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Neue Reichenberger Hütte

2.586 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis September

Sommer: Die Hütte ist je nach Wetterlage von Mitte Juni bis Ende September geöffnet. Bei extremem Schlechtwetter kann die Hütte auch schon früher geschlossen werden.

Winter: KEIN Winterbetrieb! ACHTUNG! Die Zustiege zur Hütte sind höchster Lawinengefahr ausgesetzt! Der Notraum ist geöffnet, er hat keinerlei Ausstattung und dient als reiner Schutzraum. Der Notraum (Windfang) befindet sich zwischen erster und zweiter Eingangstür.

Mobil

+49 151 560 49 308

Telefon

+43 4873 5580

Betreiber/In

Werner Kuba

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager
13 Betten 37 Schlafplätze

Details

  • Seminarraum
  • Kreditkarten
  • EC-Karten
  • Dusche
  • Für Familien geeignet
  • Mit Kindern auf Hütten
  • Umweltgütesiegel
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Lage der Hütte

Die Neue Reichenberger Hütte (2.586 m) inmitten der Osttiroler Vendiger-Gruppe, sehr zentral in der Lasörlinggruppe am malerischen Bödensee, ist ein beliebtes Ziel wandernder und bergsteigender Menschen. Die Lasörlinggruppe wird im Norden vom Virgen- und im Süden vom Defereggental begrenzt. Die Hütte ist ein idealer Rast-Ort, um auf halber Strecke auf der eintägigen Überschreitung des Lasörlingkamms vom Defereggental ins Virgental (oder umgekehrt) einzukehren. Rund 30 Gehminuten von ihr entfernt, ist der Bachlenkenkopf zu erklimmen. Von dort können wir uns einen unbeschreiblichen Blick auf den Großvenediger holen. Ein, von der Hütte ebenfalls recht einfach zu erreichender und nicht minder eindrucksvoller Aussichtsgipfel, ist die Gösleswand.

Kürzester Weg zur Hütte

Jeweils rund vier Stunden marschiert man von St. Jakob in Defereggen und von Hinterbichl im Virgental auf die Neue Reichenberger Hütte. Von St. Jakob marschiert man über die Hintere Trojeralm. Von Hinterbichl aus ist zur Hütte über Pebell- und Stürmitzalm sowie das Großbachtal aufzusteigen.

Gehzeit: 4 h

Höhenmeter: 1.389 m (St. Jakob), 1.331 m (Hinterbichl)

Leben auf der Hütte

Christina und Werner Kuba begrüßen kleine und große Gäste, je nach Wetterlage von Anfang Juni bis Anfang Oktober, sehr herzlich auf der Neuen Reichenberger Hütte. Warum eigentlich Neu? Die Hütte wurde bereits 1926 von den in Reichenberg (Liberec) in der Tschechoslowakei beheimateten Freunden der alpinen Bergwelt, darunter Rudolf Kauschka erbaut. Sie dient als Ersatz für die als Folge des Ersten Weltkriegs enteignete Reichenberger Hütte bei Cortina d’Ampezzo in Venetien. Daher auch der Name des Steigs Nr. 313 welcher vom Defereggental zur Hütte führt: Rudolf Kauschka Höhenweg.

Mit insgesamt ca. 70 Sitzplätzen für Tagesgäste, sowie 50 Betten für Übernachtungsgäste bietet die Hütte kleinen und großen Bergsteigern Platz in liebevoll gestalteten Räumen, mit kreativen möglichst veganen, vegetarischen Genuss Momenten. 

 Das komfortable Zusammensein ermöglicht eine ausgeklügelte Hüttentechnik auf neuestem Niveau. Unterhalb der Gösleswand befindet sich unsere Quelle, sie versorgt uns mit jährlich überwachtem Trinkwasser. Von der Quellfassung läuft das Wasser in luftiger Höhe über den Göslessee durch ein aufwändiges Leitungssystem in einen 10.000 l großen Vorratstank. Von dort läuft es über eine Art „Siphon“ durch das Flussbett, bis es die Leitungen der Hütte erreicht.

Die autarke Stromversorgung gewährleistet eine hochmoderne PV Anlage, sowie ein kleines Wasserkraftwerk. Beide werden, solange ausreichend Wasser im Speichersee vorhanden ist, gleichzeitig betrieben. Im Notfall unterstützt ein mit Rapsöl betriebenes Notstromaggregat.

Neben der Solarthermie bietet der moderne Holzherd in der Küche nicht nur eine Kochmöglichkeit. Er besitzt einen Wärmetauscher und versorgt, gemeinsam mit der Solarthermie, die Zentralheizung (Heizkörper in verschiedenen Räumen) oder die Schuhheizung im Trockenraum sowie den Warmwasserboiler, je nach Bedarf.

Zu guter Letzt: ausgestattet mit einer biologischen Kläranlage werden im ersten Schritt in zwei Schächten Fest- und Flüssigstoffe voneinander getrennt. Die Flüssigstoffe gelangen in zwei weitere Filterschächte, welche gefüllt sind mit Glasschotter. Dort bildet sich ein Bewuchs aus Bakterien und anderen Organismen (biologischer Rasen), welcher aus dem darüber rieselnden Abwasser die verwertbaren Inhaltsstoffe aufnimmt und somit aus dem Abwasser entfernt. Danach läuft das biologisch gereinigte Abwasser in einen weiteren Sickerschacht und sickert durch einen Kiesfilter in den Untergrund. Der Feststoffschacht wird in regelmäßigen Abständen geleert, dabei werden die Feststoffe in sogenannte Bigpacks geleitet. Während der Wintermonate trocknen die Feststoffe und werden im Frühjahr mit dem Helikopter zum Parkplatz (2.300 M) des Hüttenwirts geflogen. Der Helikopter setzt die Bigpacks auf einen Anhänger; der beladene Anhänger bringt die restlichen Stoffe ins Tal zur Entsorgung. Durch dieses Zusammenspiel dürfen wir das Umweltsiegel tragen.

Gut zu wissen

Die Hütte bietet Waschräume mit Warmwasser, zwei Duschen und getrennte Toiletten. Ein Gepäcktransport auf die Hütte ist nicht möglich. Die Neue Reichenberger Hütte ist auch für Seminare geeignet. Kost und Logis können mittels EC- und auch gängiger Kreditkarten bezahlt werden.

Ein Hüttenschlafsack ist unbedingt erforderlich, dieser kann bei Bedarf vor Ort gekauft werden. Hausschuhe können ausgeliehen werden. Übernachtungen mit Hunden müssen, im Vorfeld eines Aufenthaltes abgeklärt werden. Buchungen können über das online Reservierungsportal getätigt werden.

KEIN Winterbetrieb! ACHTUNG! Die Zustiege zur Hütte sind höchster Lawinengefahr ausgesetzt! Der Notraum ist geöffnet, er hat keinerlei Ausstattung und dient als reiner Schutzraum. Der Notraum (Windfang) befindet sich zwischen erster und zweiter Eingangstür.

Touren und Hütten in der Umgebung

Die nächstgelegene Hütte ist das Barmer Haus (1.380 m) und in 2:30 h Gezeit zu erreichen. Weitere Hütten-Ziele: Clarahütte (2.038 m, 3 h); Lasnitzenhütte (1.900 m, 4 h); Bergerseehütte (2.182 m, 5 h) und Lasörlinghütte (2.350 m, 6 h)

Gipfelbesteigungen: Bachlenkenkopf (2.759 m, 30 min); Gösleswand (2.912 m, 1 h); Finsterkarspitze (3.028 m, 2 h); Heinzenspitze (2.930 m, 1 h); Kesselpater (2.985 m, 2 h); Reichenberger Spitze (3.030 m, 3 h); Rosenspitze (3.060 m, 2 h); Graue Wand (2.816 m, 1:30 h); Keeseck (3.173 m, 4 h).

Anfahrt

Das Virgental und Defereggental sind von Innsbruck und Salzburg aus über Mittersill sowie von Lienz aus über die Felbertauernstraße B108 erreichbar. Von Innsbruck kann auch die Route über den Brenner, das Pustertal und Bruneck nach Lienz genommen werden.

In das Virgental biegt man bei Matrei ab und fährt auf der Virgener Landesstraße bis Hinterbichl in den Ortsteil Ströden. In das Defereggental zweigen Wanderer von der Felbertauernstraße bei Huben ab.

Parkplatz

Virgental/Hinterbichl/Ströden: am Ende der öffentlichen Straße in Ströden steht ein großer, gebührenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung. In St. Jakob im Defereggental stehen kostenfreie Parkplätze bei den Brunnalm-Liften zur Verfügung.

Öffentliche Verkehrsmittel

Lienz in Osttirol ist mit den Zügen der ÖBB von Klagenfurt aus über Villach, Spittal an der Drau und Oberdrauburg sowie von Bozen über Bruneck und Sillian aus zu erreichen. Von Lienz reist man entweder mit dem Postbus 4412 weiter nach Prägraten und steigt in Hinterbichl im Virgental aus oder fährt mit dem Bus 4414 nach St. Jakob im Defereggental.

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