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Hütten

August: 5 Hütten-Tipps der Redaktion

• 27. Juli 2021

Hütten in den Bergen gibt es zwar nicht so viele wie Sterne am Firmament – die Auswahl ist dennoch riesig. Wir stellen euch einmal im Monat unsere aktuellen Favoriten zum Einkehren vor!

Die Gjaid Alm liegt auf dem Hochplateau des Dachstein-Massivs
Foto: Julius Hirtzenberger/ Bergwelten
Die Gjaid Alm liegt auf dem Hochplateau des Dachstein-Massivs
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Karl-Ludwig-Haus, 1.804 m

Steiermark/ Rax-Schneeberg-Gruppe

Das Karl Ludwig Haus steht auf 1.800 m auf der Rax, einem abwechslungsreichen Massiv der Rax-Schneeberg-Gruppe an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Hinter dem Haus wölbt sich die Heukuppe, die höchste Erhebung der Rax, auf. Sie ist ein Gipfel ohne Kreuz. Stattdessen steht dort ein Heldenstein zum Gedenken an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Mitglieder des Österreichischen Touristenklubs. Die Rax ist eine Hochfläche, die sich über 34 Quadratkilometer erstreckt und von unzähligen Gräben und Tälern durchzogen ist. Das Haus ist voll bio-zertifiziert. Eine Besonderheit, nicht nur unter den Hütten der Rax-Schneeberg-Region. Alle Speisen sind zu 100 Prozent biologisch. Das wird mehrmals pro Saison geprüft. Bio erstreckt sich auch auf die Lieferanten. Alle Nahrungsmittel am Karl-Ludwig-Haus sind Gentechnik-frei, ohne Einsatz von Kunstdünger erzeugt und deren Produzenten erhalten einen fairen Preis für Produkte. Ein für Vegetarier und Veganer geeignetes Berghaus.  Das Karl-Ludwig-Haus ist sommers wie winters ein attraktives Ziel. Nicht nur wegen des kurzen Zustiegs vom Preiner Gscheid. Das Haus steht so, dass Gäste uneingeschränkte Sicht Richtung Süden weit in das Steirische hinein haben, Sonnentage nahezu endlos Licht bescheren und die gastronomische Qualität sehr hoch ist. Eltern, die mir ihren Kindern eine erste richtige Bergtour machen wollen, sollten das Haus als Ziel wählen. Das Haus ist je nach Wetter bis Mitte/Ende November geöffnet.
Geöffnet
Apr - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Rax ist besonders für Wiener gut erreichbar, aber eigentlich für alle Bergfexe einen Ausflug wert: ein herrliches Wandergebiet an der Grenze von Niederösterreich und der Steiermark. Auf der steirischen Seite (am schnellsten vom Preiner Gscheid zu erreichen) liegt das aussichtsreiche Karl-Ludwig-Haus und dort gibt es den besten Kaiserschmarrn aller Zeiten – zumindest, wenn man Bergwelten Magazin-Chefredakteurin Katharina Lehner vertraut.

Gjaid Alm, 1.738 m

Oberösterreich/ Dachsteingebirge

Die Gjaid Alm (1.738 m) liegt auf der Hochfläche des Dachsteinplateaus im inneren Salzkammergut in Oberösterreich. Und mitten im UNESCO-Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein. Historiker gehen davon aus, dass die Alm bereits in der Römerzeit zur Viehhaltung benutzt wurde. Dazu wurden seit 2001 regelmäßig Grabungen in der Umgebung der Hütte durchgeführt. Unter der Gjaid Alm liegen die Dachstein-Rieseneis- und Mammuthöhle. Die Alm wird im Sommer und Winter von bewegungshungrigen, naturverbundenen Menschen in Atem gehalten. Sie tritt als Freesports Arena auf. In der sich in der schneelosen Zeit Wanderer, Bergsteiger, Kletterer, Klettersteig-Geher, Paragleiter und Outdoor-Fans, auf Schnee Freerider, Skitouren- und Schneeschuh-Geher, Snowboarder, Eiskletterer, Ski- und Skivarianten-Fahrer ein Stelldichein geben. In dieser Umgebung ist die Hütte ein Ort der Behaglichkeit, der Beschaulichkeit, der Ruhe und zum Kraftsammeln. Ein Haus zwischen Extremsport und Extrem-Entspannung. Ruhesuchende, die das Alltagsadrenalin abbauen wollen, beschreiten auf der Privathütte in Yoga-Kursen, im Meditationsraum oder in der Sauna ihre inneren Wege. Und jene großen und kleinen Gäste, die eine Alm hauptsächlich als Platz von weidenden und grasenden Tieren verstehen, können seit dem Sommer 2016 mit Ziegen, Shetland-Ponies, Haflinger, Schafen, Schweinen, Kühen und Hühnern auf Tuchfühlung gehen.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Gjaid Alm liegt auf dem Hochplateau des Dachstein-Massivs, umgeben von Latschenhainen und einer spektakulären Bergkulisse. Immer schon war sie auch für ihre außergewöhnliche Gastfreundschaft und Kulinarik beliebt – diesem Anspruch fühlt sich auch der neue Pächter Bernhard Huemer verpflichtet.

Julius Payer Hütte, 3.029 m

Trentino-Südtirol/ Ortler-Alpen

 „Die pickt einfach so schön exponiert auf dem Ortler, dass man glaubt, man ist bei Harry Potter“ – so das Urteil von Bergwelten-Online-Redakteur Daniel Kubera. Er nutzte die Hütte unlängst als Stützpunkt für eine Besteigung des höchsten Bergs Südtirols. Für einen grandiosen Ausblick auf das Obervinschgau sowie die Bergketten der Nachbarländer Schweiz und Österreich reicht es aber auch nur auf die Hüttenterrasse zu gehen.

Lamsenjochhütte, 1.953 m

Tirol/ Karwendel

Inmitten des Alpenparks Karwendel kann die Lage nur spektakulär sein. Die steilen Wände der namensgebenden Lamsenjochspitze lassen diese Hütte aber noch abenteuerlicher wirken. Auf der über 100 Jahre alten Hütte kann man seine Speicher mit herzhaften Tiroler Schmankerln wieder auffüllen – auf den zahlreichen Wander- und Kletterrouten in der Umgebung lassen sich die Kalorien im Nu wieder vernichten.

Heinrich-Schwaiger-Haus, 2.802 m

Salzburg/ Glocknergruppe

Die Panoramaterrasse mit Blick über den Stausee Mooserboden ist fast schon unverschämt schön platziert. Warum sich ein Besuch der hoch über Kaprun auf der Salzburger Seite der Hohen Tauern gelegenen Hütte noch lohnt: Es wird sehr gschmackig und mit lokalen Zutaten gekocht.

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