ÜBER DIE ENTSTEHUNG DER GLOCKNERSTRASSE

Die sportliche Straße: Unterwegs auf der Großglockner Hochalpenstraße

Historisches • 30. Mai 2018
von Simon Schöpf

Die Glocknerstrasse bietet unzählige Möglichkeiten, um aus dem Auto auszusteigen und die Aussicht zu geniessen oder die Schnürsenkel seiner Wanderschuhe festzuziehen und einfach loszumarschieren. Hier hat der Autor drei Tourenempfehlungen für euch zusammengestellt.

Der Glockner: Berg der Berge
Foto: Simon Schöpf
Der Glockner: Berg der Berge

Noch viel schöner, als einfach von Bruck nach Heiligenblut zu fahren, ist allerdings: Dazwischen möglichst oft stehen bleiben, aussteigen, Wanderschuhe schnüren, losmarschieren. Die Glocknerstraße ist ein einmaliges Eintrittstor in die Wunderwelt des Nationalparks Hohen Tauern, ihre Kehren ideale Ausgangspunkte für hochalpine Wanderungen und Spaziergänge. 3 Tourentipps für Aktive.

1. Am Naßfeld-Stausee (ca. 2h, 400 HM)

  • Fühlt sich ein bisschen an wie auf Island: Wer das Auto am Naßfeld-Stausee stehen lässt und an dessen Ufern flaniert, kommt vorbei an tosenden Wasserfällen und friedlich grasenden Schafen. Eine schöne Wanderung führt über den Pfandlschartensee zur Unteren Pfandelscharte (2.663 m), Retour ist eine Variante über den Kärntner Grenzweg zum Glocknerhaus möglich (gut gekennzeichnet, 100 HM Gegenanstieg)
  • Ausgangspunkt: Kehre 3 an der Gletscherstraße (Naßfeld-Stausee, 2.248 m)
  • Anforderungen: Unschwierig (wenig begangene Route, nicht markiert)

2. Brennkogel vom Hochtor (5.30h, 680 HM)

  • Ein 3.000er soll’s sein? Bitteschön, Brennkogel, 3.018 m. Vom Südportal des Hochtors geht man hier vorbei an kristallklare Bergseen (Brettersee, 2h, 2.482 m) Richtung Gipfel, der auch „Goldberg“ genannt wird. Auch für Peter Embacher ist der Brennkogel einer der Lieblingsplätze, die von der Straße aus erreichbar ist, „der leichteste 3.000er im Gebiet, mit wunderbaren Überblick über die ganze Gegend.“
  • Ausgangspunkt: Hochtor Südportal, 2.504 m
  • Anforderungen: Häufig begangen, unschwierig

3. Gamsgrubenweg (2h, 410 HM)

  • Die vielleicht schönste Promenade der Ostalpen: Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe startet diese Wanderung auf breiten Wegen schnurstracks auf den weißen Johannisberg zu, links unter uns die Pasterze und hoch darüber, der Großglockner. Landschaftlich ungemein reizvoll und leicht machbar, lohnt sich diese kleine Wanderung für ein unbeschwertes Füßevertreten nach langer Fahrt, geradeaus hinein ins Herz der Alpen.
  • Ausgangspunkt: Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, (2.369 m)
  • Anforderungen: Unschwierig, häufig begangen, Geführte Wanderungen zum Wasserfallwinkel (täglich Anfang Juli – Anfang September)

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