Im Ilsetal – eine Wasserwanderung in Deutschland
Foto: Harzer Tourismusverband/ M. Gloger
Sommer-Tourentipps

7 Wasserwanderungen in Deutschland

Touren-Tipps • 5. Juli 2017
von Mara Simperler

Im Bergwelten Magazin (August/September 2017) findet ihr zahlreiche wassernahe Touren, denn in der Hitze des Sommers gibt es nichts Besseres als eine Wanderung am Wasser: Hier stellen wir euch 7 Touren in Deutschland zu idyllischen Bergseen und spektakulären Wasserfällen, zu ruhigen Flüssen, frischen Quellen und wilden Klammen näher vor.


1. BAYERISCHE KARIBIK

Eibsee, Bayern | Deutschland

Wandern • Bayern

Rund um den Eibsee

Dauer
1:30 h
Anspruch
T1 leicht
Länge
7,1 km
Aufstieg
70 hm
Abstieg
70 hm

Der rund 180 Hektar große See liegt am Fuß der Zugspitze. In etwa zwei Stunden kann man ihn zu Fuß umrunden. Will man eine (oder alle) der acht kleinen Inseln im See erkunden, muss man aber die Armmuskeln spielen lassen und sich ein Ruderboot ausleihen.

Für Urlaubsreife: Vom Eibsee-Parkplatz, 13 km von Garmisch-Partenkirchen, geht man in 2 h auf leichten Wegen rund um den See.


2. PARTNACHKLAMM

Garmisch-Partenkirchen, Bayern |Deutschland

Mit ihren tosenden Strudeln, hohen Felswänden und strahlend blauen Becken gilt die Partnachklamm völlig zu Recht als eine der schönsten Klammen der Alpen.

Für Gemütliche: Vom Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen folgt man der Partnach bis zum Einstieg der Klamm. Die gesamte Tour dauert 1,5 h.


3. LECHWEG

Vorarlberg, Tirol, Bayern | Österreich, Deutschland

Am jungen Lech entlang des Lechwegs
Türkises Wasser, weiße Steine

Wasser- und Weitwandern: Der Lechweg

Eine Quelle, ein Bach, ein wilder Fluss – der Lech, in seinem Oberlauf einer der letzten noch frei fließenden Gebirgsbäche, entfaltet auf seinem Weg vom Formarinsee in Vorarlberg durch das Tiroler Lechtal bis zum Lechfall bei Füssen im Allgäu seine ganze Schönheit. Sein türkises Wasser umspielt die sich immer wieder veränderten Schotterbänke, Heimat einer seltenen Fauna und Flora. Sein Lauf hat die Menschen an seinen Ufern und die Kultur- und Naturlandschaft über die Jahrhunderte geprägt und tut dies noch heute.

Vom Formarinsee in Vorarlberg bis zum Lechfall in Füssen folgt man auf dieser Weitwanderung dem türki­sen Wasser des Lech. Übernachtet wird in Gasthöfen.

Für Weitwanderer: Der Lechweg ist in 15 Etappen unterteilt, man schafft aber leicht mehr als eine pro Tag. Für den ganzen Weg braucht man etwa eine Woche.


4. LEUTSCHACHKLAMM

Tirol, Bayern | Österreich, Deutschland

Dem Wasser kommt man hier nur auf bayerischer Seite nahe. In Tirol blickt man von hoch in den Fels gebohr­ten Wegen auf das türkise Wasser der Leutasch hinab.

Für Schwindelfreie: Die Eingänge zur Leutaschklamm liegen in Mittenwald (Bayern) und Leutasch (Tirol). Die Gehzeit in eine Richtung beträgt in etwa 1 h.


5. SAARSCHLEIFE

Saarland | Deutschland

Für hohe Berge ist das Saarland nicht bekannt, dafür aber für eine der schönsten Flussschleifen des Landes, schon fast an der Grenze zu Frankreich.

Für Flusswanderer: Eine schöne Rundwanderung führt von Mettlach, 40 km südlich von Trier, in fünf Stunden durch das Steinbachtal und zum Aussichtspunkt Cloef.


6. OBERE ISAR

Vorderriß, Bayern | Deutschland

Die Isar ist auf dem Abschnitt zwischen Wallgau und Vorderriß noch ein richtiger Wildfluss. Die Schotter­bänke sind breit, und das eiskalte Wasser leuchtet türkis. Die Strecke, eine Mautstraße, ist bei Radfahrern beliebt. Der Bad Tölzer Koch Günther Kulzer hat den Fluss mit seiner Kamera eingefangen.

Für Entspannte: Der 13 km lange Abschnitt ist asphaltiert und mit dem Rad eine sehr gemütliche Tour, für die man lediglich 1 h braucht.


7. MEER AN LAND

Mecklenburgische Seenplatte | Deutschland

Hätte man sehr viel Zeit und sehr viel Armkraft, man könnte – theoretisch – in Berlin an der Spree in ein Paddelboot einsteigen und sich dann langsam vor­ arbeiten in das Konglomerat aus glitzernden Seen, die auf der Mecklenburgischen Seenplatte großzügig in die Landschaft gestreut wurden.

Wenn man es nicht tut, liegt das vielleicht weniger an der fehlenden Fitness als vielmehr daran, dass es so einfach – und noch dazu schöner – ist, gleich irgendwo an einem jener mehr als 1.000 Seen zu star­ten, die die Mecklenburgische Seenplatte bilden. Man kann die meist miteinander verbundenen Seen mit dem Kanu erkunden oder auf sanften Wander­ wegen den Müritz­Nationalpark erleben.

Der Vergleich der Mecklenburgischen Seenplatte mit dem Meer ist übrigens nicht neu. Der Name der Müritz, des größten Sees, der vollständig in Deutsch­land liegt, bedeutet im Slawischen „kleines Meer“.

Bekannt ist die Region als ein besonderer Ort für Vogelliebhaber: Die Seen sind die Heimat von lang­ beinigen Kranichen, silbrigen Eisvögeln und den majestätischen See­ und Fischadlern.

Und wer nur zum Baden kommt: Bei mehr als 1.000 Seen findet man garantiert auch am heißesten Urlaubstag irgendwo ein einsames Plätzchen.

Für Seebären: Von Mirow aus kann man 12 Kilometer durch den Müritz-Nationalpark paddeln und beendet die Tour an der Bolter Schleuse der Müritz.


MAGAZIN

Das Bergwelten Magazin (August/September 2017) ist ab sofort im Handel erhältlich.

Cover vom Bergwelten Magazin (August/September 2017)
Foto: Bergwelten/Silvan Schlegel
Cover vom Bergwelten Magazin (August/September 2017)

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