
Kilian Fischhuber über Klettern und Olympia
Foto: Unknown

Dass sich die Kletterer vor olympischen Plastikletterern fürchten ist mir neu und als Argument nicht ganz nachvollziehbar. Die Plasitkkletterer gibt es ja jetzt schon, vor allem durch den Boom an künstlichen Kletteranlagen, Olympia hin oder her. Wichtig ist es, den neuen Kletterern einen ressourcenschonenden und behutsamen Umgang mit den Felsen und der Umwelt nahe zu bringen. Da werden 5 Ringe auch keinen Unterschied machen.
Tatsächlich fragwürdig finde ich die Einführung der Kombination aller drei Disziplinen. Hier gab es nie einen Bewerb, einen getesteten geschweige denn funktionierenden Modus und somit Athleten. Athleten die jetzt von der Besteigung des Olymps träumen, denken hier meiner Meinung nach zu kurzfristig. Wenn Klettern 2020 floppt, dann wars das. Ich bin für eine nachhaltige, überlegte und erprobte Aufnahme vom Klettersport anstatt von Schnellschüssen.“
Natürlich ist es möglich in allen drei Disziplinen zur Weltspitze zu gehören. Die Kombination gibt's ja auch im Skisport. Aber es käme doch keiner auf die Idee den Slalom und die Abfahrt deswegen zu streichen, oder?“

„Viel mehr Geld und Ruhm gäbe es wahrscheinlich nicht. In Ländern mit guter Verbandsstruktur würde sicher eine Gleichstellung mit ähnlichen Sportarten (die bereits olympisch sind) stattfinden. Wenn ich mir aber viele nationale Verbände anschaue glaube ich nicht, dass Olympia da einen großen Ruck machen wird. Hier fehlen die Leute, die Struktur, die Erfahrung. So was kann man nicht kaufen. Klettern ist in vielen Ländern nicht so weit. Und da meine ich auch europäische Länder!“
„Sinn machen würde es, die 3 Disziplinen so wie sie sind in den Olympischen Zirkus aufzunehmen. Boulder, Speed, Lead. Fertig! Der internationale Verband hat sich halt billig verkauft und die "Krot geschluckt" und dem Sport eine neue Disziplin aufgezwungen. Nachhaltige Entwicklung sieht anders aus! Ich frage mich nur wie es gelungen ist dem IOC etwas derart unerprobtes zu verkaufen. Die müssen doch auch stutzig sein, oder etwa nicht?“
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Kilian Fischhuber ist vielen als der Boulderkönig ein Begriff. 15 Jahre lang war er im Weltcup unterwegs und hat unzählige Titel gewonnen. Seit letztem Jahr ist Schluss mit den stressigen Wettkämpfen – doch auch nach seinem Abschied geht der fünffache Gesamtweltcupsieger nicht in Kletterpension. Er freut sich vielmehr auf die kommenden Klettertage draußen, am Fels mit seinen Freunden.
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