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Eine Tour von

Beschreibung

Eine sehr lange Bergwanderung in den Tuxer Alpen in Tirol, die von der vielbesuchten Patscherkofelbahn-Bergstation und über den beliebten Zirbenweg ins einsame Viggartal führt. Vorbei am Blauen See geht es hinauf auf die Kreuzspitze und zum Rosenjoch auf 2.796 m. Für den Abstieg wählt man den Weg durch das Arztal bis St. Peter, von wo aus man mit dem Bus retour nach Patsch, Igls und Innsbruck fahren kann.

Die Tour eignet sich nur für sehr ausdauernde und erfahrene Bergwanderer, die über ein gutes Zeitmanagement verfügen. Landschaftlich hat die Runde viele Highlights zu bieten - etwa den aussichtsreichen Zirbenweg, das einsame Viggartal, den Blauen See und weitere versteckte Bergseen, aussichtsreiche Gipfel und eine urige Alm, die im letzten Abschnitt zur Einkehr einlädt. Die technischen Schwierigen sind als mäßig (T2) einzustufen. Allein der Übergang von der Kreuzspitze zum Rosenjoch ist mit T3 bewertet und verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Die Zeit ist bei dieser langen Tour (22 km, 1.167 Hm im Aufstieg, über 2.000 im Abstieg) aber der ausschlaggebende Faktor, denn mit rund 9 Stunden reiner Gehzeit bleibt wenig Spielraum und die Tour darf keinesfalls unterschätzt werden. Da die erste Fahrt der Patscherkofel-Seilbahn erst um 9.00 Uhr startet, sollte man überlegen, eine Nacht im Meißner Haus zu verbringen. Das bedeutet für den ersten Tag eine Gehzeit von 2 h, für den zweiten Tag immer noch 7 h, aber unabhängig von technischer Infrastruktur kann man früher starten.

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Beste Jahreszeit

Juni bis Oktober
  • Einkehrmöglichkeit

  • Aussichtsreich

  • Bahnunterstützung

  • Bergsee am Weg

  • Mit Öffis erreichbar

  • Rundtour

Hütten entlang dieser Tour

Boscheben

Österreich, Ellbögen

Boscheben

Von Mai-Okt geöffnet

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Bergwelten Tipp


Von der Kreuzspitze kann man auch am Glungezer-Geier-Weg (T3) über die Gamslahnerspitze (2.681 m) zur Glungezer-Hütte gelangen, Gehzeit ab Kreuzspitze 1:30 h - eine durchaus alpine Unternehmung. Danach steigt man zur Tulfeinalm ab (Gehzeit von der Glugezer-Hütte rund 1:20 h) und nimmt die Glungezerbahn ins Tal (letzte Talfahrt 17.00 Uhr) - für diese Variante fragt man an der Kassa der Patscherkofelbahn am besten gleich nach dem Zirbenwegticket mit Bus.

Wegbeschreibung

Der Wegverlauf in Kürze

  • Patscherkofelbahn-Bergstation - Zirbenweg - Boscheben (2.035 m)

  • Boscheben - Abzweigung Viggartal

  • Viggartal bis zu den Seen

  • Anstieg auf die Kreuzpitze (2.476 m)

  • Übergang zum Rosenjoch (2.796 m)

  • Abstieg durch das Arztal

Patscherkofelbahn-Bergstation - Zirbenweg - Boscheben
Der Zirbenweg ist einer der meistbegangenen und schönsten Wege unterhalb des Patscherkofel-Gipfels. Knapp an der oberen Höhengrenze des Zirbenwaldgürtels führt er in kaum nennenswerter Steigung, dafür aber in bester Aussichtslage hoch über Innsbruck zum Almgasthof Boscheben. Wenn im Juni die Almrosen blühen, dann bewegt man sich in einem Meer aus rosa Blüten.
An der Bergstation befindet sich das Patscherkofelhaus und gleich dahinter beginnt der Zirbenweg, der durch Wegweiser und einen hölzernen Durchgang nicht zu übersehen ist. Anfangs geht es leicht aufwärts, einige Steine am Weg, die so gelegt wurden, dass das Wasser abrinnen kann, müssen überwunden werden - der Weg ist daher nicht kinderwagentauglich. Schon nach wenigen Minuten hat man diesen ersten Anstieg überwunden und dann führt der rund 1,5 Meter breit angelegte Weg ohne große Steigungen weiter nach Osten. Zirben, Lärchen und die wunderschönen Almrosen begleiten durchgehend, genauso wie die grandiose Aussicht auf Innsbruck und die Nordkette. Rechter Hand befindet sich der Gipfel des Patscherkofel. Nach rund 20 Minuten Gehzeit erreicht man einen offenen Rücken, auf dem eine private Hütte steht - der Grünbichl. Links kann man zu einem Aussichtspunkt mit Bank und Fernrohr abzweigen, ein Abstecher, der sich durchaus lohnt. Vom Grünbichl hat man zudem einen guten Blick auf den Patscherkofel, auf dem sich er markante Mediensender befindet. Am Grünbichl zweigt außerdem der Weg zum Issboden und zur Sistranser Alm ab.
Vom Grünbichl zieht der Weg nun entlang des nach Osten auslaufenden Bergrückens des Patscherkofels weiter. Der Weg ist hier teilweise mit schönen großen Steinplatten gelegt und gut zu gehen. Nach einer kurzen, etwas ausgesetzten Stelle, die aber mit einem Geländer versehen ist, erreicht man Boscheben, das sich hinter einem Geländerücken versteckt. An diesem Punkt kommt zudem der Weg vom Patscherkofel-Gipfel herab - bzw. der Jochleitenweg, der einmal rund um den Patscherkofel führt. Gegen Osten geht es weiter zur Tulfeinalm, zur Viggarspitze oder zur Glungezer-Hütte.

Boscheben - Abzweigung Viggartal
Von Boscheben nimmt man den Weg in Richtung Viggarspitze und Glungezer-Hütte. Anfangs noch gemütlich und schattig durch ein Stück Wald, geht es bald durch einen Graben und über Blocksteingelände kräftig aufwärts. Hier kann es im Sommer sehr heiß werden - ausreichend Trinkwasser ist also unbedingt notwendig. Hat man die Steilstufe bewältigt, weist ein Wegweiser auf den Steig auf die 2.306 m hohe Viggarspitze hin. Man folgt aber weiter dem Steig am Hang entlang und trifft kurz darauf auf den nächsten Wegweiser. Hier hält nach sich rechts und steigt durch Almrosen und Almwiesen abwärts bis zum Viggar Hochleger im Viggartal ab.

Durch das Viggartal bis zu den Seen
Es folgt ein schöner, einsamer Wegabschnitt auf einem gut angelegten Bergweg durch das Viggartal aufwärts. Eine Abzweigung zur Glungezer-Hütte linker Hand lässt man unberücksichtigt, man steigt weiter aufwärts und sieht bald darauf den Blauen See rechter Hand. Ein Abstecher lohnt sich, denn die Farbe des Sees ist wirklich außergewöhnlich. Wieder zurück am Weg, geht es ein paar Höhenmeter aufwärts und man erreicht die Seegrube mit mehreren Seen, die von Blocksteinen umgeben sind. Der Viggarbach entspring in diesen Seen.

Anstieg auf die Kreuzspitze
Nun folgt der Anstieg auf dem markierten Pfad zur Kreuzspitze. Durch Blocksteingelände, zunehmend karger und schottriger geht es noch mal kräftig aufwärts bis auf den 2.746 m hohen Gipfel, der eine herrliche Aussicht bietet.

Übergang zum Rosenjoch
Vom Gipfel der Kreuzspitze hält man sich rechts und steigt am Grat entlang kurz abwärts. Danach geht es über Blocksteine, teilweise etwas ausgesetzt zum Rosenjoch hinauf (T3), das mit 2.796 m den höchsten Punkt des Viggar- und Arztales darstellt.

Abstieg durch das Arztal
Vom Rosenjoch hält man sich rechts, nimmt den Weg abwärts ins Arztal - man nimmt nicht den Weg weiter zur Grünbergspitze. Der Abstieg erfordert vor allem im ersten Teil Trittsicherheit auf dem vielen losen Gesteinsmaterial, das man in Gipfelnähe der Tuxer Alpen so häufig findet. Nach und nach wird es aber auch wieder grüner, der Weg schlängelt sich durch Almrosen und Almwiesen abwärts bis zu einer Weggabelung mit Wegweiser. Hier nimmt man den linken Weg (322), der abwärts bis in den Talboden des Artzales führt. Dort angekommen hält man sich rechts und wandert nunmehr gemütlich talauswärts. Bei der Arztaler Alm empfiehlt sich eine Einkehr - hier werden echte, hausgemachte Produkte angeboten. Danach wandert man weiter talauswärts - zuerst über die Almwiese, bis man auf den Forstweg trifft, wo man gleich links in den Wald abzweigen kann. Schattig geht es abwärts, immer weiter talauswärts. Man trifft auf die im Wald stehende Hinterlarcher Kapelle und kurz darauf wieder auf den Forstweg. Diesem folgt man weiter talauswärts, bis er beim Hinterlacherhof in eine Asphaltstraße übergeht. Kurz darauf ist der Parkplatz Artzal erreicht. Wenn man Glück hat, nimmt einen hier jemand im Auto mit bis hinunter nach Ellbögen wo der Bus nach Patsch, Igls und Innsbruck verkehrt. Ansonsten spaziert man entlang der Straße abwärts - der Blick ins Wipptal und hinaus auf die Nordektte ist durchaus reizvoll. In Ellbögen trifft man auf die Römerstraße und bei St. Peter auch gleich auf die Bushaltestelle.

Alternative: Übernachtung im Meißner Haus
Wer die Tour nicht an einem Tag bewältigen möchte – was zugegeben wirklich sportlich ist –, kann in Erwägung ziehen, im Meißner Haus zu übernachten. Für diese Variante kann man am ersten Tag getrost später starten, denn von der Patscherkofelbahn-Bergstation über den Zirbenweg und Boscheben bis zum Meißner Haus braucht man nicht mehr als 2 h. Bei Boscheben zweigt man in diesem Fall abwärts auf den Weg Nr. 32 ab, der direkt zum Alpenvereinshaus führt. Für eine Übernachtung sollst man allerdings unbedingt reservieren.
Am folgenden Tag startet man zeitig in der Früh - unabhängig von jeglicher technischer Infrastruktur kann man die Startzeit selbst bestimmen. Rund 7 Stunden Gehzeit sind an diesem zweiten Tag recht gut zu bewältigen.

Die wichtigsten Infos in Kürze

  • Patscherkofel-Seilbahn: Erste Bahn 9.00 Uhr, letzte Talfahrt 17.00 Uhr (Donnerstags bis 23.00 Uhr)

  • Stützpunkte: Patscherkofelhaus, Almgasthaus Boscheben ,Meißner Haus, Arztaler Alm

  • Startpunkt: Patscherkofel-Bergstation, 1.964 m

  • Höhenmeter Aufstieg: 1.167 Hm, Abstieg: 2.062 Hm

  • Schlüsselstelle: Übergang von der Kreuzjochspitze zum Rosenjoch - T3 - ausgesetzter Grat

  • Ausrüstung: Gute, knöchelhohe Bergschuhe, ausreichend Wasser, Jause, warme Kleidung

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Anfahrt und Parken

Von Innsbruck über Lans oder Igls zur Patscherkofel Talstation an der Römerstraße.
Mit der Seilbahn bis zur Bergstation.

Parkplatz

Parkplatz direkt bei der Talstation der Patscherkofelbahn.

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Innsbruck mit der Buslinie J bis zur Talstation der Patscherkofelbahn.

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