„Weg“ ist allerdings eine irreführende Bezeichnung. Bei seiner Begehung handelt es sich um ein hochalpines, anspruchsvolles Unternehmen, ständig nahe bzw. direkt am Tauernhauptkamm, oft über der 3.000-m-Marke, teilweise auf vergletschertem Gelände. Mit Sicherheit also keine Route für Trekking-Einsteiger.
Vielmehr ist es eine anspruchsvolle Überschreitung des Tauernhauptkammes. Die einzelnen Tagesetappen erfordern größtenteils absolute Trittsicherheit. Kurze am Seil gesicherte Gratpassagen sind ebenso zu bewältigen, wie ein nicht ungefährlicher vergletscherter Abschnitt. Mit dem Hocharn wird ein eindrucksvoller, vergletscherter 3.000er-Gipfel überschritten. Nur für geübte Alpinisten mit hochalpiner Erfahrung - für diese allerdings ein großartiges Erlebnis!
Weniger geübten Bergsteigern empfehlen wir, diese Tour in Begleitung eines staatlich geprüften Bergführers durchzuführen!
Die erste Etappe des Tauernhöhenweges im Nationalpark Hohe Tauern führt vom
Glocknerhaus an der Großglockner-Hochalpenstraße über den Spielmann und das Hochtor zum Berggasthof Wallackhaus.
Der zweite Tag am Tauernhöhenweg stellt die Königsetappe dar. Es empfiehlt sich früh aufzubrechen, denn der Etappeabschnitt ist nicht nur lang, sondern auch eine technische Herausforderung. Die Tour führt über den Hocharn und damit über den höchsten Punkt der gesamten Tour auf 3.254 m zum
Zittelhaus.
Die dritte Etappe des Tauernhöhenweges führt vom
Zittelhaus über die kleine
Rojacher Hütte zur
Duisburger Hütte. Die Etappe ist relativ kurz, alternativ kann die Tour durch den Ansteig über das Schareck verlängert werden.
Die vierte Etappe des Tauernhöhenweges zeichnet sich durch wenige Höhenmeter auf- wie auch abwärts aus. Auf dem schönen Duisburger-Hannover-Weg wandert man zur Feldseescharte auf 2.710 m und steigt über den anschließenden Hagener Weg zur
Hagener Hütte auf 2.448 m hinab.
Die fünfte Etappe des Tauernhöhenweges führt von der
Hagener Hütte zum
Hannoverhaus. Dabei müssen längere Passage überwunden werden, die absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.
Die letzte Etappe des Tauernhöhenweges führt vom
Hannoverhaus über die Großelendscharte zur
Osnabrücker Hütte und entlang des Kölnbreinspeichers bis zur Talsperre. Von hier gelangt man mit dem Bus über die Maltaltal-Mautstraße hinunter nach Malta und Gmünd.