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Reise

Die schönsten Wanderungen auf Korsika

• 29. Mai 2024
2 Min. Lesezeit
von Mara Simperler

Felsige Gipfel, sanfter Strand, duftende Macchie und sprudelnde Quellen: Korsika ist vielleicht die landschaftlich vielfältigste aller Mittelmeerinseln. Und sie ist perfekt für einen Wanderurlaub. In diesem Artikel findest du 6 Wanderempfehlungen für deine Reise.

Wanderung Korsika in der Nähe der Calanques de Piana
Foto: Ramona Waldner
Wanderung Korsika in der Nähe der Calanques de Piana
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1. Von Porticcio nach Bisinao

Vom Meer in die Berge führt diese mäßig anspruchsvolle Wanderung. Man startet in Porticcio, einem Badeort an der Westküste Korsikas. Von hier führt der Weg durch die Macchie, der duftenden Strauchlandschaft, die ganz typisch für die Insel ist, bis zum Bergdorf Bisinao. Auch wenn sie technisch einfach ist: Die Länge der Tour, rund 6h, sollte man nicht unterschätzen, ebenso natürlich die Temperaturen im Sommer.

2. Auf den Monte Rotondo

Eine lange und anspruchsvolle Tour, die aber mit unglaublicher landschaftlicher Schönheit und Ausblicken bis zum Meer belohnt. Aufgrund der zu überwindenden 1.600 Höhenmeter sollte man unbedingt sehr früh am Morgen starten. Wer dies schon in der Dunkelheit mit Stirnlampe tut, verpasst auf der ersten Stunde auch landschaftlich nicht viel. Das ändert sich aber, sobald man etwa auf Höhe der Bergerie de Timozzu ist, wo im Juni und Juli selbstgemacher Käse verkauft wird. Nun zeigt sich das Bergland Korsikas von seiner schönsten Seite. Entlang am Timozzu-Bach wandert man zum Orientesee, einem gewaltigen Bergsee, eingebettet in ein Hochplateau mit sattgrünen Wiesen. Wer keine Gipfelambitionen hat, kann hier Halt machen, für alle anderen beginnt nach der Umrundung des Sees ein steiler Anstieg über Felsblöcke und Geröllbänder. Für das letzte Stück auf den Gipfel ist eine kleine Kletterei (I+) nötig, dafür hat man vom Monte Rotondo einen 360-Grad-Rundumblick in alle Himmelsrichtungen, der bis zum Meer reicht.

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3. Zum Lac de Nino

Ein verstecktes Paradies auf einer Hochebene im zentralen Bergland Haute Corse ist der Lac de Nino. Grüne Grasmatten und mäandernde Wasserläufe rahmen den blauen See ein. Der Weg ist mäßig anstrengend: Erst durch einen Kiefernwald, dann über Geröll und plattige Felspartien geht es zum Bergsattel Bocca à Stazzona. Von hier überblickt man schon das Hochplateau mitsamt Lac de Nino. Nun hinabsteigen und einmal umrunden, dann geht es am selben Weg zurück

Wanderung Lac de Nino Korsika
Foto: Ramona Waldner
Wanderung Lac de Nino Korsika

4. Von Haut Asco zur Auberge de la Foret de Bonifatu

Ein Abschnitt des berühmten Weitwanderwegs GR20 ist diese Wanderung mit Hüttenübernachtung im zentralen Bergland. Von Haut Asco führt der Weg durch einen Wald stetig aufwärts, im weiteren Verlauf sind an den zahlreichen Felsplatten auch Kletterpassagen zu bewältigen. Unterwegs trifft man auf den See Lac de la Muvrella, eine Hängebrücke und die entzückende Hütte Refuge de Carrozzu. Wer einen Teil der Wanderung an einem Tag bewältigen möchte, geht nur bis hier und dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Vorher sollte man sich aber noch unbedingt mit den guten Omeletts der Schutzhütte stärken.

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5. Vom Col de Bavella zum Refuge de Paliri

Der Bavellapass ist eine landschaftlich beeindruckende Region im Osten Korsikas. Hier führt eine einfache Wanderung zur Schutzhütte Refuge de Paliri auf 1.055 Metern. Meist auf wenig anspruchsvollen Wegen geht es zum Kamm Foce Finosa auf 1.206 Meter hinauf, und von hier in steilen Kehren zum Refuge de Paliri, einer einfachen Hütte, wo in der Hauptsaison einfache Mahlzeiten serviert werden.

Fluss Porto, Spelunca Schlucht
Foto: Ramona Waldner
Typisch für Korsika sind enge Täler mit Flüssen und alten Brücken, wie hier in der Spelunca Schlucht

6. Zum Monte Senino

Diese kurze aber sehr anspruchsvolle Tour führt auf den Monte Senino im Golf von Porto. Für die Besteigung des markanten Berges an der Küste ist Kletterkönnen, sowie gutes Orientierungsvermögen gefragt. Der Pfad auf den höchsten Punkt ist steil und mit Kletterpassagen und Felsrinnen durchzogen. Wer entsprechende Kenntnisse hat und sich das zutraut, wird mit einem spektakulären Blick auf das Meer und die Küste belohnt.

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