Tourentipps

Drei 3.000er ohne Gletscherkontakt in den Hohen Tauern

• 20. Juli 2021
von Daniel Kubera

Gipfel jenseits der 3.000 Meter üben auf viele eine ganz besondere Faszination aus. Weit über der Baumgrenze locken sie mit unbeschreiblichen Fernblicken und hochalpinem Ambiente. In den Alpen müssen für die Riesen oft Gletscher überquert werden, wofür man neben umfangreichem Know-how auch eine Seilschaft benötigt. Es gibt aber auch Touren ohne Kontakt mit spaltenreichen Gletschern. Wir möchten euch drei ganz besonders schöne in den Hohen Tauern vorstellen.  

Bergsteiger am Kaindlgrat auf dem Weg auf das Große Wiesbachhorn
Foto: Daniel Kubera / rauf-und-davon.at
3.000er ohne Gletscherkontakt: Großes Wiesbachhorn mit Kaindlgrat

Bitte beachten: Auch wenn man keine gefährlichen Gletscher überqueren muss, handelt es sich hier um anspruchsvolle und konditionell fordernde Bergtouren in hochalpinem Gelände. Ausreichend Kondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind dafür unabdingbar. 

Großes Wiesbachhorn (3.564 m) über Kaindlgrat

Berg- und Hochtouren • Salzburg

Wiesbachhorn

Dauer
4:30 h
Anspruch
WS mäßig
Länge
5,9 km
Aufstieg
1.560 hm
Abstieg
60 hm

Was für ein Berg, was für eine Tour! Mit 3.564 Metern ist das Große Wiesbachhorn der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe. Entlang des Weges zum Gipfel findet man alles, was das Bergsteigerherz höherschlagen lässt. Startpunkt ist der malerischen Stausee Mooserboden. Stützpunkt das Heinrich-Schwaiger-Haus mit seiner traumhaften Terrasse. Optisches Highlight am Weg der, vor allem zu Saisonbeginn, wunderschön geschwungenen Kaindlgrat (Achtung: hier kann man je nach Verhältnissen Pickel und Steigeisen brauchen). Ohne gefährlichen Gletscherkontakt bekommt man hier hochalpinen Genuss vom Feinsten.

Spielmann (3.027 m) vom Glocknerhaus

Wandern • Kärnten

Spielmann

Dauer
6:00 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
10 km
Aufstieg
1.150 hm
Abstieg
80 hm

In direkter Nachbarschaft zum Großglockner steht der Spielmann. Vom Glocknerhaus aus, das an der Großglockner Hochalpenstraße liegt, muss man „nur mehr“ rund 1.150 gletscherfreie Höhenmetern bis zum Gipfel zurücklegen. Dort erwartet einen dann ein Rundblick der Extraklasse. An klaren Tagen kann man hier bis zu den Drei Zinnen sehen.

Hocharn (3.254 m) über Erfurterweg

Der Hocharn ist mit 3.254 Metern der König der Goldberggruppe. Genau wie sein Nachbar, der Hohe Sonnblick, wird er gerne im Winter mit Ski bestiegen. Aber auch im Sommer ist der Hocharn ein Schmankerl, das ganz ohne Gletscherkontakt bestiegen werden kann. Mit Sicherheit zählt der Weg auf seinen Gipfel zu den schönsten Touren im Rauriser Tal. Er lässt sich übrigens auch wunderbar mit dem Hohen Sonnblick samt einer Nacht im Zittelhaus kombinieren.

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