Vor Ort

Bergwelten-Experten informieren: Tipps für die derzeitige Wetterlage

Aktuelles • 9. Dezember 2016
von Riki Daurer

Blauer Himmel, wenig bis kein Niederschlag und teilweise Nebel – das beschreibt die derzeitige Wettersituation wohl am besten. Ein Rundblick von unseren Experten samt Tourentipps.

 

1. Wandern zur Lilienfelder Hütte

Gutensteiner Alpen, Niederösterreich

Lilienfelderhütte
Foto: Lilienfelder Hütte
Die Lilienfelder Hütte in den Gutensteiner Alpen

Die Hütte liegt im niederösterreichischen Mostviertel, nicht weit weg vom Lilienfelder Hausberg Muckenkogel. Besucher erwarten „gute Wanderverhältnisse und weihnachtlicher Duft aus der Küche“, sagt Jutta Bollwein von der Lilienfelder Hütte, die dieses Wochenende noch geöffnet hat.

Lilienfelder Hütte
Hütte • Niederösterreich

Lilienfelder Hütte (956 m)

Im niederösterreichischen Mostviertel nahe Lilienfeld befindet sich die kleine, aber kulinarisch sehr feine Lilienfelder Hütte (956 m), nicht weit vom einzigen Skilift, der auf den Lilienfelder Hausberg, den Muckenkogel führt. Der Lift überquert den felsigen Fallgraben, durch den der Muckenkogel auch zu Fuß über den so genannten Wasserfallsteig erreichbar ist. Die Bergstation des Liftes befindet sich in der Nähe des Almgasthauses Klosteralm in 1.067 m, etwas weiter unten steht die Lilienfelder Hütte. Für Wanderer, im Winter für Skifahrer, Schneeschuhwanderer, Skitourengeher und Rodler ist sie ein lohnendes Ziel.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

2. Wandern auf die Kampenwand

Chiemgauer Alpen, Bayern

Kampenwand, Bayern

Bettina Löneke vom Bergverlag Rother berichtet: „Wir waren auf der Kampenwand, eine Wandertour von insgesamt ca. 4 Stunden. Der Startpunkt ist in Aigen/Hintergschwendt (825 m) und es lag von unten an Schnee. Der Weg war schon gut festgetreten, mitunter etwas zugefroren und glatt. Oben im Gipfelaufbau muss man gelegentlich die Hände zu Hilfe nehmen, es empfehlen sich also gute Handschuhe. Eine tolle Winterwanderung bei strahlendem Sonnenschein.“

Wandern • Bayern

Kampenwand Rundtour

Dauer
2:00 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
3,9 km
Aufstieg
379 hm
Abstieg
379 hm

3. Rund um die Rudi Hütte

Pustertal, Südtirol

Rudi Hütte im Pustertal

Andreas Egarter, Wirt der Rudi Hütte im Pustertal, sagt: „Wir haben seit dem 2. Dezember wieder geöffnet. Trotz der geringen Naturschneemengen sind die Pisten in einem sehr guten Zustand. Es sind zwar noch nicht alle Pisten und Lifte in Betrieb, aber die Seilbahngesellschaft arbeitet auf Hochtouren um die restlichen verbleibenden Pisten einzuschneien, um sie öffnen zu können. Die Wintersaison geht dann bis zum 2. April.“


4. Skifahren am Arlberg

Tirol/ Vorarlberg

Skifahren am Arlberg

Durch den Bau von vier neuen Bahnen ist der Arlberg nun das größte zusammenhängende Skigebiet in Österreich. Letztes Wochenende wurden die Anlagen eröffnet – Stefan Becker, Macher der Freeride Maps, war schon vor Ort.

„Die Pistenverhältnisse sind top! Nur fehlt derzeit noch der Schnee im Gelände. Erfahrungsgemäß aber dürfte die Region zwischen Rendlspitze im Süden und Mohnenfluh im Norden in Kürze mit Meldungen von extremen Neuschneefällen Schlagzeilen machen. Vorsicht: Felsdurchsetztes Gelände und erhebliche Lawinengefahr in den nordostseitig exponierten Hängen verlangen nach sicheren Verhältnissen und ausgezeichnetem Fahrkönnen.“

Skitouren • Vorarlberg

Mehlsack

Dauer
5:00 h
Anspruch
ZS- anspruchsvoll
Länge
5,3 km
Aufstieg
1.200 hm
Abstieg
1.200 hm

5. Skifahren in Sulden

Suldental, Südtirol

Sulden mit Ortler im Hintergrund
Foto: Anne Wangler
Sulden mit Ortler im Hintergrund

„Waiting for winter“, lautet leider auch das Stichwort für das Skiegebiet in Sulden. „Immer liegt noch sehr wenig Schnee außerhalb der mit Kunstschnee präparierten Pisten. Im Gelände verstecken sich oft tückische Sharks unter der dünnen Schneeschicht“, berichtet uns Anne Wangler, Freeriderin und Projektmanagerin von iskix, der Freeride-App.


6. Mit Bike oder zu Fuß auf den Wallberg

Bayerische Voralpen

Wallberg, Bayerische Voralpen

Sissi Pärsch – Bergwelten-Autorin aus Bayern: „Jedes Mal denke ich mir: wirklich auf den Wallberg?! Er ist einer der beliebtesten Berge überhaupt und dann fährt auch noch die (zugegeben recht urige) Bahn hinauf. Allein ist man da also nie. Und bereut habe ich den Gang wie oft? Kein einziges Mal! Der Wallberg erhebt sich so wunderschön am Südende vom Tegernsee und bereitet dir mit seiner exponierten Lage oben ein Sensationspanorama.

So sind wir am Wochenende wieder bei Inversionswetterlage hochgesprintet, haben bayerische Sonne getankt, lang und viel geschaut (nach baldigen Skitouren) und den Wallberg wie immer genossen. Übrigens ist die Stimmung oben zwar immer trubelig, aber auch immer nett und entspannt. Liegt auch am guten Essen – von  vegan bis deftigst.“


7. Wandern übers Teufelsloch zum Lusen

Nationalpark Bayerischer Wald

Sonnenuntergang am Lusen
Foto: Gregor Wolf
Sonnenuntergang am Lusen

Florian Porst vom Nationalpark Bayerischer Wald berichtet: „Nachdem die letzten Tage von Hochnebel geprägt waren, hat sich nun die Sonne wieder durchgesetzt. Die gleichzeitige klirrende Kälte verwandelt den Nationalpark Bayerischer Wald, wie hier am Lusen zu erleben, in eine märchenhafte Winterlandschaft. Der Schnee dürfte Dank konstanter Minusgrade in den Hochlagen noch einige Zeit erhalten bleiben.“


8. Pitztaler Gletscher

Ötztaler Alpen, Tirol

Pitztaler Gletscher

Die risk’n’fun Trainer sind vor Ort und checken die Locations für die nächsten Trainings: „Die Pisten in den Ötztaler Alpen – genauer gesagt am Pitztaler Gletscher – präsentieren sich bereits in bestem Zustand und laden zu traumhaften Herbsttagen ein. Abseits der gesicherten Pisten ist aber große Vorsicht angesagt – auch wenn es teilweise im hochalpinen Bereich schon einladend ausschaut. Vor allem die Gefahr von „Sharks“ (verdeckten Steinen) und Spalten ist aktuell sehr präsent. Im Rahmen einer Ausbildung, wie etwas risk´n´fun, kann man sich jetzt schon mit den Trainern und Bergführer des Alpenvereins auf den kommenden Freeride-Winter vorzubereiten.“ Termine auf www.risk-fun.com.

 

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