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Neue Route im Eis

Dani Arnold klettert neue Route in der Schöllenenwand

• 14. März 2019

Der Schweizer Extrembergsteiger Dani Arnold hat es wieder einmal getan und eine neue Tour im Eis eröffnet. Diesmal direkt vor seiner Haustür: An der westlichen Schöllenenwand in den Urner Alpen klettert er durch dünne Eis der Route „Uristier“. Wir gratulieren!

Dani Arnold klettert neue Route durch das Eis der westlichen Schöllenenwand
Foto: Valentin Luthiger
Dani Arnold klettert neue Route durch das Eis der westlichen Schöllenenwand
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Die Linie ist keine Unbekannte für Dani Arnold, schließlich befindet sie sich in Nähe seines Heimatorts Bürglen an der westlichen Schöllenenwand. Im Hochwinter 2018 startet er gemeinsam mit Martin Echser einen ersten Versuch die Eiskletterroute einzurichten. Groß ist allerdings die Ernüchterung, als sie feststellen müssen, dass der Granit zu stark geschlossen ist, um Normalhaken und Klemmgeräte zur Absicherung zu legen. Das Eis ist wiederum viel zu dünn für Schrauben und so beschließen die beiden nach nur einer Seillänge, das Unterfangen auf den nächsten Winter zu verschieben.

Dani Arnold auf seinem Weg durch das Eis der westlichen Schöllenenwand
Foto: Valentin Luthiger
Dani Arnold auf seinem Weg durch das Eis der westlichen Schöllenenwand

Im Januar 2019 kehrt Dani Arnold zurück. Und er hat Glück: Trotz eines äusserst trockenem Sommer und Herbst ist beinahe die gesamte Linie mit Eis bedeckt. Vier Tage später ist die Erstbegehung geglückt, doch es war alles andere als ein leichter Weg. Sowie Arnold die Zacken seiner Steigeisen ins dünne Eis hämmert, so sehr zeigt ihm der Berg seine Zähne und wehrt sich. Dabei ist das Eis oft so dünn, dass der Fels hindurch schimmert. Es benötigt mehrere Versuche bis die richtige Stelle zum weiterkommen gefunden wird. Schließlich gelingt es aber und Arnold steht ganz oben. Die neue, neun Seillängen lange Route hört auf den Namen Uristier. Die Schwierigkeit bewertet Dani Arnold zum Zeitpunkt seiner Begehung mit WI6+ / M8.

Die Redaktion gratuliert dem Schweizer Top-Alpinisten und wünscht weiterhin viel Erfolg!

Mit aller Kraft kämpft sich der Schweizer nach oben
Foto: Valentin Luthiger
Mit aller Kraft kämpft sich der Schweizer nach oben

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