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Touren-Tipps

5 aufregende Familienwanderungen im Kleinwalsertal

Anzeige • 1. April 2022

Im Kleinwalsertal in Vorarlberg treffen Besucher auf eine außergewöhnliche Landschaft mit unberührter Natur, inmitten von 36 imposanten Gipfeln – darunter der Hohe Ifen oder der Große Widderstein. Durchzogen wird das ursprüngliche Tal von vielen klaren Bächen und schönen Wanderwegen, die darauf warten, erkundet zu werden. Für Familien gibt es bei den folgenden fünf Wanderungen besonders viel zu sehen – und auch zu lernen.

Die Naturbrücke ist nur einer der vielen wunderbaren Plätze im Kleinwalsertal
Foto: Oliver Farys, Kleinwalsertal
Die Naturbrücke ist nur einer der vielen wunderbaren Plätze im Kleinwalsertal

1. Wanderung im Gemsteltal –
das große Naturforscherabenteuer „Wildtiere“

 

Das Gemsteltal ist ein Seitental des Kleinwalsertals
Foto: Bastian Morell, Kleinwalsertal
Das Gemsteltal ist ein Seitental des Kleinwalsertals
  • Länge (Rundtour): 5,6 km
  • Höhenmeter bergauf: 170 Hm
  • Höhenmeter bergab: 170 Hm
  • Ausgangspunkt: Mittelberg/Bödmen

Diese rund 5,6 km lange Wanderung führt durch das Gemsteltal, eines der wunderschönen Seitentäler des Kleinwalsertals, gelegen am Fuße des Großen Widdersteins. Die Tour ist aufgrund ihrer Kürze und der geringen technischen Schwierigkeiten auch mit Kindern machbar – der Weg ist mit einem geländegängigen Kinderwagen befahrbar. Die Wanderung verläuft zuerst der Breitach, dann dem Gemstelbach entlang. Weiter geht es zu „Bernhards Gemstelalp“ und auf der anderen Talseite wieder zurück. Für Familien wird diese Tour zur Forschungsexpedition, denn sie ist Teil des großen Naturforscher-Abenteuers. Mit Hilfe eines Forscherbuchs (erhältlich im Tourismusbüro in Hirschegg) und elf Forscherstationen entlang des Weges werden knifflige Aufgaben rund um das Thema „Wildtiere“ gelöst.

Bergwelten-Tipp:
Kinder lieben Aufgaben und Rätsel. Mit dem großen Naturforscher-Abenteuer wird die Wanderung zum Erlebnis und der Nachwuchs lernt ganz spielerisch Spannendes über den Naturraum Kleinwalsertal. Im Tourismusbüro in Hirschegg gibt es die Forscherbücher zu den beiden ersten Themenwegen „Wildtiere“ und „Schwarzwasserbach“.

2. Naturbrücke-Kessellöcher 

Naturschauspiel Kessellöcher
Foto: Kleinwalsertal
Naturschauspiel Kessellöcher
  • Länge (in eine Richtung): 5 km
  • Höhenmeter bergauf: 180 Hm
  • Höhenmeter bergab: 163 Hm
  • Ausgangspunkt: Riezlern Seite-Egg

Die Wanderung entlang des mystischen Schwarzwasserbachs ist rund 5 km lang und führt an verschiedenen Naturschauspielen vorbei.

Das besondere am Schwarzwasserbach ist, dass er sich seinen eigenen Weg durch Fels und Stein gebahnt hat. So sieht man heute noch uralte Auswaschungen im Bachbett, die sogenannten „Kessellöcher“. Aber nicht immer führt der Schwarzwasserbach ausreichend Wasser, um das Spiel der Wassermassen zu zeigen. Ist der Bach ausgetrocknet oder führt er weniger Wasser, kann man die Formationen im Fels umso besser bestaunen. Ein Highlight dieser kühlen Wanderung ist unter anderem die Naturbrücke: Eine natürliche Steinbrücke, die über den Bach bzw. das Bachbett führt.

Wandert man weiter, eröffnet sich ein toller Blick auf den Ifen und in das Schwarzwassertal. 

Bergwelten-Tipp:
Begreifen, verstehen, selbst erforschen – das große Naturforscher-Abenteuer gibt auf mehreren Themenwegen Einblicke in den Naturraum Kleinwalsertal. Auch am Schwarzwasserbach gibt es eine Forscherexpedition für Familien. Das dazugehörige Forscherbuch gibt es im Tourismusbüro in Hirschegg.

3. Von der Auenhütte zur Melköde und Schwarzwasserhütte 

Die Melköde unterhalb der Schwarzwasserhütte
Foto: Vanessa Freytag, Kleinwalsertal
Die Melköde unterhalb der Schwarzwasserhütte
  • Länge (in eine Richtung): 5 km
  • Höhenmeter bergauf: 350 Hm
  • Ausgangspunkt: Auenhütte
  • Besonderheiten: Mit kleineren Kindern verkürzt man die Wanderung und kehrt in der Alpe Melköde ein.

Diese Wanderung ist nicht allzu schwierig, aber aufgrund der Höhenmeter und Länge nicht für ganz kleine Kinder geeignet. Dafür kann man die Tour abkürzen und in der Alpe Melköde einkehren. Bis dorthin steigt der Weg nur sanft an und ist mit einem geländegängigen Kinderwagen befahrbar. Das Schwarzwassertal ist geologisch und botanisch hochinteressant und die Landschaft wunderschön.

Ausgangspunkt für diese märchenhafte Wanderung ist die Auenhütte an der Ifenbahn. Nach etwa 10 Minuten kommt man am künstlich angelegten Herzsee vorbei. Bis in die Melköde führt der Weg durch den Rüchewald. Hier ist die Landschaft geprägt von offenen, wildromantischen Wäldern und Gesteinsbrocken, die vor vielen Jahren vom Hohen Ifen abgebrochen sind. Nach einem Stopp an der Alpe Melköde geht es auf dem Bergweg hinauf zur Schwarzwasserhütte.

Die Melköde zählt zu einem der schönsten Plätze im Kleinwalsertal, auch wegen des beeindruckenden Wasserfalls in der Nähe. Das Schwarzwassertal ist ein bedeutendes Rückzugsgebiet bedrohter Tierarten wie Auer-, Birk- und Haselwild, Sperber, Steinhuhn, Uhu, Wasseramsel und Kreuzotter und auch die Artenfülle der Flora ist bemerkenswert.

Bergwelten-Tipp:
Eine Einkehr in der Hütte ist eine perfekte Motivation für die Wanderung und ein guter Kaiserschmarrn und ein Getränk stärken für den Rückweg.

4. Vom Walmendingerhorn ins Schwarzwassertal

Blick zur Schwarzwasserhütte und dem Hohen Ifen
Foto: Carolin Schratt, Kleinwalsertal
Blick zur Schwarzwasserhütte und den Hohen Ifen
  • Länge (in eine Richtung): 10,5 km
  • Höhenmeter bergauf: 232 Hm
  • Höhenmeter bergab: 895 Hm
  • Ausgangspunkt: Bergstation Walmendingerhornbahn
  • Besonderheiten: Die ersten Höhenmeter werden mit der Bergbahn zurückgelegt. Der Ausgangspunkt entspricht zudem nicht dem Endpunkt.

Aufgrund der Länge und der konditionellen Anforderungen ist diese Tour eine aussichtsreiche Tageswanderung für Familien mit älteren Kindern. Naturfreunde und Genussliebhaber kommen auf der ausgleichenden Wanderung voll auf ihre Kosten und so werden nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch alle Sinne berührt.

Von der Bergstation der Walmendingerhornbahn geht es über einen anfangs noch breiten Weg abwärts und später am Hang entlang zur Oberen Lüchlealpe. Ein kleiner Abstecher zur Alpe Innerer Stierhof bietet sich an. Weiter geht es über die Ochsenhofer Scharte ins Schwarzwassertal mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Ifen und das Schwarzwassertal. Zuerst etwas steiler, dann sehr moderat geht es vorbei an der Schwarzwasserhütte, an Hochmooren und weiter hinunter in die Hochebene der Galt- und Melköde, vorbei am Herzsee zur Auenhütte.

Bergwelten-Tipp:
Bewältigt man die ersten Höhenmeter mit der Walmendingerhornbahn, befindet man sich gleich in der beeindruckenden Walser Bergwelt. Auf dieser abenteuerlichen Tour ist auf alle Fälle Trittsicherheit gefordert, zudem müssen auch alpine Gefahren bei der Planung beachtet werden.

5. Kinderwanderung:
Finde das Haspelwaldmändle

Wanderung im Haspelwald
Foto: Kleinwalsertal
Wanderung im Haspelwald
  • Länge (in eine Richtung): 2,7 km
  • Höhenmeter bergauf: 315 Hm
  • Ausgangspunkt: Mittelberg / nahe Talstation Walmendingerhorn

Auf dieser Wanderung werden die Kinder mit einer spannenden Suche nach dem Haspelwaldmändle unterhalten. Angeblich lebt es im gleichnamigen Waldstück unterhalb des Walmendingerhorns. Auf der Tour kommt man an sechs Stationen vorbei. Wer diese aufmerksam liest, kann die Quizfrage am Ende des Weges ganz einfach beantworten. Mit der richtigen Antwort gibt es für fleißige Wanderer auf der Bühlalpe eine kleine Überraschung.

Auch wenn die Wanderung sehr kurz und einfach ist, ist sie nicht für Kinderwägen geeignet.

Unsere Tipps für das Wandern mit Kindern:

  • Wie lange und wie viele Höhenmeter ein Kind bewältigen kann, ist schwer zu verallgemeinern und hängt nicht zuletzt von der Tagesverfassung, der Kondition und der Motivation ab. Auf alle Fälle sollte man immer ein paar Kraftreserven einplanen
  • Ebenso sollte man einen zeitlichen Puffer einplanen – das Tempo von Kindern variiert stark. Sie erkunden, erforschen und erleben die Natur in ihrem ganz eigenen Tempo.
  • Sicherheitstechnisch müssen Eltern auch auf kurzen Wanderungen für alles gerüstet sein – daher Wechselkleidung, Erste-Hilfe-Ausrüstung und ausreichend Jause und Getränke mitnehmen.

„Natur bewusst erleben“ im Kleinwalsertal

Die Natur kennenzulernen macht auch den Kleinsten Spaß
Foto: Oliver Farys, Kleinwalsertal
Die Natur kennenzulernen macht auch den Kleinsten Spaß

„Natur bewusst erleben“ ist aktuell eines der wichtigsten Projekte des Kleinwalsertals, denn es stellt die Weichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Tourismus und eine naturverträgliche Freizeitnutzung. Der Wert der Natur wird in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt und Zusammenhänge und Kreisläufe der Natur- und Kulturlandschaft Kleinwalsertal werden erlebbar gemacht.

Das große Naturforscher-Abenteuer mit unterschiedlichen Themenwegen unterhält nicht nur den Nachwuchs auf den Wanderungen im Kleinwalsertal, sondern versorgt sie mit wichtigen Informationen und sensibilisiert sie schon früh für die sie umgebende Natur. Das große Naturforscher-Abenteuer ist ein Beispiel, wie lebhaft, kurzweilig und maßgeschneidert für unterschiedliche Zielgruppen die Vermittlung von Naturwissen im Kleinwalsertal aussieht.

"Natur bewusst erleben" und das große Naturforscher Abenteuer

Natur bewusst erleben im Kleinwalsertal
Foto: Bastian Morell, Kleinwalsertal
Natur bewusst erleben im Kleinwalsertal

Angebote & Veranstaltungen im Sommer 2022

  • 7.-9. Juli 2022: Naturvielfalt-Tage Kleinwalsertal: Nach der Premiere im Sommer 2021 mit dem Themenschwerpunkt „Schmetterlinge“ als Indikator für Biodiversität dreht sich im Sommer 2022 bei den Exkursionen, Workshops und Vorträgen alles um „Lebensräume im Europaschutzgebiet Ifen/Gottesacker“.
  • Geführte Tour für Kinder: Natur-Exkursion „Geheimnissvolle Wasserwelten“ mit der Naturführerin Diana Eckhoff
  • Wildnistag für Kinder – im Rahmen des Wochenprogramms mit einem Wildnis-Guide
  • Geführte Wanderung für die ganze Familie „Der Natur auf der Spur“ mit Wanderführerin Daniela Schwendiger, Artenvielfalt der Alpenvegetation erkunden und das Zusammenspiel von Natur- und Kulturlandschaft erleben.
  • Geführte Bergtour „Gottesacker – Geologie zum Anfassen“, eine Tagestour in das wohl bekannteste Karstgebiet in den Alpen. Es verzaubert mit seinen bizarren Formen und gibt Einblicke in die Geologie und Botanik der Alpen.

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