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Seilfrei

Drei 3.000er ohne Gletscherkontakt in den Hohen Tauern

• 19. April 2022

Gipfel jenseits der 3.000 Meter üben auf viele eine ganz besondere Faszination aus. Weit über der Baumgrenze locken sie mit unbeschreiblichen Fernblicken und hochalpinem Ambiente. In den Alpen müssen für die Riesen oft Gletscher überquert werden, wofür man neben umfangreichem Know-how auch eine Seilschaft benötigt. Es gibt aber auch Touren ohne Kontakt mit spaltenreichen Gletschern. Wir möchten euch drei ganz besonders schöne in den Hohen Tauern vorstellen.  

Bergsteiger am Kaindlgrat auf dem Weg auf das Große Wiesbachhorn
Foto: Daniel Kubera / rauf-und-davon.at
3.000er ohne Gletscherkontakt: Großes Wiesbachhorn mit Kaindlgrat
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Bitte beachten: Auch wenn man keine Gletscherspalten fürchten muss, handelt es sich hier um anspruchsvolle und konditionell fordernde Bergtouren in hochalpinem Gelände. Ausreichend Kondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind dafür unabdingbar. Je nach Verhältnissen (Schneefelder, spaltenfreie Gletscher) können Steigeisen und Pickel erforderlich sein. Erfahrung ist also Voraussetzung, will man die Gipfel ohne Bergführer oder Bergführerin erklimmen.

Wem noch das nötige Know-how fehlt, einen 3.000er zu besteigen und wer sich an die Materie herantasten will, dem empfehlen wir die Bergwelten-Bergschule. Ab 1. Mai lernt ihr in 9 Online-Modulen alles, was es für Hochtouren zu wissen gibt. Mehr dazu lest ihr am Ende des Artikels und hier: Bergwelten-Bergschule.

Großes Wiesbachhorn (3.564 m) über Kaindlgrat

Was für ein Berg, was für eine Tour! Mit 3.564 Metern ist das Große Wiesbachhorn der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe und bietet alles, was ein Bergsteigerherz höherschlagen lässt: schöne Tiefblicke, abwechslungsreiches Terrain und ein Gipfelpanorama zum Niederknien. Startpunkt ist der malerischen Stausee Mooserboden, der für sich schon einen Besuch wert ist. Möchte man die Tour auf zwei Tage aufteilen, bietet das Heinrich-Schwaiger-Haus mit seiner traumhaften Terrasse eine Übernachtungsmöglichkeit auf halbem Weg. Optisches Highlight ist der – leider meist nur mehr zu Saisonbeginn – wunderschön geschwungenen Kaindlgrat (Achtung: hier können je nach Verhältnissen Pickel und Steigeisen nötig sein). 

Spielmann (3.027 m) vom Glocknerhaus

In direkter Nachbarschaft zum Großglockner steht der Spielmann. Vom Glocknerhaus aus, das an der Großglockner Hochalpenstraße liegt, muss man „nur“ mehr rund 940 gletscherfreie Höhenmetern bis zum Gipfel zurücklegen. Dort erwartet einen ein Rundblick der Extraklasse. An klaren Tagen kann man bis zu den Drei Zinnen sehen.

Hocharn (3.254 m) über Erfurterweg

Der Hocharn ist mit 3.254 Metern der König der Goldberggruppe. Genau wie sein Nachbar, der Hohe Sonnblick, wird er gerne im Winter mit Ski bestiegen. Aber auch im Sommer ist der Hocharn ein Schmankerl, das ganz ohne Gletscherkontakt bestiegen werden kann. Der Weg auf seinen Gipfel zählt zu den schönsten Touren im Rauriser Tal. Er lässt sich übrigens wunderbar mit dem Hohen Sonnblick und einer Nacht im Zittelhaus kombinieren.

Dein erster 3.000er

Du hast jetzt Lust bekommen, selbst einen 3.000er zu besteigen, aber dir fehlt noch das nötige Know-how? Dann bist du bei der Bergwelten-Bergschule genau richtig! In neun Online-Modulen erklären Expertinnen und Experten, worauf es auf einer Hochtour ankommt. Jetzt anmelden und loslegen: die Bergwelten-Bergschule.

Bergwelten Bergschule
Foto: Bergwelten
Bergwelten Bergschule

Nicht vergessen: In der Bergschule vermitteln wir dir alles, was du für solch anspruchsvolle Touren wissen musst. Weil man Bergsteigen am Berg lernt, gilt es, das dazugehörige Können mit einer Bergführerin oder einem Bergführer oder in einem Hochtouren-Kurs im Gelände zu erwerben und zu festigen.

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