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Oktober-Favoriten: Die 5 beliebtesten Hütten

Hütten-Tipps • 31. Oktober 2017

Welche Hütten haben euch im Oktober am meisten interessiert? Von Bayern bis in die Schladminger Tauern – wir haben die Favoriten des vergangenen Monats erhoben. Und so sieht’s aus:

Drei Zinnen Hütte (2.405 m) in den Dolomiten
Foto: mauritius images/ Gerhard Wild
Drei Zinnen Hütte (2.405 m) in den Dolomiten

Platz 5: Tutzinger Hütte (1.327 m)

Bayern/ Bayerische Voralpen

Tutzinger Hütte
In den Bayerischen Voralpen unterhalb der Benediktenwand (1.801 m) liegt die im Jahr 2000 abgerissene, neu errichtete und dementsprechend moderne Tutzinger Hütte. Sie ist Stützpunkt für Wanderer, Mountainbiker, Kletterer, Schneeschuhwanderer und Skitourengeher, die aus einem wahrlich großartigen Angebot an Möglichkeiten wählen können. Als bewährtes Kletterziel dient beispielsweise die Benediktenwand mit über 20 Kletterrouten mit Schwierigkeitsgraden zwischen 2 und 8. Eine herrliche Wandertour ist wiederum jene über die Glaswandscharte, die Staffel- und Jocheralm und die Kesselbergpasshöge zum Herzogstand. Dieser in einem Tag zu bewältigende Weg ist auch eine Etappe auf dem Maximilianweg sowie auf der Via Alpina. Nur 1:30 h Gehzeit braucht man bis zum Gipfelkreuz der Benediktenwand über den Westaufstieg, der selbst mit halbwegs konditionsstarken Kindern ab 5 Jahren zu bewältigen ist.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Tutzinger Hütte unterhalb der Benediktenwand (1.801 m) ist bei allen beliebt: im Sommer und Herbst kommen Wanderer, Mountainbiker und besonders viele Kletterer, im Winter Schneeschuhwanderer und Skitourengeher. Letztere können sich schon mal auf die Weihnachtsferien freuen, denn die Tutzinger hat vom 26.12. bis 6.1.2018 wieder geöffnet.


Platz 4: Landsberger Hütte (1.810 m)

Tirol/ Allgäuer Alpen

Landsberger Hütte
Die Landsberger Hütte (1.810 m) liegt in den Allgäuer Alpen in Tirol direkt unter der Nordwand der Lachenspitze (2.130 m), die auch ein beliebtes, in rund einer Stunde erreichbares, Wanderziel ist. Weitere Touren in der Umgebung führen beispielsweise auf die Steinkarspitze (2.067 m), die Rote Spitze (2.130 m) oder den Schochen (2.069 m) – alle drei Gipfel sind von der Hütte aus in nur einer Stunde Gehzeit zu erklimmen. Die Landsberger Hütte ist ein Etappenziel des Adlerwegs, der durch ganz Tirol führt. Die Lachenspitze gilt zudem als Top-Terrain für Kletterer – den Einstieg zu einem 2009 eröffneten Klettersteig erreicht man von der Hütte aus in rund 20 min. Der Steig (Schwierigkeitsgrad C) ist bestens mit 500 m Stahldrahtseil und zahlreichen Trittstufen ausgestattet, die Kletterzeit beträgt ca. zwei Stunden. Im Winter eignet sich die Gegend rund um die nur in den warmen Monaten bewirtschaftete Hütte gut für Skitouren. Die Landsberger Hütte bietet zahlreiche Betten und Lager zum Übernachten – Reservierungen werden telefonisch angenommen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Im Tiroler Teil der Allgäuer Alpen unter der Nordwand der Lachenspitze (2.130 m) gelegen, steht die Landsberger Hütte vor allem bei Kletterern hoch im Kurs. Die Tiroler Schmankerln im Gastgarten (mit wunderschöner Aussicht auf den nahen Traualpsee) lassen sich aber alle gerne schmecken. Ab Pfingsten wieder geöffnet.


Platz 3: Staufner Haus (1.634 m)

Bayern/ Allgäuer Alpen

Staufner Haus
Hütte • Bayern

Staufner Haus (1.634 m)

Das Staufner Haus (1.634 m) ist eine bewirtschaftete Berghütte in der Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen. Talort ist Steibis in Bayern. Sie liegt an einem Hang nur knapp unterhalb des Hochgratgipfels mit herrlichem Blick auf den Bodensee. Die Hütte ist ein äußerst komfortabler Stütz- und Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Skitouren auf die Gipfel Rindalphorn und Hoher Häderich. Aber auch Familien, Mountainbiker und Tagesausflügler fühlen sich auf der Hütte sehr wohl.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Ebenfalls in den Allgäuer Alpen, aber auf bayerischer Seite liegt das Staufner Haus. Seine Beliebtheit kommt nicht von ungefähr – das umliegende Terrain der Nagelfluhkette bietet sowohl Bergwanderern als auch Skitourengehern viel Gelegenheit zum Austoben. Am Herd werkt mit Pächter Christoph Erd ein gelernter Koch – und der zaubert Köstlichkeiten wie Allgäuer Kässpatzen mit Hittisauer Bergkäse, Kaiserschmarren mit Rotweinzwetschgen und deftigen Braten. Das Rezept für seine einfache, aber herzhafte Gerstensuppe hat er uns verraten. Ab 26.12. wieder geöffnet.


Platz 2: Drei-Zinnen-Hütte (2.405 m)

Südtirol/ Dolomiten

Drei Zinnen Hütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Drei Zinnen Hütte (2.405 m)

Es gibt wohl keine andere Hütte in Südtirol, die so häufig als Ziel auserkoren wird – im Sommer kommen täglich bis zu 2000 Besucher zur Drei Zinnen Hütte (2.405 m). Das liegt einerseits an der sehr geräumigen Hütte selbst, andererseits (vor allem) an der Lage am Fuße des Paternkofels, die einen unsagbaren Blick auf die berühmten Drei Zinnen (2.999 m, 2.973 m, 2.875 m) eröffnet. Die Wahrzeichen der Dolomiten scheinen von der Hütte aus zum Greifen nahe. Die Erstbesteigung der Drei Zinnen (genauer der Großen Zinne) fand 1869 statt. Heute zählen die Große, die Westliche und die Kleine Zinne bei Kletterern zu den gefragtesten Gipfelzielen der Alpen, wobei auch der Paternkofel (2.744 m), bekannt durch den Innerkofler-De-Luca Klettersteig, und der Toblinger Knoten (2.617 m) beliebte Ziele von Alpinisten sind. Wer nicht ganz so hoch hinaus möchte, dem sei die kindertaugliche Umrundung der Drei Zinnen von der Hütte aus (in beide Richtungen möglich) ans Herz gelegt: Drei Zinnen Hütte – Lange Alm – Auronzohütte – Lavaredohütte – Paternsattel – Drei Zinnen Hütte. Eine wunderschöne, sehr einfache Wanderung mit wenig Höhenunterschied (400 m, rund 4 h Gehzeit). Es geht auf einem Schotterweg vorbei an kleinen Bergseen – auch die folgenden Berge hat man dabei gut im Blick: Rautkofel (2.737 m), Schwalbenkofel (2.800 m), Schwabenalpenkopf (2.687 m), Morgenkopf (2.464 m), Toblinger Knoten (2.617 m), Sexten Stein (2.539 m), Paternkofel (2.744 m) und Passportenkopf (2.701 m). Besonders beliebt ist das Gebiet auch bei Mountainbikern, die aus einem schier unerschöpflichen Reservoir an Routen wählen können. Ab dem Paternsattel herrscht im Naturpark allerdings ein Radfahrverbot. Ähnliches gilt im Winter für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Für Letztere zählt der Aufstieg aus dem Fischleintal durch das Altensteiner Tal zur Hütte zu den schönsten Unternehmungen in den Sextener Dolomiten.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Was für eine Lage! Kein Wunder, dass diese Hütte - am Fuße des Paternkofels gelegen – zu den am häufigsten besuchten Stützpunkten Südtirols gehört. Im Sommer genießen hier bis zu 2.000 Wanderer und Mountainbiker den sagenhaften Ausblick auf die berühmten Drei Zinnen. Das Niveau der Kulinarik wird trotz des Andrangs erfreulich hoch gehalten – wer es etwas besinnlicher mag, findet wenige Meter oberhalb der Hütte eine kleine Kapelle.


Platz 1: Landawirseehütte  (1.985 m)

Salzburg/ Schladminger Tauern

Landawirseehütte
Hütte • Salzburg

Landawirseehütte (1.985 m)

Die Landawirseehütte (1.985 m) liegt zu Füßen von Samspitze, Pietrach und Hoher Wagen in den Schladminger Tauern in Salzburg. Oberhalb der Hütte ist die Trockenbrotscharte und unterhalb der Göriachwinkel. Der Hochgolling (2.864 m), der höchste Gipfel der zu den Niederen Tauern zählenden Berggruppe überragt, gegenüber der Hütte, das Göriachtal. Dieser Winkel der Schladminger Tauern ist bei Wanderern und Bergsteigern wegen seiner landschafltichen Schönheit und Beschaulichkeit beliebt. Auch wenn die Anreise in dieses Salzburger Tal im Lungau etwas mühselig ist. Der Anstieg vom Hüttendorf Göriach, das schon die Reise wert ist, zur Hütte ist einfach. Für geeichte Wanderer ist der Weg auf die Landwirseehütte eher zum Aufwärmen. Familien mit Kindern ist die Wanderung als abwechslungsreicher Tagesausflug zu empfehlen. Auch Mountainbiker kommen, wenn sie von Tamsweg aus auf die Hütte radlen, auf ihre Rechnung. Die Auffahrt wird toleriert. Es handelt sich dabei um keine offizielle Fahrstrecke.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Platz 1 für die kleine Landawirseehütte in einem beschaulichen Winkel der Schladminger Tauern würde normalerweise wohl überraschen – nicht jedoch im vergangenen Monat, denn die Sektion Lungau sucht für den Stützpunkt einen neuen Pächter, wovon wir hier berichtet haben. Zukünftige Betreiber können sich auf knapp 2.000 m an den beiden hübschen Landawirseen ergötzen – nicht das schlechteste Leben.

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