geislergruppe in den Südtiroler Dolomiten im Detail vor.

Geisleralm mit Sass Rigais im Hintergrund
Foto: mauritius images / imageBROKER / Martin Braito
Die Geislergruppe mit ihren höchsten Gipfeln – dem Sass Rigais in der Mitte und der Furchetta links

Höhe und Lage

Der wuchtige Sass Rigais ragt 3.025 Meter zwischen Gröden und dem Villnößtal auf – genauso wie seine Nachbarin, die Furchetta. Dennoch stellt der breite Dreitausender den Hauptgipfel der Geislergruppe in den Südtiroler Dolomiten dar. Der Bergkamm steht übrigens im Naturpark Puez-Geisler und ist unter Schutz gestellt. Woher der Name kommt, lässt Vermutungen offen. Fest steht, dass „Sas“ das ladinische Wort für Felsen ist, während unklar ist, ob sich Rigais von „Rehgeiß“ oder vom altladinischen „reguz“, was so viel bedeutet wie senkrechte Felsfalte, ableitet oder gar einen ganz anderen Ursprung hat.

Geschichte

Giorgio und Giovanni Bernard, Bruno Wagner und Eduard Niglutsch gelang es am 4. Juli 1878 erstmals, den Sass Rigais über die Westseite zu besteigen. Erst 10 Jahre später wurde der Weg über den Ostgrat durch den österreichischen Alpinisten und Gesäuse-Erschließer Heinrich Heß und seine Kameraden Robert Hans Schmitt und Karl Schulz erschlossen.

Heinrich Heß
Foto: Wikipedia / schlesinger
Heinrich Heß - erschloss den Weg über den Ostgrat auf den Sass Rigais

Im ersten Jahr des 20. Jahrhunderts gelang es dann den beiden österreichischen Bergsteigern Viktor Wolf von Glanvell und Günther Freiherr von Saar, die fast senkrecht nach Villnöß abfallende Nordwestwand zu durchsteigen.

Der Sass Rigais im Detail

  • Höhe: 3.025 m
  • Lage: Südtiroler Dolomiten
  • Erstbesteigung: 4. Juli 1878

Tourentipp

Der Klettersteig über den Ostgrat stellt die schwierigere Variante auf den Gipfel dar, belohnt aber mit einer traumhaften Aussicht für die Strapazen des Aufstiegs.

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