UNESCO Weltnaturerbe entdecken

Geologie zum Anfassen in Flims

Anzeige • 4. September 2018

Die UNESCO Tektonikarena Sardona in Flims zeigt eindrücklich und greifbar wie sonst nirgendwo auf der Welt die Auswirkung der Kontinentalplattenverschiebung und die Entstehung der Alpen.

Tektonikarena Sardona
Foto: Flims / Gaudenz Danuser
Hier steht der Berg Kopf: Die ältere Gesteinsschicht liegt über der jüngeren Schicht.

2008 wurde die 32.850 Hektar grosse Tektonikarena Sardona inmitten des Schweizer Kantondreiecks Graubünden, Glarus und St. Gallen von der UNESCO für die einzigartige Sichtbarkeit des Gebirgsbildungsprozesses zum Weltnaturerbe ernannt und gehört seitdem zu einem von drei Naturerbestätten der Schweiz. Besonders in der Destination Flims sieht man, wie sich eine Kontinentalplatte vor Millionen Jahren über die andere geschoben hat und somit die Alpen bildete.

Der Clou: Die ältere, bis zu 300 Millionen Jahre alte Schicht liegt hier über der jüngeren, rund 50 Millionen Jahre alten Schicht. Die Gesteinsschichten der afrikanischen und europäischen Kontinentalplatten trennt hier eine gut sichtbare, helle Kalklinie. Die Tschingelhörner und das Martinsloch sind durch das Überschieben, Falten und anschliessende Zerbrechen der Schichten entstanden.

Tektonikarena Sardona Martinsloch
Foto: Flims / Gaudenz Danuser
Zweimal im Jahr wird das Martinsloch Schauplatz eines Spektakels: Dann scheint die Sonne für wenige Minuten durch das Felsenfenster direkt auf den Kirchturm von Elm.
Martinsloch Tschingelhorn
Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, scheint die Sonne am frühen Morgen für etwa zweieinhalb Minuten durch das Martinsloch im großen Tschingelhorn auf den Kirchturm des Bergdorfs Elm. Für den 7. September 2017 kündigt sich ein weiteres Naturphänomen an – dieses Mal wird der Mond durch das sagenumwobene Felsenfenster lugen.

UNESCO Weltnaturerbe erwandern – Tipp:
Wasserwanderweg „Trutg dil Flem“

Neben der geologischen Bedeutung ist die Destination vor allem für die abwechslungsreiche und beeindruckende Natur bekannt. Tipp für die perfekte UNESCO Herbstwanderung: der Wasserwanderweg „Trutg dil Flem“. Der prämierte Flimser Wasserweg führt von der Quelle des Bachs Flem im oberen Segnesboden vorbei an einmaligen Schluchtenlandschaften. Dabei überquert man sieben einzigartige Brücken des Bündner Brückenbauers Jürg Conzett. Von ihnen aus kann man die bizarren Felsformationen und das Wasserspiel des Flem besonders gut beobachten und dem Rauschen des Bergbachs lauschen.

Der Wasserwanderweg führt über 7 Brücken am Flem entlang.

KONTAKT:
Gästeinformation Flims

Tel.: +41 81 920 92 00
Weitere Informationen finden Sie auf der Website, auf Facebook oder YouTube.


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