
Standplatz-Fels I: Reihenverankerung
Foto: argonaut.pro
von Peter Plattner
- An einem einzigen Fixpunkt (Klemmblock, Baum, Sanduhr, ...).
- An mehreren Fixpunkten.
- Ist mindestens ein Fixpunkt ein Normbohrhaken, wird eine Reihenverankerung verwendet.
- Überall sonst – sprich: zwei oder mehr Schlaghaken, mobile Fixpunkte, ... – verwenden wir die Universalmethode, die auch Abseilstand oder Pseudo-Ausgleich genannt wird.
Die Reihenverankerung
- Fester, rissfreier Fels.
- Solide Montage des Bohrhakens (lässt sich nicht bewegen).
- Bohrhakenlasche oder Öse liegt satt am Fels.
Und so geht's:



Die Vorteile der Methode
- Durch das direkte Einhängen der Selbstsicherung in den unteren Verschlusskarabiner spart man sich einen Karabiner, nämlich einen eigenen Verschlusskarabiner für die Selbstsicherung.
- Weil auch der zweite (obere) Karabiner mit einer Verschlusssicherung versehen ist, kann man den unteren Karabiner jederzeit öffnen und seine Selbstsicherung aushängen – zum Beispiel wenn in der „Raupentechnik“ geklettert wird und der Vorsteiger die Selbstsicherung aushängt –, das weiche Auge bleibt dabei trotzdem permanent in einem „geschlossenen System“.
- Deswegen kann diese Reihenverankerung immer nach demselben Ablauf gebaut werden, egal ob in Wechselführung geklettert wird oder immer dieselbe Person vorsteigt („Raupentechnik“).
- Beim Nachsichern hängt nur ein Karabiner für die Partnersicherung im weichen Auge. Das erhöht den Bedienungskomfort, weil es keine „Reibereien“ mit einem ebenso im weichen Auge eingehängten Karabiner für die Selbstsicherung gibt.
- Wird in „Raupentechnik“ geklettert, hängt der Nachsteiger (am Standplatz angekommen) seinen Selbstsicherungskarabiner in das weiche Auge ein, in welchem dann nur zwei Karabiner (Partnersicherung und Selbstsicherung des Nachsteigers) hängen. Der dritte (die Selbstsicherung des Vorsteigers) fällt weg, weil der ja „eine Etage höher“ hängt, was das ganze übersichtlicher macht.

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