
Blick von der Britanniahütte zum Strahlhorn. Man sieht einen Großteil der Route gut ein. Foto: Jörn Heller 
Am flachen Allalingletscher, unterhalb des Allalinhorn. Foto: Jörn Heller 
Im Bereich des Adlerpass werden die Skier kurz getragen. Foto: Jörn Heller 
Am Adlerpass. Im Hintergrund das Allalinhorn. Foto: Jörn Heller 
Tagepassage oberhalb des Adlerpass. Hier gilt es Wechten und Triebschneeansammlungen zu beachten. Foto: Jörn Heller 
Blick zurück zum Adlerpass. Foto: Jörn Heller 
Gipfelanstieg Strahlhorn Foto: Jörn Heller 
Gipfelplateau Strahlhorn mit Blick zum Matterhorn Foto: Jörn Heller 
Abfahrt vom Strahlhorn Foto: Jörn Heller 
Abfahrt am Allalingletscher. Foto: Jörn Heller Bildergalerie (10)

Das 4.190 m hohe Strahlhorn in den Walliser Alpen ist ein formschöner, technisch einfacher Berg, der dennoch nicht zu unterschätzen ist. Es zählt zu den bekannten Viertausendern von Saas-Fee und liegt in einer noch stark vergletscherten Landschaft. Obwohl der Anstieg von der Britanniahütte keine besonders schwierigen Passagen aufweist – ein Großteil der Route führt über den sanften Allalingletscher –, ist Vorsicht geboten, denn es sind Spaltenbereiche zu überwinden und bei schlechter Sicht oder beim Anlegen der ersten Spur ist dies nicht trivial.
Einkehrmöglichkeit Aussichtsreich Tour ab Hütte

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Strecke: 5-10 km Aufstieg: über 1.200 m Dauer: 4-6 h

Besonders schön und auch spektakulär ist die Überschreitung des Strahlhorns. Es empfiehlt sich von der Britanniahütte aufzusteigen und nach Blauherd abzufahren. Dank Öffis lässt sich der Kreis zwischen Saas- und Mattertal gut schließen.
Wegbeschreibung
Aufstieg
Die Tour beginnt mit einem kurzen Abstieg zum Hohlaubgletscher, den man Richtung S überquert. Nach gut einem Kilometer wendet man sich Richtung SW und steigt parallel (jedoch mit Abstand!) zum Hohlaubgrat am flachen Allalingletscher an. Spalten sind am Allalingletscher omnipräsent und nicht immer erkennt man sie im flachen Gelände leicht. Es empfiehlt sich daher im Aufstieg anzuseilen. Vorbei am Allalinhorn (4.027m, rechterhand) und an der Abzweigung zum Allalinpass (siehe Rimpfischhorn), hält man auf den Adlerpass zu. Der Kurs dreht nun nach SSW und insbesondere im Bereich zwischen 3.300–3.440 m Seehöhe gilt es einige Séracs und große Gletscherspalten zu berücksichtigen. Sie grenzen an die Felsen des Rimpfischhorn an und werden links umgangen. Der letzte Anstieg zum Adlerpass (3.777 m) ist etwas steiler und beinhaltet den Bergschrund, den es zu überwinden gilt.
Vom Adlerpass steigt man nun Richtung SO zu P.3954 auf. Die Skier tragend steigt man im Bereich des vergletscherten Rückens bzw. über den Schneegrat auf (Vorsicht Wechten!), dem der Route nahegelegenen Gletscherbruch weicht man somit rechts aus. Es ist dies die objektiv sicherste Anstiegsroute. Bei günstigen Bedingungen (v.a. auch bei guter Sicht und geringer Lawinengefahr) kann der Bruch auch links mit Skiern umgangen werden. Hierbei sind große Spalten zu überqueren und das Gelände beinhaltet einen möglicherweise lawinengefährdeten Hang. Oberhalb von P.3954 flacht das Gelände ab und man gelangt ohne nennenswerte Schwierigkeiten zum Strahlhorn (4.190 m). Der Abschnitt vom Adlerpass zum Gipfel erfordert etwa zwei Stunden.
Abfahrt
Entlang der Aufstiegsroute.
Varianten
Das Strahlhorn kann auch von der Zermatter Seite erreicht werden. Von Blauherd aus (2.574 m, Lift-Bergstation) erreicht man über Pisten den Stellisee (2.538 m) und das Berghaus Flue/Fluhalp (2.616 m). Von der Hütte auf den markanten Moränenrücken, vorbei an P.2700 und an geeigneter Stelle rechts hinab in den Auslaufbereich des Findelgletschers (ca. 100 Höhenmeter abwärts, 35-40° steil). Am Gletscher bleibt man links (im nördlichen Randbereich) und bei ca. 2.800 m Seehöhe verlässt man ihn wieder über eine Rampe vor einer kleinen Felswand. Die Rampe bildet den Übergang zum Adlergletscher, den man südlich an P.3008 vorbei erreicht. Am orographisch rechten (nördlichen) Randbereich des Adlergletschers Richtung Adlerpass, wobei das Gelände zunehmend steiler wird. Nur bei sehr günstigen Bedingungen kann der Steilhang unterhalb des Pass mit Skiern begangen werden – die Steileisen sollten griffbereit, die Skihalterung des Rucksacks erkundet sein. Knapp unterhalb des Adlerpass kann man wahlweise nahe der Felsen in einer Mulde aufsteigen oder im Steilhang rechts von ihr. Man gelangt auf die beschriebene Route von der Britanniahütte und ist sofort mit dem Schneegrat (Wechten?) konfrontiert. Mit dieser Route ergibt sich eine tolle Überschreitungsmöglichkeit.
Die wichtigsten Infos in Kürze:
Ausgangspunkt: Britanniahütte (3.030 m)
Stützpunkt: Britanniahütte (3.030 m)
Höhenmeter Aufstieg: 1.250 Hm
Höhenmeter Abfahrt: 1.250 Hm
Aufstiegszeit: Ca. 5 h.
Ausrüstung: Vollständige Ausrüstung für Skihochtouren inklusive Steigeisen, Eispickel und Helm. Empfohlen wird ein leichtes Einfachseil. Auch ein Halbseil ist möglich, denn die Route weist keine Felspassagen auf.
Alternative Touren/Varianten: Rimpfischhorn (4.199 m, WS+), Fluchthorn (3.794 m, WS+).
Lokale Experten: In Saas-Fee und Saas-Grund gibt es fünf verschiedene Bergführerbüros.
Anfahrt und Parken
Aus dem Norden via Bern durch den Lötschberg-Autoverladetunnel. Es fahren bis zu sechs Autozüge pro Stunde und Richtung. Die Autozüge der BLS zwischen Kandersteg und Goppenstein verkehren täglich im Halbstundentakt. Die Abfahrten erfolgen jeweils um xx:13 und xx:43 Uhr in beide Richtungen.
Aus dem Osten über den Furkapass bzw. den Furka-Autoverladtunnel.
Aus dem Süden via Simplonpass bzw. Simplon-Autoverladetunnel, ca. 60-Minuten-Takt.
Aus dem Westen über Lausanne entlang dem Rhonetal bis Visp und von dort Richtung Saas-Fee.
Von Visp nach S in Richtung Saas-Fee. Im Kreisel Killerhof nach Stalden die zweite Ausfahrt nach Saas-Fee.
Von allen größeren Schweizer Städten gibt es direkte Zugverbindungen nach Visp. Vom Bahnhof in Visp gelangt man mit dem Bus 511 in das Saastal.
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