
4 Wanderungen in Schluchten in Bayern und Tirol
Foto: Werner Kräutler
von Werner Kräutler
Wanderung im Tiefkühlfach: Die Höllentalklamm
Nach rund einer Stunde geruhsamer Wanderung vom Parkplatz steht man vor dem Einstiegsbereich dieser absolut unverwechselbaren Schlucht. Hier beim Klammstüberl ist eine letzte Stärkung möglich. Und dann beginnen etwa 45 Minuten Schluchtenwanderung vom Allerfeinsten. Entlang des tosenden und tobenden Hammersbaches, durch enge, in den Fels gesprengte Gänge, in denen teils Kühlschranktemperaturen herrschen. Vorbei an Kaskaden zischenden Wassers wird die Schlucht schon ziemlich eng, bevor sie sich schlussendlich weitet und den Blick auf die Berge bei Garmisch-Partenkirchen wieder freigibt.


Wandern · Bayern


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Wallfahrt mit 354 Stufen: Die Wolfsklamm
Fest steht: die Wolfsklamm ist eine der interessantesten und schönsten Schluchten Tirols. Die Schluchtentour beginnt quasi im Ortszentrum von Stans bei Schwaz und führt schlussendlich über gezählte 354 Stufen himmelwärts. Im wahrsten Sinn des Wortes. Denn am Ziel der Schluchtenwanderung wartet der älteste Tiroler Wallfahrtsort, St. Georgenberg.
Schon kurz nach dem Einstieg geht’s los: die gut gesicherte Klamm mit Brücken und Stegen macht die Schluchtenexpedition zum Erlebnis. Stiegen führen wie in einem Kirchturm nach oben. Immer entlang des tosenden, in reinstem Türkis daherbrausenden Wassers.
Oben angekommen erhebt sich das Ziel dieser einzigartigen Schluchtenwallfaht kühn auf einem Felsen: die Abtei St. Georgenberg.


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Von Deutschland nach Österreich: Die Leutasch-Klamm
Man erreicht die Klamm locker zu Fuß. Entlang der Ache mit ihrem türkisblauen Wasser spaziert man zur Klamm, die erst im letzten Moment sichtbar wird. Ich hätte nie gedacht, wie dramatisch sich die Leutascher Ache durch den Kalkstein zwängt. Mit ein paar witzigen interaktiven Stationen wird die Schlucht auch für Kinder genial in Szene gesetzt.
Gleich neben dem Kiosk überquert man die Deutsch-Österreichische Grenze und gelangt über den Wasserfallsteig zum Klammgeistweg, der die Besucher auf modernen Steigen tief in die Schlucht führt. Mitten am Fels gehend fühlt man sich fast einem Vogel gleich. Denn das Wasser zwängt sich meist 40 oder 50 m tiefer brüllend und tobend durch die Schlucht.


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Mitten in der Stadt: Die Rosengartenschlucht
Schon der Name des Baches verheißt die Schroffheit dieser Schlucht: der Schinderbach hat ganze Arbeit geleistet. Die maximal eineinhalb Stunden, die man benötigt, um die rund 1,5 Kilometer lange Schlucht zu durchwandern, sind eine Zeitreise in die Erdvergangenheit. Vorbei an 230 Millionen Jahre altem Gestein erreicht man schließlich die Blaue Grotte. Eine von Menschenhand angelegte Höhle, in der schon in der Antike nach Metallen geschürft wurde.
Nur noch ein duftendes Föhrenwäldchen trennt mich von Hochimst, dem Imster Sport-Stadtteil mit Sommerrodelbahn, Skilift und dem Wald Café. Aufgrund des freien Blicks auf den Imster Grünen See zugegebenermaßen eines meiner Lieblingscafes.


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