Skihochtour Dufourspitze von Furi

Tourdaten

Anspruch Dauer Länge
ZS+ anspruchsvoll 11:00 h 28,2 km
Aufstieg Abstieg Max. Höhe
2.060 hm 3.020 hm 4.619 m

Details

Beste Jahreszeit: März bis Juni
  • Einkehrmöglichkeit
Skitouren • Wallis

Mittaghorn

Anspruch
ZS+
Länge
31,7 km
Dauer
9:00 h

Die Skihochtour der Superlative auf den höchsten Gipfel der Schweiz: Der Monte Rosa ist ein ganzes Massiv mit zahlreichen Gipfeln über 4.000 m und bietet zwei völlig unterschiedliche Seiten.

Die Route führt ab der neuen Monte-Rosa-Hütte durch spaltenreiche, aber meist gut verschneite Gletscher bis auf etwa 4.000 m. Hier muss man sich entscheiden: entweder für den klassischen und abwechslungsreichen, aber etwas anspruchsvolleren Westgrat – Skidepot unter dem „Sattel“ (4.359 m) – und anschliessend kombinierter Grat mit Kletterstellen (II), die auch mit Schneeauflage gut zu meistern sind. Oder man nimmt die kürzere Variante, die im oberen Teil durch ein faszinierendes System riesiger Gletscherabbrüche verläuft und ihr Skidepot am Silbersattel (4.515 m) hat, zwischen Nordend und Dufourspitze.

Ist man auf dem Gipfel mit 4.634 m angekommen bietet sich eine fabelhafte Aussicht auf das gesamte Walliser Tal. Und es wartet eine der längsten Abfahrten der Alpen in einmaliger Umgebung – bei entsprechenden Verhältnissen geht es fast 3.000 Hm am Stück hinab bis nach Zermatt!

💡

Diese Tour stammt aus dem Buch „Walliser Alpen - zwischen Furka und Grossem St. Bernhard“ von Daniel Häussinger und Michael Waeber, erschienen im Bergverlag Rother.

Die neue Monte-Rosa-Hütte auf 2.883 m hat nach der Eröffnung viele Diskussionen angefacht, wie viel Luxus und Komfort in einer Berghütte erstrebenswert sind – man fühlt sich eher an ein Hotel erinnert. Lobenswert ist auf jeden Fall der Versuch, den Energiebedarf nahezu ohne fossile Brennstoffe zu decken – wenn allerdings alle Übernachtungsgäste von den angebotenen Duschgelegenheiten Gebrauch machen, rückt dieses Ziel in weite Ferne und die Abwasseranlage ist deutlich riechbar ebenfalls überfordert.

Diese anspruchsvolle, lange Route ist nur für akklimatisierten Geher! Ein immer noch andauerndes Ärgernis ist der Heliskiing-Landeplatz auf 4.100 m in Sicht- und Hörweite der Aufstiegsroute.

Wer einmal das Glück hatte, an einem wolkenlosen Herbstmorgen aus der vollkommen flachen italienischen Poebene, etwa in der Gegend von Novara, nach Westen schauen zu dürfen, der wird sich immer an diesen Anblick erinnern: Scheinbar mitten im Himmel ragt ein riesiger, leuchtender Berg auf, der in allen Rot- und Rosa-Tönen schimmert – es sind die Eisfelder der über 2,5 km hohen und 3 km breiten „Macugnaga-Wand“, wie die Monte-Rosa-Ostwand auch genannt wird, die die Sonne widerspiegeln. So schön die rosa Farbe auch ist, der Name ­„Monte Rosa“ kommt jedoch vom dialektfranzösischen Wort „ rouese“ für Gletscher.

Anfahrt

Zu Fuss oder mit der Seilbahn zum Rotenboden (2.815 m), bzw. dem Bgst. Stockhorn (3.405 m).

Monte Rosa Hütte
Die Monte Rosa Hütte des SAC ist „outstanding“ in vielerlei Hinsicht: Im wahrsten Sinne „outstanding“, weil sie nur über den Gornergletscher im Kanton Wallis zu erreichen ist – reine Wanderer, die noch nie auf Steigeisen gestanden sind, sollten sich besser einem Bergführer anvertrauen. Revolutionär und zukunftsweisend ist auch das Energiekonzept der 100 m oberhalb der alten Hütte gelegenen neuen Monte Rosa Hütte, welches zusammen mit der ETH Zürich entwickelt wurde. Die Architektur ist von außen eine der modernsten Hütten der Alpen und aufgrund der speziellen Lage weithin zu sehen. Etwas Besonderes ist auch das Gipfelmenü, das rund um die Hütte geboten wird: Mit Dufourspitze (4.634 m) und Nordend (4.609 m) sind der zweit- und der dritthöchste Gipfel der Alpen von der Hütte aus zu erreichen. Aber auch andere von der Monte Rosa Hütte erreichbare Gipfel wie Liskamm (4.527 m), Zumsteinspitze (4.563 m) und Signalkuppe (4.554 m) gehören zu den ganz hohen Gipfeln der Alpen. Während die Gipfel für Viertausender technisch nicht allzu schwierig sind, braucht man sich konditionell keine Sorgen zu machen, unterfordert zu sein: alle Touren sind extrem lang. So lang, dass viele Hochtourengeher die Monte Rosa Hütte mit den umliegenden Viertausendern im Rahmen einer Durchquerung besuchen – der sogenannten „Spaghettirunde“. Der reine Wanderer hat allerdings rund um die Hütte einen sehr eingeschränkten Aktionsradius: spätestens nach einer Stunde steht man an einen der umliegenden Gletscher an.
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Skitouren • Wallis

Lötschentaler Breithorn

Dauer
14:30 h
Anspruch
ZS- anspruchsvoll
Länge
36 km
Aufstieg
3.415 hm
Abstieg
3.415 hm
Skitouren • Wallis

Ferdenrothorn

Dauer
6:30 h
Anspruch
ZS- anspruchsvoll
Länge
15,2 km
Aufstieg
1.770 hm
Abstieg
1.700 hm

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