
So packst du deinen Rucksack für eine Hochtour
Foto: Berghaus, Moritz Ablinger
Hier erfährst du, worauf du beim Kauf eines Hochtourenrucksacks achten solltest, wie du deine Ausrüstung optimal verstaust und dabei Gewicht sparst.
Mit Bergwelten auf den Großglockner
Bergwelten-Redakteurin Kathi Löffler will sich dieses Jahr einen Traum erfüllen: einmal auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner, steigen. Sei hier und auf unserem Instagram-, Tiktok- und Facebook-Kanal dabei und erfahre, was man können muss, um auf den Großglockner zu gehen, wann man dazu einen Bergführer braucht, welche Route zu einem passt und welche Ausrüstung man dabeihaben sollte.
Dieser Beitrag entstand in bezahlter Kooperation mit Berghaus.

1. Der Rucksack muss passen
Bei der Auswahl deines Hochtourenrucksacks solltest du zunächst darauf achten, dass der Rucksack gut zu deiner Körpergröße und Körperform passt. Hat das Modell die richtige Rückenlänge und sitzen die Schultergurte, ohne zu drücken? Das sind wichtige Fragen, die du dir bei der Anprobe jedes Rucksacks stellen solltest.
Mindestens ebenso wichtig ist, dass dein neuer Wegbegleiter optimal für die von dir geplanten Touren gerüstet ist. 25 bis 35 Liter Packvolumen sollten gut für jedes normale Hochtourenwochenende ausreichen.
Von der Ausstattung her gehören Hüftgurt, Pickel-, Seil- und Helmhalterung zum Standard. Große Schnallen und eine gute Bedienbarkeit mit Handschuhen sind ein zusätzliches Plus.
Auf Hochtour kommt dein Rucksack immer wieder in Kontakt mit Wasser – sei es am Gletscher oder beim Regenschauer –, weshalb ein Rucksack aus wasserdichtem Material sinnvoll ist.
Produkt-Tipp: Die MTN Seeker und MTN Guide Modelle von Berghaus sind wasserdicht, robust und eignen sich dank durchdachter Aufhängungen und Fächeraufteilung perfekt für Touren im Hochgebirge.
2. Weniger ist mehr
Nimm auf deine Hochtour so viel wie nötig und so wenig wie möglich mit. Damit du hier das richtige Gleichgewicht findest und genau die Ausrüstung einpackst, die du wirklich brauchst, hilft es, die Tour im Vorfeld detailliert zu planen: Überlege dir vorab, wo die Schlüsselstellen sind und welches Material ihr in der Gruppe dafür braucht. Wenn du mit Bergführer unterwegs bist, brauchst du meist weniger Ausrüstung, etwa kein Seil. Hinterfrage dabei jedes Ausrüstungsstück und nimm nur mit, was du auch bedienen kannst. Hältst du dich daran, bleibt der Rucksack leicht und du bist nicht nur schneller, sondern auch sicherer unterwegs.
Tipp: Grundsätzlich sollten alle Ausrüstungsgegenstände im Inneren des Rucksacks unterkommen. Nur Stöcke, Helm und Pickel werden außen befestigt und haben dafür eigene Fixierungen.

3. Auf eine optimale Lastenverteilung achten
Trage das meiste Gewicht im Rucksack so nah wie möglich am Körperschwerpunkt, indem du schwere Ausrüstungsgegenstände wie Trinkflasche, Kletterausrüstung und Proviant nah am Rücken, zwischen den Schulternblättern und dem Lendenbereich verstaust. Mittelschwere Ausrüstung wie Kleidung packst du am besten nach oben auf die Außenseite. Ganz unten im Rucksack finden leichte Gegenstände wie Daunenjacke, Hüttenschlafsack und Waschsachen ihren Platz. Achte dabei auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. So ergibt der Rucksack ein kompaktes Bündel, das gleichmäßig auf der Wirbelsäule lastet und dich nicht in deinen Bewegungen einschränkt.

4. Wichtiges immer griffbereit haben
„Was brauche ich wann?" ist die nächste Frage, die du dir beim Packen deines Rucksacks stellen solltest. Achte darauf, dass du alle wichtigen Dinge wie Steigeisen, Pickel, Erste-Hilfe-Set, Handy oder Riegel möglichst schnell erreichen kannst. Packe den Regenschutz in deinem Rucksack möglichst obenauf und verstaue im Deckelfach alle Dinge, die du während der Hochtour regelmäßig brauchst, wie etwa Sonnencreme, Gletscherbrille, Karte, Handy oder Mütze. In deinem Hauptfach helfen dir Packsäcke für deine Wechselkleidung und den Hüttenschlafsack oder das Essen dabei, den Überblick zu behalten.
Tipp: Besonders praktisch für einen schnellen Zugriff auf das Hauptfach sind Rucksäcke mit seitlichem Reißverschluss oder mit umlaufenden Reißverschluss am Rücken.

5. Den Rucksack richtig einstellen
Ist der Rucksack gut gepackt, solltest du ihn im nächsten Schritt auf dich einstellen. Dazu setzt du den Rucksack auf und lockerst alle Riemen des Tragesystems. Beuge dich nun nach vorne und positioniere die Hüftflossen bzw. -gurte genau mittig auf den Hüftknochen. Schließe jetzt die Hüftschnalle und ziehe den Gurt straff, ohne dich dabei einzuengen. Einfache Hüftgurte dienen nur bedingt zur Gewichtsübertragung, was bei kleineren Volumen auch nicht nötig ist.
Als nächstes ziehst du die Schulterriemen so weit an, dass sie etwa 20 bis 30 Prozent der Last des Rucksacks tragen. Justiere nun die Lageverstellriemen und bringe den Rucksack nah an den Körper. So hast du im anspruchsvollen Gelände eine optimale Kontrolle, da der Rucksack deinen Bewegungen schnell folgt und nicht schaukelt.
Damit die Schulterträger nicht verrutschen, schließt du zuletzt noch den Brustgurt. Stelle die Höhe dabei so ein, dass es für dich bequem ist und die Riemen nicht drücken.
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