Skifilm: The White Maze

The White Maze: Die Crew hinter dem Film (Teil 3)

Interview • 26. Januar 2017
von Simon Schöpf

Der Skifilm „The White Maze“ erzählt die Geschichte der Erstbefahrung des höchsten Berges in Ostsibirien, dem Gora Pobeda. Was es heißt, bei -50° zu filmen und wer hinter dem Projekt steht haben uns die Protagonisten im Interview erzählt.

Bergwelten: Wer hat euch auf eurer Expedition begleitet?

Matthias: Wir waren eine fünfköpfige Crew, darunter ein Fotograf und zwei Kameramänner, die aber in erster Linie erfahrene Bergsteiger sind und für so eine extreme Reise sehr gut vorbereitet waren. Der Schweizer Fotograf Jonas Blum begleitet uns schon seit 2012. Johannes Aitzetmüller und Moritz Sonntag waren unsere Kameramänner. Moritz ist ein Canyoning-Profi und Johannes ist auch ständig in den Bergen unterwegs. Bei so einer Expedition ist es extrem wichtig Leute in deinem Team zu haben, die auch in schwierigen Situationen nicht aufgeben.

Die Crew von The White Maze
Foto: Jonas Blum
Die motivierte Crew von The White Maze

Was waren die größten Herausforderungen beim Filmen?

Hauni: Die Kälte war sicher eine große Herausforderung, da die Akkus schnell leer werden. Wir haben viele Zusatzakkus mitgenommen und versucht, sie so gut es ging warm zu halten. In der Nacht haben wir beispielsweise die Akkus untereinander aufgeteilt und unsere Schlafsäcke damit gefüllt. Alles andere waren Standardherausforderungen für die Crew. Es war im Gesamten eine gut funktionierende Partie.

Matthias: Der größte Unterschied zu einer normalen Expedition ist das Gewicht. Alleine die Akkus der Kamera haben insgesamt 30 kg gewogen. Der Transport des Gepäcks macht das Projekt schon um einiges schwieriger.

Expedition durch das Tscherskigebirge in Ostsibirien
Foto: Jonas Blum
Expedition durch das Tscherskigebirge in Ostsibirien

Abgesehen vom Gora Pobeda: Was ist eure Lieblingsskitour?

Hauni: Der Kaiser Express in Tirol!

Matthias: Ich habe ehrlich gesagt keine Lieblingsskitour. Die interessantesten Skitouren sind meiner Meinung in Österreich, da hier alles so gut vernetzt ist. Man kann jeden Tag einen anderen Berg besteigen und hat immer die besten Bedingungen.

Seid ihr im Winter in Österreich oder immer auf Reisen?

Hauni: Mittlerweile sind wir immer öfters in Österreich um uns auf Expeditionen vorzubereiten. Vor ein paar Jahren waren wir noch sehr viel unterwegs.

Matthias: Wir sind jedes Jahr über einen Monat nur für das Projekt im Ausland und sind im Herbst fast 3 Monate auf Kinotour. Den Winter genießen wir aber in Österreich.

Hauni und Matthias, vielen Dank für das Interview und viele schöne Pulver-Schwünge!

v.l.n.r. Matthias "Hauni" Haunholder und Matthias Mayr
Foto: Jonas Blum
v.l.n.r. Matthias "Hauni" Haunholder und Matthias Mayr

Der Tiroler Matthias Haunholder alias „Hauni“ ist über Contests zum Freeriden gekommen und war 6 Jahre erfolgreich auf der Freeride World Tour unterwegs. Nebenbei hat sich Hauni aber immer schon mit dem Filmen beschäftigt.

Matthias Mayr kommt aus Niederösterreich und lebt seit einiger Zeit in Salzburg. Er ist seit über 10 Jahren in diesem Metier hauptberuflich beschäftigt. Matthias ist auch Contests gefahren, hat sich aber immer schon mit Filmen beschäftigt.

2008 haben Hauni und Matthias das erste gemeinsame Projekt in Chile gestartet. Seitdem haben die beiden neben den Contests jedes Jahr konsequent einen Film gedreht. Seit 2013 konzentrieren sich Hauni und Matthias ganz auf Filme. Die beiden haben sich dadurch auch immer mehr vom klassischen Freeriden hin zum Abenteuer-Freeriden entwickelt.

Tipp

Der Film „The White Maze“ ist hier im Stream verfügbar.

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