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Österreichische und Schweizer Klassiker

Großartige Skihochtouren: 6 herausragende Alpengipfel

Anzeige • 3. Dezember 2021

Die höchsten Gipfel der Alpen sind seit jeher Anziehungspunkte für Bergsteiger und Skitourengeher und das hat sich bis heute nicht geändert. Noch immer üben die weitläufigen Gletscher mit ihren imposanten Eisbrüchen, steil abfallende Felsflanken und ausgesetzte Grate eine große Faszination aus. Dazu kommt die Höhe von weit über 3.000 m, alpinistische Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, und ein Gefühl von Stolz und Dankbarkeit, wenn man über allen Gipfeln steht. 

Gemeinsam mit dem ROTHER Bergverlag haben wir hier 6 großartige Skihochtouren, sowohl in den West- als auch in den Ostalpen, zusammengestellt, die jede für sich einzigartig ist.  

Die Österreichischen Alpen bieten mit dem Großvenediger ein fantastisches Hochtourenziel.
Foto: Klaus Haselböck, Bergwelten
Die Österreichischen Alpen bieten mit dem Großvenediger ein fantastisches Hochtourenziel.

Die beste Zeit für Skihochtouren ist der Spätwinter bzw. Frühling, d.h. ab Ende Februar bis Mai sind die Verhältnisse meist ideal. In dieser Zeit haben auch die klassischen Hochtourenhütten geöffnet und sorgen für Unterkunft und Verpflegung.

Komplette Gletscherausrüstung, Erfahrung und Kondition sind für die vielfach langen Touren allerdings unerlässlich. Keinesfalls darf die Spalten- oder Eisschlaggefahr am Gletscher unterschätzt werden. Wer unsicher ist, sollte sich für seine Traumtour einen Bergführer buchen.

1. Wilder Pfaff, 3.456 m

Stubaier Alpen, Tirol

Wir beginnen mit einer relativ leichten und dank Seilbahnunterstützung im Verhältnis kurzen Tour in den Tiroler Bergen: Tatsächlich ist der Wilde Pfaff trotz seiner stolzen Höhe von 3.456 m skitechnisch als nur mittelschwer einzustufen. Besondere Steilstufen oder Engstellen fehlen und die Spaltengefahr am Gletscher ist bei Einhaltung der üblichen Route recht gering. Und trotzdem oder gerade deswegen ist er ein absolut lohnendes Tourenziel, das auch noch mit der Besteigung des benachbarten Zuckerhütls kombiniert werden kann. Die Abfahrt sollte, vor allem wenn man nicht entlang der Aufstiegsspur abfährt, nicht unterschätzt werden und verlangt noch einmal volle Konzentration.

Anstieg (mit Seilbahnunterstützung): 2,15 h Gehzeit, 750 Höhenmeter

Besonderheiten der Tour:

  • Mit Seilbahn- und Liftunterstützung bis zum Pfaffenjoch, Anfellplatz.
  • Großartige Tour ohne extreme Schwierigkeiten.
  • Fantastisches Panorama über die Stubaier und Ötztaler Alpen.
  • Kombinierbar mit dem Zuckerhütl, 3.507 m.

Buchtipp:
Diese und weitere Touren findest du im Rother Skitourenführer „Brenner-Region: Innsbruck – Stubai – Wipptal – Sterzing von Rudolf und Siegrun Weiss und Markus Stadler, erschienen im Rother Bergverlag. 

Die Skihochtour auf den Wilden Pfaff ist im Rother Skitourenführer „Brenner-Region: Innsbruck – Stubai – Wipptal – Sterzing" enthalten.

2. Der Großvenediger, 3.657 m, von Norden

Hohe Tauern, Salzburg

Der Großvenediger, einer der höchsten und formschönsten Gipfel der Hohen Tauern, ist aufgrund seiner weitläufigen, teils flachen Gletscher ein begehrtes Ziel vieler Skitourengeher. Sowohl von Norden aus dem Salzburger Obersulzbachtal als auch von Süden vom Osttiroler Innergschlöss erreicht man den Gipfel des Großvenedigers mit seinen 3.657 m Höhe.

Wer die Tour von Norden aus beginnt, startet am Hopffeldboden und steigt vorerst über die Berndlalm und die Postalm zum Materiallift der Kürsinger Hütte auf. Danach geht es über das Obersulzbachkees zum Zwischensulzbachtörl und weiter hinauf in die breite Venedigerscharte. Von hier erreicht man zuerst den Vorgipfel (Skidepot) und in wenigen Metern den Hauptgipfel des Großvendigers.

Anstieg: 9 h Gehzeit,  2.580 Höhenmeter. Eine Übernachtung auf der Kürsinger Hütte ist empfehlenswert.

Besonderheiten der Tour:

  • Als Tagestour ist die Besteigung ab dem Hopffeldboden eine der längsten Routen in den Hohen Tauern; im Spätwinter besteht aber meist die Möglichkeit, vom Hopffeldboden bis zur Schneegrenze mit dem Mountainbike zu fahren.
  • Kürsinger Hütte als Stützpunkt; geöffnet ab Anfang März, Hüttentaxi und Gepäcktransport.
  • Sichtbare Veränderungen durch den Gletscherrückgang: im Bereich der Türkischen Zeltstadt – einem ehemaligen großen Eiswall – ist mittlerweile ein See entstanden; Vorsicht, es besteht Gefahr einzubrechen.
  • Weitläufige, oft flache Gletscherterrassen; auf die Spaltengefahr ist aber zu achten.

Buchtipp:
Diese und andere Touren findest du im Rother Skitourenführer Selection „60 große Skitouren Ostalpen“ von Andrea und Andreas Strauß, erschienen im Rother Bergverlag.

Die Skihochtour auf den Großvenediger ist im Rother Skitourenführer Selection „60 große Skitouren Ostalpen“ von Andrea und Andreas Strauß enthalten.

3. Der Großvenediger, 3.657 m, von Süden

Hohe Tauern, Osttirol

Die Besteigung des Großvenedigers von Osttiroler Seite über das bezaubernde Innergschlöss ist für viele die skitechnisch interessantere Variante. Man startet am Matreier Tauernhaus und geht zuerst entlang der Fahrstraße bis ins Innergschlöss. Erst hier beginnt der Anstieg links des flachen Talbodens und später in einem Bogen nach rechts zur Alten Prager Hütte (unbewirtschaftet) und hinauf zur Neuen Prager Hütte. Von der Hütte aus führt der Gipfelanstieg über das Schlatenkees in den Ersten und Zweiten Keesboden. Ab hier ist der Gipfel bereits zu sehen und man steigt direkt auf ihn zu. Über einen kurzen Firngrat erreicht man den Vorgipfel, wo man das Skidepot errichtet, und geht zu Fuß die rund 30 Meter über den schmalen Firngrat zum geräumigen Hauptgipfel des Großvenedigers.

Anstieg: 6,45 h Gehzeit, 2.170 Höhenmeter. Eine Übernachtung auf der Neuen Prager Hütte ist empfehlenswert.

Besonderheiten der Tour:

  • Landschaftliche extrem reizvolle Tour – Talschluss Innergschlöss und Panoramablick von der Neuen Prager Hütte auf das Schlatenkees.
  • Neue Prager Hütte als Stützpunkt, geöffnet von Anfang März bis Anfang Mai.
  • Ausgesetzter Gipfelgrat verleiht der Tour Westalpencharakter.
  • Zwei skitechnisch sehr ansprechende Abfahrtsvarianten: Unter dem Nordgrat des Kleinvenedigers mit meist gutem Pulver, später Firn. Oder Nordabfahrt vom Niederen Zaun (Lawinengefahr beachten) über einen 600 m langen Hang mit konstant 35 Grad Neigung.

Buchtipp:
Diese und weitere Touren findest du im Rother Skitourenführer „Hohe Tauern: Glockner-, Venediger- und Goldberggruppe“ von Wolfgang Pusch, erschienen im Rother Bergverlag. 

Die Skihochtour von Süden auf den Großvenediger ist im Rother Skitourenführer „Hohe Tauern: Glockner-, Venediger- und Goldberggruppe“ von Wolfgang Pusch enthalten.

4. Piz Buin, 3.312 m

Silvretta, Vorarlberg

Der Piz Buin hat einen großen Bekanntheitsgrad. Das mag einerseits an der gleichnamigen Sonnencreme liegen, aber vor allem daran, dass er ein toller Gipfel ist. Außerdem ist er der höchste Berg Vorarlbergs und immerhin der dritthöchste der Silvretta. Von ganz oben genießt man dank der zentralen Lage zudem einen fantastischen Rundumblick. Die Skibesteigung ausgehend von der Bielerhöhe über die Wiesbadener Hütte sollte man allerdings nicht unterschätzen. Bis zur Buinlücke gelangt man problemlos mit Skiern. Für den Gipfelanstieg sind dann Steigeisen und Pickel meist hilfreich und in der kurzen Passage am Fels, vor allem im Kamin, muss eventuell sogar gesichert werden.

Anstieg: 5,15 h Gehzeit, 1.330 Höhenmeter

Besonderheiten der Tour:

  • Durch den hoch gelegenen Ausgangspunkt bei der Bielerhöhe sind bis zum Gipfel nur noch 1.330 Höhenmeter zu bewältigen.
  • Anspruchsvoller Gipfelbereich in kombiniertem Gelände.
  • Wiesbadener Hütte ab Ende Februar geöffnet; eignet sich gut als Stützpunkt.
  • Tolle Abfahrt über die schönen Skihänge des Ochsentaler Gletschers bis in den Talboden.

Buchtipp:
Diese und weitere Touren findest du im Rother Skitourenführer „Vorarlberg: Bregenzerwald – Rätikon – Silvretta“ von Stefan Herbke, erschienen im Bergverlag Rother. 

Die Skihochtour auf den Piz Buin ist im Rother Skitourenführer „Vorarlberg: Bregenzerwald – Rätikon – Silvretta“ von Stefan Herbke enthalten.

5. Tödi, 3.614 m

Glarner Alpen, Schweiz

Der Tödi wird als „König der Glarner Alpen“ bezeichnet und überragt seine Nachbargipfel um viele Meter. Das Massiv bestehend aus Piz Russein, 3.614 m, Sandgipfel, 3.390 m, und Glarner Tödi, 3.574 m, mit seiner markanten, weißen Eiskappe, den steilen Felsflanken und Hängegletschern überragt das Linthal und zieht alle Blicke auf sich. Erstaunlich, dass man die höchste Erhebung des Massivs – den Piz Russein – bei guter Schneelage relativ problemlos mit Skiern erreicht. Allerdings ist die Tour mit Start in Tierfehd im Linthal mit 8,5 h sehr lange (nur Anstieg) und die Eisbrüche am Gletscher verlangen viel Erfahrung.

Über die Vordere und Hintere Sand erreicht man zunächst die Fridolinshütte. Danach quert man zum Bifertenfirn und steigt am Gletscher auf. Die Schlüsselstelle ist der zweite Bruch, der nur bei viel Schnee eine Durchstiegsmöglichkeit bietet. Oberhalb des Bruchs eröffnet sich bald das südseitige Becken des Bifertenfirns, durch das man das Gipfelplateau erreicht. Ohne Schwierigkeiten gelangt man mit Skiern auf den Piz Russein.

Anstieg: 8,5 h Gehzeit, 2.900 Höhenmeter

Besonderheiten der Tour:

  • Gipfel direkt mit Skiern zu erreichen, traumhafte Rundumsicht.
  • Anspruchsvolle Gletscherpassagen mit imposanten Eisbrüchen, die nur bei guten Verhältnissen machbar sind und viel Erfahrung voraussetzen.
  • Fridolinshütte zwischen Ostern und Pfingsten bewirtschaftet, sonst offener Winterraum; bietet Unterkunft und Verpflegung.
  • Tolle und sehr lange Abfahrt.

Buchtipp:
Diese und weitere Touren findest du im Rother Skitourenführer „Ostschweiz: Appenzell – Toggenburg – Glarner Alpen“ von Stefan Herbke, erschienen im Rother Bergverlag.

Die Skihochtour auf den Tödi ist im Rother Skitourenführer „Ostschweiz: Appenzell – Toggenburg – Glarner Alpen“ von Stefan Herbke enthalten.

6. Strahlhorn, 4.190 m

Walliser Alpen, Schweiz

Das Strahlhorn beweist, nicht immer muss der höchste Gipfel auch der schwierigste sein. Der Gipfel des Strahlhorns ist tatsächlich problemlos mit Skiern zu erklimmen und stellt mit seinen weiten Gletscherflächen ein geradezu ideales Skitourenziel dar. Die dank Seilbahnen ab Saas-Fee gut erreichbare Britannia Hütte ist Stützpunkt und Ausgangspunkt der Tour. Allerdings sollte hier unbedingt vorher reserviert werden, dann der Andrang auf die Hütte ist groß.

Von der Hütte aus fährt man erst zum Hohlaubgletscher ab, steigt auf ihm bis zum Ende auf, betritt den Allalingletscher und erreicht unterhalb des Allalinhorns ein weites Gletscherplateau, das zum Adlerpass leitet. Ist der Gipfel sehr abgeblasen, empfiehlt es sich, hier ein Skidepot zu errichten. Bei guten Bedingungen kann man den Gipfel des Strahlhorns aber durchaus mit Skiern besteigen.

Anstieg: 5 h Gehzeit, 1.280 Höhenmeter

Besonderheiten der Tour:

  • Dank Seilbahnunterstützung ein relativ leicht zu erreichender Viertausender, der ein traumhaftes Panorama bietet.
  • Skitechnisch nicht besonders schwierig, Gipfel bei guten Verhältnissen mit Skiern zu erreichen.
  • Britannia Hütte als Stützpunkt; weitere tolle Touren im Gebiet sind z.B. das Allalinhorn, der Alphubel oder das Rimpfischhorn.
  • Lange Abfahrt, zuletzt über die Skipisten ins Tal.

Buchtipp:
Diese und weitere Touren findest du im Rother Skitourenführer Walliser Alpen - zwischen Furka und Grossem St. Bernhard“ von Michael Waeber und Daniel Häußinger, erschienen im Rother Bergverlag. 

Die Skihochtour auf das Strahlhorn ist im Rother Skitourenführer „Walliser Alpen - zwischen Furka und Grossem St. Bernhard“ von Michael Waeber und Daniel Häußinger enthalten.

Die Rother-Skitourenführer immer mit dabei

Die Skitourenführer des ROTHER Bergverlages sind auf allen Skitouren unerlässliche Begleiter. Detailbeschreibungen der Routenführung, insbesondere am Gletscher, wertvolle Tipps zu Schlüsselstellen und Umgehungsmöglichkeiten sowie Informationen zu Winterräumen und Hüttenöffnungszeiten zeichnen die handlichen Bücher aus. Zudem passen sie dank ihres praktischen Formates in jeden Rucksack und geben ihre Informationen unabhängig von Strom oder Netzabdeckung preis. Da kann es durchaus vorkommen, dass man auf der Hütte durch einen der vielen Bände blättert und gleich noch einen Tag anhängt, um einen weiteren Gipfel im Gebiet zu erklimmen. 

Die praktischen Rother Skitourenführer passen in jeden Rucksack.
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