
Bei gutem Wetter kann in den Bergen schon mal einiges los sein. Doch wer hat Vorrang, wenn Sportskanone auf Spaziergänger und Radfahrer auf Wanderer trifft? Über Regeln und Ehrensache.
„Kreuzen sich zwei Wege, hat der von rechts kommende Wanderer Vorrang, bei einer Begegnung hat jener Vorrang, der die rechte Schulter am Berg hat.“ – Nein, so weit sind wir glücklicherweise noch nicht!
Es gibt keine Verkehrsgesetze am Berg – aber Verhaltensregeln, deren Einhaltung Ehrensache sein sollte: Derjenige, der sich leichter tut, weicht aus. Entscheidend sind eigene Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und die geländebedingten Möglichkeiten. Dabei drängt man den anderen nicht zum Abgrund. Überholt soll nur dort werden, wo es gefahrlos möglich ist. Auf ausgesetzten, schmalen Steigen geht lieber hintereinander, als zu gefährlichen Überholmanövern anzusetzen. Umgekehrt gilt auch: Als Langsamerer lässt man Schnellere ungehindert überholen – eine Wanderung ist kein Rennen!
Klare Vorrangregeln gibt es hingegen bei der Begegnung von Radfahrern und Wanderern. Hier hat – außer auf ausgewiesenen Downhill-Strecken – immer der Fußgänger Vorrang. Selbiges gilt bei der Begegnung mit Reitern.
In beiden Fällen gilt: Jeder freut sich über ein herzliches „Danke", wenn das Ausweichen gut klappt!




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