Hütten

6 Hütten mit Seeblick

Hütten-Tipps • 16. Juli 2020
von Gabi Ebner

Auf eine Hütte zu wandern, sich auf die Sonnenterrasse zu setzen und kulinarische Köstlichkeiten aus der Region zu genießen das ist im Sommer immer ein Genuss. Die folgenden 6 Hütten bieten dazu noch traumhafte Aussichten auf einige der großen Alpenseen.

Erfurter Hütte im Tiroler Rofangebirge
Foto: mauritius images/ Konrad Wothe
Hoch über dem Achensee: Die Erfurter Hütte im Tiroler Rofangebirge

1. Lärchenhütte, 1.050 m

Salzburg/ Wolfgangsee, Mondsee

Die Lärchenhütte am Zwölferhorn
Die Lärchenhütte (1.050 m) befindet sich direkt oberhalb von St. Gilgen im Sausteigalmgebiet am Zwölferhorn im Bundesland Salzburg. Das Gebiet rund um die Hütte ist sozusagen ein Abenteuerspielplatz für jedermann. Kletterer, Mountainbiker, Tourengeher, Rodler, Familien, Naturliebhaber oder gemütliche Spaziergänger fühlen sich in der Zwölferhorn-Region wohl.  Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf den Wolfgangsee, den benachbarten Mondsee und den Krottensee. Der gegenüberliegende Schafberg bzw. die vom Wolfgangsee empor reichende Falkensteinwand mit seinem Pilgerweg ist ebenfalls zu erspähen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Von der Lärchenhütte blickt man gleich auf zwei Seen des Salzkammergutes: den Mondsee und den Wolfgangsee. In der Eiszeit formten Gletscher beide Seebecken, die sich dann mit Wasser füllten. Der Mondsee war zeitweise wesentlich größer als heute, er reichte sogar bis Thalgau. Die Lärchenhütte ist auch in kulinarischer Hinsicht ein überaus lohnendes Ausflugsziel. Ob Käse, Gebäck oder Bier der Ersten Wolfgangseer Braugesellschaft - serviert werden größtenteils Produkte aus regionalen Kleinbetrieben. Die Hütte lässt sich zu Fuß, mit dem Mountainbike und mit dem Auto einfach erreichen. Wer möchte kann auch mit der Seilbahn von St. Gilgen auf das Zwölferhorn fahren und zur Hütte absteigen.

2. Berggasthaus Herzogstand, 1.575 m

Bayern/ Walchensee

Herzogstandhaus
Der Berggasthof auf dem Herzogstand ist ein Klassiker für alle Wanderer aus München. Kombiniert mit der Herzogstandbahn ist ein Ausflug dorthin auch für Menschen möglich, die lieber gemütlich als mit Schweiß auf der Stirn in die Berge wollen. Ein Haus mit königlicher Geschichte: König Max II. und König Ludwig II. hatten hier ihre Jagdhäuser. Die Jagdhäuser wurden durch Brände zerstört, der heutige Berggasthof 1991 neu gebaut – auf königlichem Fundament, das den Bränden standgehalten hatte. Von der großen Sonnenterrasse mit Plätzen für bis zu 400 Personen reicht der Ausblick über den Walchensee hinweg von der östlichen Karwendelspitze über Soiernspitz, Stubaier- und Ötztaler Alpen, Wetterstein mit Zugspitze, das Estergebirge bis zu den Lechtaler und Allgäuer Bergen. Steigt man in 45 Minuten auf den Herzogstandgipfel und wandert vielleicht noch weiter auf dem Panoramaweg zum benachbarten Heimgarten hat man auch den Kochelsee und das Flachland im Norden im Blick. Die versicherte Gratwanderung mit den grandiosen Ausblicken ist die vielleicht beliebteste Höhenwanderung der Münchner – alleine ist man da selten. Im Winter ist die Skitour am Rand der Skipiste bis zum Berggasthaus lawinensicher und besonders im Frühwinter sehr beliebt.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Hoch über dem türkis-grünen Walchensee in den bayerischen Voralpen lädt das Berggasthaus Herzogstand zum Besuch ein. Die traditionellen bayrischen Schmankerln werden am besten auf der großen Sonnenterrasse genossen. Von dort ist die Aussicht fast endlos: Über den Walchensee zum Karwendel, zu den Stubaier- und Ötztaler Alpen, das Wetterstein- und Estergebirge bis zu den Lechtaler und Allgäuer Bergen kann man den Blick schweifen lassen. In sportlicher Hinsicht bietet das Berggasthaus für Wanderer und Mountainbiker gleichermaßen viele Möglichkeiten. Die umwerfende Aussicht steht auch jenen offen, die es gemütlicher mögen – das Berggasthaus kann per Seilbahn erreicht werden.

3. Menaggio-Hütte, 1.380 m

Italien/ Comosee

Rifugio Menaggio
Die Menaggiohütte (ital. Rifugio Menaggio) liegt an den Hängen des Monte Grona in der Ceneri-Gruppe bietet eine phantastische Aussicht auf den Comosee und die schneebedeckten Gipfel der Walliser Alpen. Von der Hütte kann man einfache und mittelschwierige Wanderungen unternehmen.
Geöffnet
Feb - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Comosee oder Lario, wie er in der Region genannt wird, ist der drittgrößte der oberitalienischen Seen nach dem Gardasee und dem Lago Maggiore. Alle oberitalienischen Seen haben sich gebildet, als sich die eiszeitlichen Gletscher zurückzogen, die ausgeschürften Vertiefungen der Gletscherzungen zurückblieben und sich mit Wasser füllten. Manche Gletscherzungen teilten sich an Hindernissen – deshalb hat der Comosee an seinem Südende zwei Arme, an deren Enden Como und Lecco liegen.

Über dem See liegt die Menaggio-Hütte in einer historisch interessanten Umgebung. Noch heute zeugen die Schützengräben della Crocetta aus Zeiten des Ersten Weltkrieges von den Kriegswirren. Von der Hütte aus bietet sich ein herrlicher Blick auf den Comosee und den beeindruckenden Monte Legnone. Den nahen Gipfel des Monte Grona und die Kapelle St. Amante erreicht man gemütlich auf einem Wanderweg oder mit mehr Action über den Centenario-Klettersteig.

4. Lammersdorfer Hütte, 1.644 m

Kärnten/ Millstättersee

Lammersdorfer Hütte
Die Lammersdorfer Hütte ist ein Almgasthof in den Nockbergen. Die auf 1.650 m Seehöhe liegende Lammersdorfer Hütte wird ob seiner zentralen Lage für viele Wanderungen in den sanften Nockbergen in Kärnten als Ausgangs- oder Endpunkt genutzt. Die Lammersdorfer Hütte mit ihrer köstlichen kärntnerischen Almkost und den wunderschönen Wanderungen mit Blick auf den Millstättersee, ist einfach über eine asphaltierte Bergstraße mit dem PKW zu erreichen.
Geöffnet
Mai - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Lammersdorfer Hütte liegt am Alpe-Adria-Trail und am aussichtsreichen Millstätter-Höhensteig. Der Blick von der Hüttenterrasse reicht weit über den Millstättersee hinaus in die Karawanken und die Julischen Alpen. Die Legende erzählt, dass der zum Christentum bekehrte Karantanenherzog Domitian tausend heidnische Götzenstatuen in den See werfen ließ, weshalb der Name Millstatt auf das lateinische mille statuae zurückzuführen sei.

Die kleine, traditionelle Hütte punktet beim Nachwuchs mit vielen Almtieren und einer Sennerei, die ausgiebig besichtigt werden kann. Neben den Kühen, die die Milch für den hier produzierten Berg- und Frischkäse liefern, werden Schweine, Ziegen und Hasen gehalten. Käse, Almbutter, Topfen und viele Kärntner Almschmankerln stehen zum Verkosten bereit.

5. Erfurter Hütte, 1.834 m

Tirol/ Achensee

Erfurter Hütte
Diese Erfurter Hütte (1.834 m) gilt als einer der beliebtesten Touren-Stützpunkte im Rofan und liegt in prächtiger Aussichtslage auf dem Mauritzköpfl direkt neben der Bergstation der Seilbahn. Im Sommer gibt’s von kindertauglichen Spaziergängen über ausgedehnte Wanderungen bis hin zu überaus anspruchsvollen Berg-, Kletter- und Klettersteig-Touren alles, was das Herz begehrt. Der Fernwanderweg E4 passiert die Hütte ebenso wie der Tiroler Adlerweg. Im Winter bieten sich dem Winterbergsteiger attraktive Skitouren und Schneeschuhwanderungen, während Alpinskiläufern bestens präparierte Pisten zur Verfügung stehen.
Geöffnet
Jan - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Achensee, der größte Tiroler See, ist bekannt für seine ausgezeichnete Wasserqualität und seine Temperatur, die auch im Sommer kaum jemals 20 Grad erreicht. Schwimmen ist also nur für die ganz Harten zu empfehlen, die anderen können das „Tiroler Meer“ von oben betrachten.

Von der Erfurter Hütte zum Beispiel. Da sie per Seilbahn einfach zu erreichen ist, kann man die traumhafte Aussicht bis weit in das Karwendel auch mit kleinen Kindern genießen. Die Möglichkeiten für Tagestouren reichen hier von gemütlichen Wanderungen auf breiten Wegen bis hin zu sehr anspruchsvollen Bergerlebnissen. In der näheren Umgebung der Hütte wurden an einigen Platten gut abgesicherte, einfache Sportkletterrouten eingebohrt – ideal für die ersten Kletterversuche der Kinder. Die Erfurter Hütte ist außerdem Ausgangspunkt für den langen und beeindruckenden 5-Gipfel-Klettersteig im Rofangebirge.

6. Lidernenhütte, 1.727 m

Schweiz/ Viewaldstättersee

Lidernenhütte
Die allseits beliebte Lidernenhütte ist eine Hütte der Sektion Mythen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) in den Schwyzer Alpen im Schweizer Kanton Uri. Die Lidernenhütte liegt inmitten des Lidernengebiets auf einem aussichtsreichen Punkt auf 1.727 m über der Ortschaft Käppeliberg / Chäppeliberg im Riemenstaldner Tal. Der westliche Taleingang gibt den Blick frei auf den Urnersee. Die umgebende sanfte Gebirgslandschaft, die in Richtung Süden in eine Reihe schöner, felsiger Gipfel, wie den Rossstock (2.461 m), den Fulen (2.490 m) und den Chaiserstock (2.514 m) übergeht, ist ein grandios vielfältiges Terrain für bergbegeisterte Familien und Skitourengeher.  Die Berghütte ist ganzjährig ein zentraler Ausgangspunkt für Bergtouren und Stützpunkt für Ausbildungskurse und geführte Touren im Lidernengebiet. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Familienbergsteigen, Kinderbergsteigen, Skitourenlager, Ski- und Snowboardtouren, Schulreisen, Lawinen- und Kletterkurse, Schneeschuhwanderungen, etc.  Lohnende Gipfeltouren bis etwa 2.500 m Seehöhe und Bergwandertouren durch eine malerische Bergkulisse, vorbei an Bergseen, wie den Spilauersee oder den Alplersee sind zahlreich. Durch die Felsflanken der beliebten Gipfel Schmalstöckli, Chaiserstock und Hundstock führen Kletterrouten. Klettergärten findet man in Hüttennähe.   Die Region hat eine magische Anziehungskraft auf Kinder. Familien finden hier ein stark einschlägig ausgerichtetes Bergsport-, Kurs- und Veranstaltungsangebot vor. Abenteuerliche Orientierungsläufe und spielerischer Iglubau runden das Freizeitangebot für Kinder ab. 
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die vier Kantone Luzern, Unterwalden, Schwyz und Uri grenzen an die Ufer des Vierwaldstättersees, der so zu seinem Namen kam. Das Klima am Vierwaldstättersee ist durch den Schutz der Berge so mild, dass hier Zypressen, Feigen, Opuntien und Yuccapalmen gedeihen.

Die romantische Lidernenhütte liegt über dem östlichsten Teil des fjordartig gegliederten Sees im Schweizer Riemenstaldental. Sie bietet keine Duschen oder Doppelzimmer, sondern Brunnen und Massenlager, dafür aber Hüttenzauber für die ganze Familie. Die nahe Seilbahn erleichtert den Aufstieg, in der abwechlungsreichen Landschaft um die Hütte kann der Nachwuchs bedenkenlos toben. Kleine Bergseen in der Umgebung sind lohnende Ziele einfacher Wanderungen. Dazu gibt es auch für Kinder geeignete Kletter-Möglichkeiten. Allabendlicher Fixpunkt für die ganze Familie: Der spektakuläre Sonnenuntergang über dem Vierwaldstättersee.

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