Ein einmaliges Erlebnis: mit den Skiern über das Tote Gebirge
Foto: Andreas Lattner
Auf den Spuren der Einsamkeit

Skiüberschreitung Totes Gebirge

Touren-Tipps • 18. November 2019

In drei Tagen mit Skiern über das Tote Gebirge: Eine Tour über eines der einsamsten Hochplateaus der Alpen, wo kein Lift und keine lärmende Skihütte die Ruhe unterbricht. Marlies Czerny war mit zwei Freunden unterwegs und berichtet von dieser wunderschön einsamen Unternehmung im aktuellen Bergwelten-Magazin (Dezember 2019/Jänner 2020).  

Das aktuelle Bergwelten Magazin (Dezember 2019/Jänner 2020)
Foto: Bergwelten
Das aktuelle Bergwelten Magazin (Dezember 2019/Jänner 2020)

Das aktuelle Bergwelten Magazin (Dezember 2019/Jänner 2020) ist ab 28. November 2019 im Zeitschriftenhandel oder bequem im Abo für ÖsterreichDeutschland und die Schweiz erhältlich.


Das Tote Gebirge

Das Tote Gebirge stellt die größte Karsthochfläche Europas dar. Unglaublich weitläufig, gewellt, manchmal spärlich mit Bäumen bewachsen, dann wieder völlig karg. Die wenigen Hütten, die sich hier befinden, sind im Winter geschlossen, verfügen aber immerhin über einen Winterraum, falls sich doch wider Erwarten jemand im Winter in diese Einsamkeit verirren sollte. 

So wie Marlies Cherny und ihre beiden Freunde, die gut ausgerüstet und mit reichlich Proviant im Rucksack von Altaussee aufbrechen, um in drei Tagen diesen einmaligen Gebirgsstock mit Skiern zu überschreiten. 
 

Etappe 1: Von  Altaussee zur Wildenseehütte

Ihr erstes Ziel ist eine kleine Hütte oberhalb der Augstwiesen, die Wildenseehütte auf 1.525 m. Bereits am Hochklapfsattel lassen sie sämtliche Zivilisation hinter sich und tauchen in die Ruhe und Einsamkeit des Toten Gebirges ein. 

Die Etappe im Detail

Etappe 2: Von der Wildenseehütte zur Pühringerhütte

Die ganze Schönheit und Weite des Toten Gebirges präsentiert sich am nächsten Tag. In leichtem Auf und Ab geht es über die vielen Mulden immer gegen Osten. Dabei können die drei Freunde den ein oder andren kleinen Gipfel wie etwa den Redenden Stein mitnehmen, bevor sie die Pühringerhütte erreichen. Auch hier kocht man selber, denn die Hütte ist erst ab Juni wieder bewirtschaftet. 

Die Etappe im Detail

Etappe 3: Von der Pühringerhütte nach Hinterstoder

Am dritten Tag wird es durchaus hochalpin. Über den Hetzkogelsattel geht es hinunter ins Ofenloch und anschließende hinauf auf den Bösenbühelsattel. Danach folgt eine wunderbar lange Abfahrt durch die so genannte Dietlhölle bis zum Dietlgut bei Hinterstoder. 

Die Etappe im Detail

Weitere Skitourenvarianten durch das Tote Gebirge

Tatsächlich gibt es viele Varianten, das Tote Gebirge zu überschreiten. Eine der klassischen Touren etwa führt vom Loser oder der Tauplitz bis zur Wurzeralm oder nach Hinterstoder.

Entlang der Strecke kann man viele Gipfel mitnehmen und so in Summe leicht auf über 3.000 Höhenmeter kommen. Die längste Variante führt von Bad Ischl nach Spital am Pyhrn und kommt auf 75 Kilometer, ohne auch nur ein einziges Mal ins Tal abfahren zu müssen. 

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