Wanderung zur Innsbrucker Hütte durchs Pinnistal von Neder

Tourdaten

Anspruch Dauer Länge
T2 mäßig 4:30 h 10,5 km
Aufstieg Abstieg Max. Höhe
1.390 hm 1.390 hm 2.369 m

Details

Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober
  • Einkehrmöglichkeit
  • Hüttenzustieg

Das waren noch Zeiten: Im 19. Jahrhundert nahm der Zugangsweg von Innsbruck zum Habicht im Stubaital mindestens zwei, drei Tage in Anspruch. Die Alpenvereinssektion Innsbruck erbaute 1884 ein erstes kleines Schutzhaus hinter dem Pinnisjoch. Laut einer alten Chronik war sie „aus Stein und Mörtel gebaut, deren Schindeldach einen 7,5 mal 5,5 m großen Raum überdeckt. Für 10 Personen gab es Matratzen und für 20 weitere Heu“.

Nach mehreren Zubauten ist die Innsbrucker Hütte heute ein komfortables Schmuckstück, und auch der Zugang lässt sich bedeutend verkürzen: mit der Almshuttle-Zufahrt bis zur Karalm. Die Straße durch das etwa 7 km lange Pinnistal ist zwar nicht besonders spannend zum Wandern, sie führt aber nicht nur an guten Einkehrstationen vorbei, sondern auch durch eine atemberaubend schöne Landschaft. Rechts oben die bleichen Zacken des Elfers, links die waagrecht gebankten und von kolossalen Schluchten zerrissenen Wände des Serleskamms (Hammerspitze, Kirchdachspitze, Iilmspitzen) und im Hintergrund der gewaltige, dunkelfelsige Habicht mit dem kleinen Pinnisferner als Eisaccessoire.

Ab der Karalm schließt sich dann der neu angelegte Bertl-Weg an, ein breiter Zickzackpfad in moderater Steigung, sozusagen eine De-Luxe-Wanderroute. Und dann sollte man auf jeden Fall oben in der Innsbrucker Hütte übernachten, denn der Abend und der Morgen zaubern unglaubliche Stimmungen in die Landschaft zwischen dem Pinnis- und dem Gschnitztal.

💡

Pinnis-Shuttle in der Sommersaison mehrmals täglich von Neustift bzw. Neder zu den drei Almen, auch Sonderfahrten sind möglich: www.taxi-stubai.at/shuttlebus.

Diese Tour stammt aus dem Kompass-Wanderführer Stubaital von Wolfgang Heitzmann.

Anfahrt

A13, Ausfahrt Schönberg, weiter ins Stubaital bis Neder (970 m).

Parkplatz

Parkplatz an der Bundesstraße in Neder.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn nach Innsbruck, weiter mit dem Bus ins Stubaital.

Innsbrucker Hütte
Die Innsbrucker Hütte (2.369 m) liegt in den Stubaier Alpen, die eine Gruppe der Österreichischen Zentralalpen sind und südwestlich von Innsbruck liegen. Sie ist Wanderern entweder der Start- oder der Endpunkt der Begehung des hochalpinen Stubaier Höhenweges. Bergsteiger starten von hier aus auf den Habicht. Klettersteig-Geher erklimmen die Ilmspitze. Der Habicht (3.277 m) zählt zu den eindrucksvollsten Aussichtsbergen in der Region. In unmittelbarer Nähe der Hütte finden sich ein hauseigener Übungs-Klettersteig und ein Klettergarten. Der Alfaier See in unmittelbarer Nähe bietet gerade im Hochsommer willkommene Erfrischung erhitzter Wanderer- und Bergsteiger-Beine.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Karalm
Hütte • Tirol

Karalm (1.737 m)

Die Karalm liegt im Talkessel am Ende des Pinnistals, einem wunderbaren Seitental des Stubaitals auf 1.737 m Seehöhe. Überragt werden die liebevoll mit Blumen geschmückten, steinernen Almgebäude und die umliegenden Hochmähder vom mächtigen Habichtmassiv, dessen Gipfel - der weitum sichtbare Habicht (3.277 m) – als wahrer Bilderbuchdreitausender gilt. Ob seiner imposanten Erscheinung sagen ihm manche sogar Ähnlichkeit mit den Riesen im Karakorum nach! Die Karalm an seinem Fuße jedenfalls, ist nach der Issenangeralm und der Pinnisalm die dritte Einkehrmöglichkeit im Pinnistal und mit Sicherheit die Urigste von allen. Sie ist zugleich einer der Ausgangspunkte für eine Tour auf die Innsbrucker Hütte, die zugleich den Start- bzw. Endpunkt der Stubaier Höhenrunde markiert. Erreichbar ist die Karalm auf mehreren Wegen und wenn gewünscht dank eines regelmäßigen Shuttledienstes sogar ganz ohne körperliche Anstrengung. Einladend sind aber in jedem Fall auch die familientauglichen Wanderungen entweder über den Forstweg durch das Pinnistal (auch perfekt für Biker geeignet) oder von der Bergstation der Elferlifte bis zur Karalm. Eindrucksvolle Naturerlebnisse unterhalb gigantischer Felswände inklusive!
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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