Wanderung zum Münchner Haus über die Erstbesteiger-Route von Garmisch Partenkirchen

Tourdaten

Anspruch Dauer Länge
T3 anspruchsvoll 11:00 h 21,4 km
Aufstieg Abstieg Max. Höhe
2.290 hm 80 hm 2.941 m

Details

Beste Jahreszeit: Juli bis September
  • Einkehrmöglichkeit
  • Hüttenzustieg

Diese berühmte deutsche Hochsommer-Tour zur Zugspitze, beginnt mit der Durchwanderung der wilden Partnachklamm und verläuft weiter durch das schöne Reintal und über den Schneeferner bis hinauf zum Zugspitzgipfel im bayrischen Wettersteingebirge.

Diese historischen Pfade hat 1820 schon Leutnant Josef Naus für die Erstbesteigung der Zugspitze gewählt. Ein wahrlich historischer Anstieg.

Der Anfang der Route, der von Garmisch-Partenkirchen durch die Partnachklamm führt, lässt über weitere alpine Schönheiten staunen. Dieser Aufstieg durch das Reintal zählt zu den schönsten Pfaden hinauf zur Zugspitze. Zur Bewältigung des ausgedehnten Weges, wird ausreichend Kondition verlangt. Er ist jedoch durchwegs bestens ausgeschildert.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten bieten die Reintalangerhütte und Knorrhütte, welche Wanderern ermöglicht, diese Tour individuell auf ein oder zwei Tagesetappen aufzuteilen.

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Die Tour kann auch für zwei Tagesetappen geplant werden und man kann am ersten Tag auch erste (nach)mittags loswandern. Man benötigt bis zur ersten Übernachtungsmöglichkeit in der gemütlichen Reintalangerhütte etwa 4 Stunden.

Auf dieser Wanderung zum Gipfelkreuz der Zugspitze, sollte man unbedingt trittsicher und schwindelfrei sein, denn diese verläuft über einen schmalen Klettersteig. Wenn dies nicht der Fall ist, kann man einen wunderbaren Ausblick von der Terrasse hinüber zum Kreuz genießen.

Im Gipfelgebäude der Eibsee-Seilbahn wartet eine Ausstellung zur Geschichte der Zugspitze und die viele Zeitzeugnisse in Form von Bildern, Filmen und originellen Exponaten zeigt sind sehr spannend anzusehen. 

Anfahrt

A95 bis Eschenlohe, weiter über die B2 bis Garmisch-Partenkirchen, nach dem Tunnel Richtung Ortsteil Partenkirchen, der Hauptstraße folgen, nahe Ortsausgang Beschilderung zum Olympia Skistadion beachten.

Von Mittenwald auf B2 bis Garmisch-Partenkirchen, erste Abzweigung links, Beschilderung zum Olympia Skistadion folgen.

Über B23 bis Garmisch-Partenkirchen, an der zweiten Ampel rechts in die Gernackerstraße abbiegen und dem Straßenverlauf folgen (St.-Martin-Straße, Bahnhofstraße). An der Rathauskreuzung rechts abbiegen und auf der Hauptstraße bleiben, nahe Ortsausgang der Beschilderung zum Olympia Skistadion folgen.

Parkplatz

Parkplatz am Olympia Skistadion (P14), teilweise kostenpflichtig.

Öffentliche Verkehrsmittel

Stündliche Bahnverbindung zwischen München Hbf und Garmisch-Partenkirchen, weiter mit dem Ortsbus (Linien 1 und 2) bis Olympia Skistadion.

Reintalangerhütte
Die Reintalangerhütte steht am wohl idyllischten Flecken im Wettersteingebirge in Bayern. Im Reintal, umringt von Gipfel, Felswänden und -flanken, nahe Garmisch-Partenkirchen. Nahe der gewohnten Zivilisation. In einer Naturarena, die diese Zivilisation in eine Ferne rückt, so als ob man irgendwo in Alaska befände. Die Zugspitze ragt zwar westlich des Reintales in den bayerischen und Tiroler Himmel. Aber sowohl Nord als auch Süd steigt das Reintal in Gipfel und Grate auf, die einen fast zu einem längeren Aufenthalt auf der Hütte "zwingen".  Und alle - Wanderer, Bergsteiger, Mountainbiker, Hochtourengeher, Kletterer, Skitourengeher, Schneeschuhwander - finden oder sollten sie irgendwann in ihrem bewegten Leben in das Reintal finden. Der Weg durch die Partnachklamm in den Talschluß des Reintals zur Hütte ist einfach und für Familien gangbar, vorausgesetzt die Kinder haben Freude an einem etwas längeren "Spaziergang".  Die Hütte auf einer Waldlichtung am Ende des Reintals wurde 1912 gebaut – gleich daneben befindet sich die alte Reintalangerhütte aus dem Jahr 1883, die heute Skitourengehern als Winterlager dient. Die Nutzung der Alm ist seit 1485 nachweisbar. Ganz in der Nähe des Hauses entspringt die Partnach, die dann wild und ungezähmt auf dem Tal hinaus nach Partenkirchen stürmt. 
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Münchner Haus
Hütte • Bayern

Münchner Haus (2.964 m)

Das Münchner Haus steht auf dem Westgipfel der Zugspitze auf fast 3.000 m. Damit ist es das höchstgelegene Schutzhaus in den deutschen Alpen. Es wurde 1897 gebaut und laufend modernisiert – viel Glas, Stahl und Beton bilden einen schönen Kontrast zum Holz. Bewirtschaftet wird das Münchner Haus seit 1925 von der Familie Barth. In dritter Generation kümmert sich Hansjörg Barth um das Wohl der Gäste. Gleich neben dem Haus befindet sich die Gipfelstation der Bayerischen Zugspitzbahn mit den Bergstationen der Eibsee- und der Gletscherbahn. Während die direkte Anreise mit der Bergbahn ohne Strapazen möglich ist, ist der Fußmarsch von Garmisch oder Hammersbach nur für geübte Wanderer zu empfehlen. Vom Münchner Haus können zahlreiche Berg- und Klettertouren unternommen werden, etwa zur Alpspitze über den Jubiläumsgrat. Zudem dient die Hütte als Zwischenstation auf der dreitägigen Zugspitztour. Im Winter kommen gern Skitourengeher und Skifahrer. Das Haus wird nur von einem einzigen Ofen in der Küche beheizt. Fließwasser ist knapp. 
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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