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Hütten

10 Hütten in Klettersteig-Nähe

Hütten-Tipps • 16. Juni 2022
4 Min. Lesezeit

Wir finden, dass es kaum etwas Schöneres gibt als sich nach einem fordernden Drahtseilabenteuer mit deftigen Speisen und ausschweifendem Bergblick zu belohnen. Hier stellen wir euch zehn Hütten in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz vor, die in unmittelbarer Nähe zu Klettersteigen liegen.

Die Fiderepasshütte (2.070 m) in den Allgäuer Alpen
Foto: mauritius images/ Walter G. Allgöwer / imageBROKER
Die Fiderepasshütte (2.070 m) in den Allgäuer Alpen
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Österreich

1. Silberkarhütte, 1.250 m

Dachsteingebirge/ Steiermark

Bereits 1928 wurde die Silberkarklamm über Stege und gesicherte Klettersteige erschlossen. Zum Ende hin läuft die Klamm zur urigen Silberkarhütte (1.250 m) aus, die nicht nur mit einer großartigen Aussicht aufwartet, sondern auch mit kulinarischen Schmankerln aus der Region überzeugt. Letztere hat man sich nach dem Hias-Klettersteig (C/D) auch verdient – wenngleich er auch ein eher kurzer, pfiffiger Steig ist. Wer seine Kräfte hier noch nicht voll ausschöpfen konnte, kann nach einer kleinen Stärkung auf der Silberkarhütte immer noch weiterziehen – auf den Siega-Klettersteig (C/D) zum Beispiel.

2. Adamekhütte, 2.196 m

Dachsteingebirge/ Oberösterreich

Die Adamekhütte (2.196 m) ist gleichermaßen Paradies für Kletterfexe wie idealer Stützpunkt im Rahmen von Entdeckungstouren am Dachstein. So lockt etwa der Amon-Klettersteig (C/D) mit einer für ambitionierte Klettersteiggeher sehr verlockenden Mischung aus Klettersteig und Gletscher. Die einzigartige Kombination aus Landschaft, Felsqualität und Routenverlauf machen den Steig zu einem ganz besonderen Bergerlebnis. Stärken kann man sich dann in der Adamekhütte, in der trotz logistisch schwieriger Hubschrauberversorgung täglich frisch gekocht wird.

3. Hanauer Hütte, 1.922 m

Lechtaler Alpen/ Tirol

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Zwei Klettersteige in unmittelbarer Nähe, mehrere Klettergärten und eine Vielzahl an Gipfeltouren: All das bietet die Hanauer Hütte (1.922 m) in Tirol. Wir empfehlen eine Umrundung der Parzinnspitze (2.613 m): Die Tour ist zwar fordernd und lang, dafür führt sie aber auch an den schönsten Bergseen der Lechtaler Alpen vorbei. Abwechslungsreich geht es mal wandernd, mal kletternd um die Parzinnspitze. Die ausgesetzten Passagen sind alle gut versichert.

4. Berghotel Rudolfshütte, 2.315 m

Granatspitzgruppe/ Salzburg

Von insgesamt 22 Dreitausender-Gipfeln eingerahmt, liegt das Berghotel Rudolfshütte (2.315 m) inmitten der Weißsee-Gletscherwelt im Salzburger Land. Die Rudolfshütte lässt keinen Komfort vermissen – nicht umsonst nennt sie sich Berghotel. Mit der Aussicht auf einen entspannungsreichen Abend in der Sauna kann man sich schon einmal an den Kristall-Klettersteig (E) heranwagen, jenen Steig, der zuweilen als schwerster Klettersteig Österreichs bezeichnet wird. Nicht ohne Grund: Er verspricht vom Zustieg bis zum Ausstieg extremes Abenteuer an meist überhängenden Felswänden.

Deutschland

5. Mindelheimer Hütte, 2.013 m

Allgäuer Alpen/ Bayern

Auch die Mindelheimer Hütte (2.013 m) gilt als Klettersteig-Hochburg – insbesondere der Mindelheimer-Klettersteig (C) efreut sich großer Beliebtheit. In nächster Nähe gibt es zudem einen Klettergarten und natürlich viele weitere Gipfelmöglichkeiten. Die behagliche Berghütte besticht vor allem durch ihren sorgsamen Umgang mit unseren Ressourcen: So ist sie unter anderem mit dem Alpenvereinssiegel „So schmecken die Berge“ ausgezeichnet worden. Hier werden Alm-Käse, selbstgemachte Nudeln, frisch gebackener Kuchen und Fleisch vom Talbauern serviert. Außerdem betreibt die Mindelheimer Hütte ihr Blockheizkraftwerk mit Pflanzenöl und achtet mit ihrer vollbiologischen Kläranlage auf eine nachhaltige Abwasserentsorgung.

6. Fiderepasshütte, 2.070 m

Allgäuer Alpen/ Bayern

Die Fiderepasshütte befindet sich südwestlich von Oberstdorf und ist von Riezlern im Kleinwalsertal mit der Kanzelwandbahn und aus dem Stillachtal mit der Fellhornbahn erreichbar. Sie gilt als idealer Ausgangspunkt, um über den Mindelheimer Steig zur schon genannten Mindelheimer Hütte zu gehen. Bestens bewirtet wird man aber auch schon auf der Fiderepasshütte - Hubert Kaufmann, ein waschechter Kleinwalsertaler, kocht mit Hingabe und Leidenschaft Hüttenschmankerl wie z.B. hausgemachtes Gulasch mit Knödel. 

7. Höllentalangerhütte, 1.381 m

Wettersteingebirge/ Bayern

Im August 2015 wurde die Höllentalangerhütte (1.381 m) neu eröffnet, nachdem sie zwei Jahre zuvor abgerissen worden ist. Aufgrund der großen Lawinengefahr wurde die alte Hütte durch einen lawinenbeständigen Neubau ersetzt – und der erfreut sich regen Zustroms. Denn: Wer über den Höllental-Klettersteig (C) auf den höchsten Berg Deutschlands will, kombiniert seine Tour auf die Zugspitze (2.962 m) meist mit einer Übernachtung auf der Höllentalangerhütte. 2.200 Höhenmeter gilt es zu überwinden: Eine technisch relativ leichte, aber konditionell sehr fordernde Tour, die aussichtsreich durch das Wettersteingebirge auf die Zugspitze führt.

Italien

8. Lavarellahütte, 2.045 m

Südtirol/ Dolomiten

Die Lavarellahütte (2.045 m) ist ein wahres Juwel der Südtiroler Dolomiten: Sie liegt inmitten des Naturparks Fanes-Sennes-Prags, unweit des zauberhaften Grünsees. Umgeben von Dreitausendern bietet sich auch diese Hütte wieder als Ausgangspunkt für zahlreiche Gipfeltouren an. Zum Beispiel lässt sich von hier aus gut die Conturines-Spitze (3.064) machen. Die Tour hinauf auf über 3.000 m führt über einen kurzen Klettersteig (B), der sowohl Trittsicherheit als auch Ausdauer voraussetzt. Eine traumhafte Tour für Klettersteig- und Dolomiten-Liebhaber. Belohnen kann man sich dann in der Lavarellahütte, denn die bietet nebst holzbefeuerter finnischer Sauna auch eine hervorragende Küche.

9. Faneshütte, 2.060 m

Dolomiten/ Südtirol

Die 1928 erbaute Faneshütte (2.060 m) thront oberhalb von St. Vigil in Enneberg in den Südtiroler Dolomiten. Wie auch die Lavarellahütte liegt sie im Naturpark Fanes-Sennes-Prags und bietet damit unzählige Gipfelmöglichkeiten. Allein in unmittelbarer Nähe befinden sich 10 Klettersteige in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Wir empfehlen als Hüttenzustieg den Klettersteig (C) über Heiligkreuzkofel (2.907 m) und die Zehnerspitze (3.026 m). Eine beeindruckende Klettersteigtour, die gleich zwei populäre Gipfel der Fanesgruppe mitnimmt.

Schweiz

10. Lämmerenhütte, 2.502 m

Wallis/ Berner Alpen

Flankiert von mächtig aufragenden Felswänden der umliegenden Dreitausender, liegt die Lämmerenhütte, eine Berghütte der Sektion Angenstein des Schweizer Alpen-Clubs (SAC), in einer rauen, wild anmutenden Gebirgslandschaft in den Berner Alpen im Schweizer Kanton Wallis. Fels, Eis und Schnee dominieren hier die Szenerie und bieten eine breite Bühne für Kletterer, Hochtourenbegeisterte und Skitourengeher. Auf der Zustiegsroute über den Gemmipass passieren Bergwanderer den Daubensee und den Lämmerensee am Lämmerenboden auf 2.296 m. Darüber, auf 2.507 m, thront die Lämmerenhütte.Die Hütte hat sich als ausgezeichneter Ausgangspunkt für Gipfel- und Hochtouren etabliert. Viele Touren führen Bergsteiger auf vergletscherte Gipfel über dreitausend Meter Seehöhe. Das Daubenhorn (2.941 m), das Schwarzhorn (3.104 m), das Schneehorn (3.178 m) und das Steghorn (3.146 m) sind beliebte Tourenziele. Der Wildstrubel ist, mit seinen drei Gipfeln über dreitausend Metern hier die bekannteste Gebirgsgruppe. Die Wilden W – eine mehrtägige Skitour quer durch den attraktivsten Teil des Berner Oberlandes, führt über das Wildhorn und den Wildstrubel zur Lämmerenhütte als Etappenziel. Rund um die Hütte finden Kletterer an die achtzig Kletterrouten mit Schwierigkeitsgraden von 3a bis 7b+, aufgeteilt auf sieben Sektoren. Das alpine Dorado rund um die Lämmerenhütte, welches entsprechende, alpine Erfahrung voraussetzt, wird auch gern in Form von geführten Touren von Bergsteigern entdeckt. Christian Wäfler - Bergführer, Skilehrer und Hüttenwart der Lämmerenhütte, bietet eine breite Palette an geführten Touren in dieser Region an.
Geöffnet
Feb - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Lämmerenhütte liegt inmitten der beeindruckenden Berg- und Gletscherkulisse der Berner Alpen. Einen besonders lohnenden und abenteuerlichen Zustieg bietet der Daubenhorn-Klettersteig von Leukerbad aus. Fast 1.000 Hm im teils überhängenden, extrem fordernden Gelände und über diverse Leitern sind bis zum Gipfel des Daubenhorns (2.972 m) zu meistern. Wem das zu lang oder zu schwer erscheint kann den Gipfel auch über den „kleinen Klettersteig“ erreichen. Diese Variante bietet ca. 320 Hm in meist mittelschwerer Kletterei – doch Vorsicht: auch hier gilt es eine C/D-Stelle zu überwinden. Vom Gipfel links haltend über den weiß-blau-weiß markierten Weg erreicht man im Abstieg den Lämmerenboden mit der Lämmerenhütte und freut sich auf eine gemütliche Einkehr.

Klettersteig auf der Fanisspitze (2.980 m) in den Dolomiten in Südtirol
Foto: Mauritius/Martin Braito
Klettersteig auf der Fanisspitze (2.980 m) in den Dolomiten in Südtirol

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