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Hütten

8 Genießer-Hütten mit besonderen Schmankerln

• 27. Juni 2018

Wer fleißig wandert, der darf es sich auch schmecken lassen – und auf manchen Hütten schmeckt’s besonders gut! Wir stellen euch eine feine Auswahl an Genießerhütten in Österreich, Bayern, Südtirol und der Schweiz sowie ihre kulinarischen Leckerbissen vor.

Tierser Alpl Dolomiten
Foto: mauritius images/ Carlo Morucchio
Kulinarischer Stützpunkt: Das Tierser Alpl (2.440 m) in den Dolomiten
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1. Leiteralm, 1.550 m

Südtirol/ Ötztaler Alpen

Die wunderschön am Meraner Höhenweg gelegene Hütte ist von April bis November einen Besuch wert. Jetzt – im Frühsommer – aber ganz besonders, werden auf der Leiteralm doch unwiderstehliche saisonale Schmankerln wie Brennesselknödel oder Buchweizenspätzle mit Bergkäse serviert. Wer Kalorien abbauen möchte, kann das auf Wanderungen im Naturpark Texelgruppe auf angenehmste Weise tun.

2. Neue Heilbronner Hütte, 2.320 m

Vorarlberg/ Verwall

Dank des einfachen Zustiegs ist die mitten im Verwallgebirge gelegene Hütte auch für Familien ein beliebtes Ausflugsziel. Ambitionierte Bergwanderer finden im Umkreis zahlreiche Gipfeltouren, etwa auf die Fluhspitze (2.653 m) oder auf den Patteriol (3.056 m). Die Hüttenschmankerln schmecken allen gleich gut! Dazu zählen Montafoner Marend (Jause), Pasta mit Alpenkräuterpesto oder Original Montafoner Krautsuppe.

3. Tierser Alpl, 2.440 m

Südtirol/ Dolomiten

Alle Wege führen zum Tierser Alpl. Ob man nun vom Schlern zum Lang- oder Plattkofel marschiert, oder von der Seiser Alm zum Rosengarten, immer kommt man an dieser 2015 mit dem Südtiroler Architekturpreis ausgezeichneten Hütte am Fuß der Rosszähne vorbei. Sie ist nicht nur Ausgangspunkt für fantastische Touren, sondern bietet auch eine exzellente Küche, die Tiroler Kost mit mediterranem Einschlag kombiniert. So kredenzen die Hüttenwirtsleute Judith und Stefan Gulasch vom Kastelruther Ochsen mit Speckknödeln oder Tafelspitz mit Rösterdäpfeln ebenso wie Pasta.

4. Karl-Ludwig-Haus, 1.804 m

Steiermark/ Rax-Schneeberg-Gruppe

Das Karl Ludwig Haus steht auf 1.800 m auf der Rax, einem abwechslungsreichen Massiv der Rax-Schneeberg-Gruppe an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Hinter dem Haus wölbt sich die Heukuppe, die höchste Erhebung der Rax, auf. Sie ist ein Gipfel ohne Kreuz. Stattdessen steht dort ein Heldenstein zum Gedenken an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Mitglieder des Österreichischen Touristenklubs. Die Rax ist eine Hochfläche, die sich über 34 Quadratkilometer erstreckt und von unzähligen Gräben und Tälern durchzogen ist. Das Haus ist voll bio-zertifiziert. Eine Besonderheit, nicht nur unter den Hütten der Rax-Schneeberg-Region. Alle Speisen sind zu 100 Prozent biologisch. Das wird mehrmals pro Saison geprüft. Bio erstreckt sich auch auf die Lieferanten. Alle Nahrungsmittel am Karl-Ludwig-Haus sind Gentechnik-frei, ohne Einsatz von Kunstdünger erzeugt und deren Produzenten erhalten einen fairen Preis für Produkte. Ein für Vegetarier und Veganer geeignetes Berghaus.  Das Karl-Ludwig-Haus ist sommers wie winters ein attraktives Ziel. Nicht nur wegen des kurzen Zustiegs vom Preiner Gscheid. Das Haus steht so, dass Gäste uneingeschränkte Sicht Richtung Süden weit in das Steirische hinein haben, Sonnentage nahezu endlos Licht bescheren und die gastronomische Qualität sehr hoch ist. Eltern, die mir ihren Kindern eine erste richtige Bergtour machen wollen, sollten das Haus als Ziel wählen. Das Haus ist je nach Wetter bis Mitte/Ende November geöffnet.
Geöffnet
Apr - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auf dem Karl-Ludwig-Haus auf steirischem Boden, jedoch nur ein paar Steinwürfe von Niederösterreich entfernt, genießt man nebst grandiosem Ausblick und gesunder Luft auch ungemein gesunde Küche. Hier ist alles hundert Prozent Bio. Pächter Gerold Hubmer ist gelernter Koch und hat ein besonderes Faible für karibische und Ethno-Küche. Da werden dann für 1.804 Meter Seehöhe eher unübliche Gerichte wie Gamscurry mit Basmatireis, provenzalisches Ratatouille mit Couscous oder mexikanisches Chili serviert. Tipp: Vom 20.-21. August zaubert Gerold Hubmer zusammen mit Haubenkoch Uwe Machreich ein 6-gängiges Gourmetmenü („Haubenkoch trifft Hüttenwirt“) – 40 Gäste dürfen es verkosten.

5. Präau Hochalm, 1.808 m

Salzburg/ Goldberggruppe

Hoch über dem Gasteiner Tal ist tierisch viel los. Und das im wahrsten Sinn des Wortes, denn Monika und Sepp Rieser übersiedeln ihre Vierbeiner seit 25 Jahren Frühjahr für Frühjahr vom Hof im Tal auf die Präau Hochalm, wo Wanderer von Ende Juni bis Mitte September mit Köstlichkeiten verwöhnt werden. Die Wurst kommt vom eigenen Almrind, der Speck von den Schweinderln. Weiters: Almmozzarella, selbst gebrannter Schnaps, kalt angesetzter Preiselbeersaft sowie frische Krapfen und Strudel aus dem Holzofen.

6. Wimbachschloss, 937 m

Bayern/ Berchtesgadener Alpen

Zwischen Watzmann und Hochkalter liegt inmitten eines herrlichen Wandergebietes ein Schlösschen, das ab 1810 von den Wittelbachern als Jagdschlössl genützt wurde. Zwar gehen die beiden gastronomieerfahrenen Pächter nicht selbst auf Jagd, doch sie lassen sich ihre Wild-Köstlichkeiten vom Jäger höchstpersönlich liefern. Und so gibt’s nicht nur Rehschinken, Hirschsalami oder Gamssuppe, sondern auch Gamsgulasch oder Hirschbraten.

7. Bietschhornhütte, 2.565 m

Wallis/ Berner Alpen

Im magischem Lötschental, auf einer Höhe von 2.565 m, liegt direkt am Fuße des Bietschhorns und in herrlicher Aussichtslage die Bietschhornhütte der Sektion Bern (SAC). Sie ist nicht nur eine der ältesten Hütten der Schweiz, sondern auch deren einzige BIO-Hütte. Heißt: Ab Mitte Juni zaubern die Hüttenwarte Yann, Judith, Yohann und deren Team aus 100% biologischen Zutaten zu ebenfalls 100% köstliche Speisen in herrlicher alpiner Umgebung. Es gibt eine täglich wechselnde Biosuppe und eine regionale Spezialitätenplatte. Liebhaber der deftigeren Küche kommen mit Fondue und Kässpätzli auf ihre Kosten. In diesem Jahr neu: täglich „Berg Burger“ vom Galloway-Rind!

8. Länta-Hütte, 2.094 m

Graubünden/ Adul Alpen

Der beliebte Hochtouren-Ausgangspunkt liegt im Länta, im oberen Talabschnitt des Valsertals, auf über 2.090 m Höhe. An der Länta-Hütte führt auch das viertägige Hütten-Trekking Greina Alta vorbei. Dass man mitten in den Bergen auch ganz wunderbar kochen kann, beweist Hüttenwart Thomas Meier seit über 20 Jahren. Die Speisekarte ist nicht groß, doch was sich darin befindet, entspricht hohen Qualitätsansprüchen und wird immer saisonal und frisch gekocht: Zum Frühstück gibt’s selbst gebackenes Brot und Müsli, später Hirschwurst, Bio-Bergkäse und Weißwein-Risotto, dazu Bündner Pizokel und Tessiner Tagliatelle aus Kastanienmehl.

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