Schwarzenberghütte

2.267 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juli bis August

Ehrenamtliche Bewartung durch Mitglieder verschiedener AV-Sektionen und alpiner Vereine. Volle Verpflegung von Ende Juni - Mitte September (witterungsabhängig) erhältlich. Öffnung der Hütte nach offiziellem Hüttenschluss bei Schönwetter auf Anfrage.

Mobil

+43 664 28 23 701

Telefon

+43 680 30 64 319

Homepage

www.alpenverein.at/schwarzenberghuette

Betreiber/In

Leopold Würtl

Räumlichkeiten

Matratzenlager Winterraum
26 Schlafplätze 4 Schlafplätze

Details

  • Schlüssel für Winterraum erforderlich
  • Winterraum
  • Hunde erlaubt
  • Handyempfang
  • Umweltgütesiegel

Lage der Hütte

Die Schwarzenberghütte (2.267 m) in den Salzburger Hohen Tauern ist oberhalb von Ferleiten im Fuscher Tal die „Pforte“ in eine atemberaubende hochalpine Gipfel- und Gletscherwelt. Sie lebt in Gesellschaft der beiden Wiesbachhorn- und Bratschenkopf-Gipfel, von Klockerin, Hohe Dock und Großem Bärenkopf. Gipfel, die alle dem 3000-Club in der Glocknergruppe angehören. Umgeben sind die genannten Gipfel von Kaindlkess, Bratschenkopfkees, Hochgruberkess, Bärenkopfkees und Fuscher-Kar-Kees. Gletschern, die sich nicht mehr in Greif- aber doch in guter Sichtdistanz von der Hütte im Sonnenlicht räkeln.

An der Hütte bricht man also zu hochalpinen Unternehmungen auf, die entsprechende alpine Fertigkeiten im Umgang mit Fels, Eis und Schnee voraussetzen. Wie der Aufstieg zur Schwarzenberghütte von Ferleiten lange ist, geht es auch auf langen und Ausdauer erfordernden Weg zu den umliegenden Gipfelzielen der Glocknergruppe. Das Wiesbachhorn ist mit 3.564 m der dritthöchste Gipfel dieser Hohe-Tauern-Gebirgsgruppe. Und beschenkt Besteiger mit einem grandiosen Rundumblick. Dessen Erstbesteiger, Friedrich zu Schwarzenberg, wurde zum Namensgeber der Hütte.

Kürzester Weg zur Hütte

In Ferleiten (1.152 m), vom Parkplatz an der Mautstelle, geht es am Gasthof Tauernhaus und der Fuscher Ache flußaufwärts in das Ferleitental hinein bis zur Vögerlalm (1.270 m). Dort zweigt der Mainzer Weg ab und führt aufwärts durch den Stangenhagriedel und zur Eichhornruhe auf 1.722 m. Hinter der Eichhornruhe geht es in Serpentinen durch die Käferleiten auf die Hütte. Von der Vögerlalm bis zur Schwarzenberghütte sind 1.000 Höhenmeter zu gehen. 

Gehzeit: 4 h

Höhenmeter: 1.115 m

Alternative Routen: 
Durch die Käferleiten führt auch der alte, derzeit noch begehbare Weg, zur Schwarzenberghütte.

Leben auf der Hütte

Auf der Schwarzenberghütte regiert die hochalpine Speisekarte. Daher gibt es Jausen, Bergsteigeressen und kräftige Suppen. Wer braucht in dieser phänomenalen Umgebung, vor oder nach lohnenden Hochgebirgstouren schon eine Vier- oder Fünf-Sterne-Hütte? Alle Schlafplätze sind mit ausreichend Decken versehen. Seit Sommer 2014 kann die Hütte mit einer Besonderheit aufwarten: freiwillige Helfer haben hier eine 20 Quadratmeter große Sonnenkollektoren-Anlage installiert. Sie versorgt die Hütte nicht nur mit Strom, sondern trocknet mittels Rohrleitungen auch ihre Raumluft. Die Hütte wird ausschließlich von Mitgliedern verschiedener Sektionen des Alpenvereins während der Monate Juli und August bewirtschaftet.

Gut zu wissen

Hüttenschlafsäcke sind Pflicht. Handy-Empfang ist vorhanden. Der Winterraum ist ganzjährig geöffnet und bietet 4 Personen Platz. Dafür ist ein Schlüssel ist erforderlich. Im Winterraum gibt es keine Kochmöglichkeit. Ein unbeheizter Notraum ist unversperrt. Skitouren sollten von der Hütte nur im Frühjahr bei absoluter Lawinensicherheit in Angriff genommen werden.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Gruberscharten-Biwak (3.100 m), das in 3 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Oberwalderhütte (2.973 m, 3:30 h), Heinrich-Schwaiger-Haus (2.802 m, 5 h).
 
Gipfeltouren - eisfrei: Steinkarkopf (2.520 m, 1:30 h), Remsköpfl (2.639 m, 1:30 h); Hohe Dock (3.348 m, 3 h); Gipfeltouren - hochalpine Gletschertouren:  Klockerin (3.422 m, 4 h); Großer Bärenkopf (3.396 m, 4:30 h); Vorderer Bratschenkopf (3.401 m, 4:30 h). Großes Wiesbachhorn (3.564 m, 5:15 h). 

Anfahrt

Ferleiten im Fuschertal an der Großglockner Hochalpenstraße ist von Bruck an der Glocknerstraße aus zu erreichen. Der Ort liegt an der B311, der Pinzgauer Straße, die in Bischofshofen beginnt. Bischofshofen ist wiederum über die A10 Tauern-Autobahn aus und über die Stadt Salzburg, aus dem Ennstal sowie aus Osttirol und Kärnten zu erreichen. 

Aus Innsbruck, aus Rosenheim und München kommend, verlässt man bei Wörgl die A12, Inntal-Autobahn, fährt auf B170, der Brixental Straße, bis nach Kitzbühel, fährt auf der B161, der Pass-Thurn-Straße, bis Mittersill und von dort auf der B168, der Mittersiller Straße, bis Zell am See. Von dort weiter bis Bruck und auf der B107 Richtung Süden in das Fuscher Tal nach Ferleiten.

Parkplatz

Ferleiten, Mausttelle Großglockner Hochalpenstraße. 

Öffentliche Verkehrsmittel

Ferleiten an der Glocknerstraße in Salzburg ist mit dem Bus von Zell am See, Saalbach, Hinterglemm und Bruck aus zu erreichen. Die Strecke von den genannten Orten bis auf die Franz-Josefs-Höhe wird seit Juli 2012 vom Pinzgauer Busunternehmen Vorderegger betrieben. Der Postbus-Betrieb auf der Strecke wurde 2012, nach 77 Jahren, eingestellt. 

Zugreisende aus West- und Ostösterreich sowie aus Bayern reisen über Wörgl, die Stadt Salzburg, Bischofshofen, Schwarzach-St.Veit entweder nach Zell am See oder nach Bruck an der Glocknerstraße an. In beiden Bahnhöfen erfolgt der Umstieg in den genannten Bus, der Juli und August dreimal die Woche sowie Mai, Juni und September zweimal die Woche bis zur Franz-Josefs-Höhe fährt. Dabei macht der Bus Halt in Ferleiten.

Hütte • Tirol

Glorer Hütte (2.642 m)

Die Glorer Hütte (2.642 m) ist vom Lucknerhaus in Kals am Großglockner in zwei Stunden zu erreichen. Der Zustieg führt entlang eines sogenannten geomorphologischen Lehrpfades, der Kindern und Erwachsenen interessante Informationen rund um die Beschaffenheit des Bodens und des Gesteins liefert. Oben angekommen, kann man die beiden Hausberge, die Medlspitze und den Glocknerblick, in jeweils einer halben Stunde besteigen. Entlang des Wiener Höhenwegs wandert man Richtung Iselsberg oder Glocknerhaus.
Geöffnet
Jan - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Kärnten

Elberfelder Hütte (2.346 m)

Die Elberfelder Hütte (2.346 m) steht am Talschluss des Gössnitztales in der Schobergruppe. Das Nebental des Mölltales in Kärnten führt von Heiligenblut weg. Es liegt in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Das unbewohnte Gössnitztal gilt als eines der ursprünglichsten und am wenigsten durch den Menschen veränderten Täler der Ostalpen. Er erstreckt sich vom Gössnitzfall am Tal-Ausgang bis zur Hütte über eine Strecke von etwa neun Kilometern. Die Hütte liegt in einer prachtvollen, hochalpinen Gipfel-Arena. Sie ist umgeben von etwa 30 Dreitausendern wie Roter Knopf, Böses Weibl, den Talleitenspitzen, den beiden Hornköpfen, Kristallkopf, Gössnitzkopf, etc. Die Elberfelder Hütte ist Etappenziel auf dem Wiener Höhenweg und liegt auf Wegen die alpine Grunderfahrungen und Konditionsstärke voraussetzen.
Geöffnet
Jul - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Kärnten

Salmhütte (2.644 m)

Die Salmhütte (2.644 m), an der Südostseite des Großglockners liegend, steht bei Großglockner-Besteigungen von Kals aus im Schatten der Stüdlhütte. Obwohl die Hütte, die im oberen Leitertal am Hasenpalfen liegt, die Geschichte der Erstbesteigung des Glockners in sich trägt. 1799 wurde die erste Hütte, eine einfache Holzhütte, im Leiterkar direkt unterhalb des Großglockners errichtet. Sie gilt damit als eine der ersten alpinen Schutzhütten der Ostalpen. Später wurde die Holzhütte am selben Standort durch eine Steinhütte ersetzt, die zweite Salmhütte. Aufgrund des vorrückenden Gletschers wurde aber schließlich ein neuer Standort gesucht. Man wählte die Felswand des Schwertecks, in die die dritte Salmhütte gesprengt wurde. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass der Felsen ständig nass war und die Bedingungen in der Hütte unerträglich waren. Das alles und wie es schließlich zum Bau der vierten Salmhütte am Hasenpalfen kam, erläutert eine Tafel an den alten Wänden der Hütte in der Felswand, rund 100 Hm oberhalb der heutigen Salmhütte.  Die Salmhütte ist Ausgangspunkt - und eine sehr gute Alternative zur Stüdlhütte - für Touren auf den höchsten Berg Österreichs. Sie ist aber auch Station auf dem Wiener Höhenweg und der Glocknerrunde. 2017 erhielt die Hütte einen Zubau und damit auch eine neue Terrasse, von der aus man direkt auf den Großglockner sieht. Sie zieht Hochtourengeher, Kletterer, Skitourengeher und Wanderer gleichermaßen an. Mitten in hochalpinen Matten gelegen, birgt die Umgebung der Hütte geologische und botanische Schätze - vor allem findet man zahlreiche Edelweiss. Das Schwerteck, der Hausberg der Hütte, gilt als geologisches Einzelstück.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

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