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Hütten

Raus aus der Komfortzone! 8 spartanische Hütten

Hütten-Tipps • 19. August 2021
3 Min. Lesezeit
von Gabi Ebner

Dusche, 3-Gang-Menü und WLAN auf der Berghütte? Diesmal nicht. Die Hütten, die wir euch hier vorstellen, sind spartanisch, wild, und auf das Wesentliche reduziert. Perfekt zum Abschalten.

Schmadrihütte mit Tschingelfirn
Foto: mauritius images/ Iris Kürschner
Abgelegen und wunderschön spartanisch: Die Schmadrihütte in den Berner Alpen
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Der Komfort besteht aus Dach über dem Kopf, einem Platz zum Schlafen und einem Ofen. Nützlich für den Aufenthalt sind Genügsamkeit und Einfallsreichtum, um sich mit dem zu arrangieren, was gerade da ist.

Was man mit haben sollte: Hüttenschlafsack, Stirnlampe, Messer und Feuerzeug, Papiertaschentücher. Teebeutel oder Löskaffee fürs Frühstück, Knäckebrot und Käse, Fertigsuppen oder asiatische Instant-Nudeln wiegen wenig und machen satt.

Hinweis: Bitte beachtet die aktuellen Corona-Schutzbestimmungen. Schlafplätze müssen in den meisten Fällen im Voraus reserviert werden. Zudem müssen Schutzmasken und ein eigener Schlafsack mitgebracht werden. Vor allem aber solltet ihr eine Hütte nur im gesunden Zustand besuchen.

1. Fluhseehütte, 2.045 m

Schweiz/ Berner Alpen

Die Fluhseehütte liegt wirklich fantastisch am Rand einer Geländestufe oberhalb von Lenk im Simmental. Der Zustieg ist zum Teil steil und ausgesetzt. Die kleine, einfache Holzhütte nördlich des Wildstrubels besteht aus einem Raum, in dem man kocht, isst und schläft.

Komfort: 14 Schlafplätze, Wolldecken sind vorhanden. Wasser gibt es beim Brunnen neben der Hütte oder im Fluhsee.

2. Böseckhütte, 2.594 m

Kärnten/ Goldberggruppe

Die winzige, mit Holzschindeln bedeckte Hütte auf knapp 2.600 m über dem Tauerntal erreicht man von der Feldseescharte aus auf dem hochalpinen und ausgesetzten Westerfrölke-Weg. Zwei Bänke, ein Tisch, Schlafplätze für 4, maximal 6 Personen – mehr hat nicht Platz auf gut 20 Quadratmetern. Auch kein Ofen, hier bleibt die Küche kalt.

Komfort: Bettenlager, Decken und eine kleine Sitzecke. Eine Quelle ist 20 Gehminuten von der Hütte entfernt.

3. Hauerseehütte, 2.383 m

Ötztaler Alpen/ Tirol

Die kleine Steinhütte am Hauersee erreicht man von Längenfeld im Ötztal aus in etwa vier Stunden, die nächste bewirtschaftete Hütte ist weitere vier Stunden entfernt. 15 Menschen können hier übernachten.

Komfort: Matratzenlager mit Decken, Gaskocher und Holzofen. Das Wasser holt man aus dem kalten Hauersee.

4. Schmadrihütte, 2.262 m

Schweiz/ Berner Alpen

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Wild und abgelegen, vor der großartigen Bergkulisse am Ende des Lauterbrunnentals, steht die kleine Schmadrihütte. Der Weg dorthin ist abenteuerlich. Zwei Wildbäche sind zu queren, vor Eisschlag vom Mittelern und Südlichen Breitlouwenengletscher wird gewarnt – früher Aufbruch ist deshalb ratsam. Eine Reservierung ist nicht möglich.

Komfort: Zwölf Schlafplätze, Wolldecken, Holzofen, eine Lampe. Ein Hüttenwart sorgt für Holznachschub.

5. Ramozhütte 2.293 m

Schweiz/ Graubünden

Von Arosa wandert man durch den langen und wilden Welschtobel zur einsamen Ramozhütte. Die urige Holzstube hat eine gut ausgestattete Küche. Über einen hölzernen Laufsteg erreicht man das 30 Meter von der Hütte entfernte WC.

Komfort: Schlafplätze für 25 Menschen in drei Räumen, Brunnen hinterm Haus, Brennholz ist meistens vorhanden. Eine Solaranlage liefert Strom für das Licht. 150 m weiter gibt es Handy-Empfang.

6. Walter-Brenninger-Biwak, 2.456 m

Südtirol/ Zillertaler Alpen

Aus einem aufgegebenen Schafstall in den Pfunderer Bergen machten Mitglieder des Südtiroler Alpenvereins das Brenninger-Biwak. Es dient als Notunterkunft am Pfunderer Höhenweg für die lange Strecke zwischen Brixener Hütte und Edelrauthütte.

Komfort: Schlafmöglichkeiten für maximal 6 Personen. Holzherd vorhanden. Kein Strom. Kein Mobilfunk-Empfang.

7. Breitenkopfhütte, 2.020 m

Tirol/ Wettersteingebirge und Mieminger Kette

Die winzige Hütte ist gar nicht so leicht zu finden: Am Rand des großen Igelskar duckt sie sich unter einen Felsvorsprung am Wandfuß des Breitenkopfs. Mit einer Grundfläche von vier mal vier Metern und nur vier regulären Schlafplätzen (und 2 Notschlafstellen) gehört sie zu den kleinsten Schutzhütten der Alpen.

Komfort: Holzherd und gut ausgestattete Küche im Erdgeschoss, sechs Matratzenlager mit Decken darüber, kleine Quelle ca. 150 m entfernt. Kann bei Trockenheit versiegen.

Hinweis: Die Hütte ist derzeit bis auf weiteres für touristische Zwecke gesperrt!

8. Waxensteinhütte 1.348 m

Bayern/ Wettersteingebirge und Mieminger Kette

Die ehemalige Forsthütte steht recht abgelegen im Hochwald unterhalb der Nordwand des Großen Waxensteins. Zufällig kommt hier niemand vorbei. Der Zustieg ist nicht sehr schwierig, auch als schönes Hüttenabenteuer für die ganze Familie geeignet.

Komfort: Sechs Schlafplätze, Wasser von der Quelle, kein Strom, Kerzen, Holzofen. 50 Meter von der Hütte ist das Plumpsklo.

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