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Weltbauerntag

Die schönsten Kühe der Alpen

• 1. Juni 2018

Der Weltbauerntag wird jährlich gemeinsam mit dem Weltmilchtag am 1. Juni begangen. Anlass genug, euch die schönsten und traditionellsten Kühe der Alpen vorzustellen.

1. Montafoner Braunvieh

Das Montafoner Braunvieh aus Vorarlberg
Foto: Ramona Waldner
Das Montafoner Braunvieh aus Vorarlberg
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Anzahl:

Wenige 100, Bestand gefährdet

Verbreitung:

Montafon, südliches Vorarlberg, auf 600 bis 2.800 m Seehöhe

Größe:

  • Stier: 1,33 - 1,42 m
  • Kuh: 1,26 - 1,34 m

Wesen:

Sehr berggängig, bewegt sich aufgrund des geringen Gewichts sicher im steilsten alpinen Gelände. Hohe Vitalität, lange Nutzungsdauer. Sanft und Harmonie vermittelnd, manchmal aber auch temperamentvoll und wild.

Besonderheiten:

Schwarz pigmentiertes Maul mit hellem Saum, dunkle Klauen und Hornspitzen, flauschige Ohren, ausdrucksvolle Augen. Fühlt sich im Hochgebirge zu Hause.

2. Tux-Zillertaler

Die Tux-Zillertaler-Kühe aus Tirol
Foto: Ramona Waldner
Die Tux-Zillertaler-Kühe aus Tirol

Anzahl:

Etwa 1.800

Verbreitung:

Zillertal und Tuxertal in Tirol, auf 550 bis 2.700 m Seehöhe

Größe:

  • Stier: im Schnitt 1,40 m
  • Kuh: 1,20 - 1,30 m

Wesen:

Temperamentvoll und kampflustig. Gute Grundfutterumsetzung. Bewegt sich im Hochgebirge sehr trittsicher.

Besonderheiten:

Kurzer, breiter Kopf und starke, in weiter Biegung nach vorn gerichtete Hörner – sogenannte Stechhörner.

3. Tiroler Grauvieh

Tiroler Grauvieh
Foto: Ramona Waldner
Tiroler Grauvieh

Anzahl:

In Österreich circa 15.000

Verbreitung:

Nord- und Südtirol, die meisten Almen liegen sehr hoch – auf 1.600 bis 2.300 m Seehöhe

Größe:

  • Stier: 1,33 - 1,40 m
  • Kuh: 1,25 - 1,30 m

Wesen:

Lebhaft, aber gutmütig. Genügsam und langlebig, hohe Widerstandsfähigkeit gegen Wind, Wetter und Krankheiten. Leichtfüßig und geländegängig.

Besonderheiten:

Zählt zu den ältesten Rinderrassen des östlichen Alpenraums. Graues Fell in Schattierungen zwischen Silber- und Eisengrau. Schön nach oben geschwungene Hörner.

4. Pustertaler Sprinzen

Pustertaler Sprinzen aus Südtirol
Foto: Ramona Waldner
Pustertaler Sprinzen aus Südtirol

Anzahl:

Circa 600, davon rund 180 in Südtirol und 420 in Österreich; Bestand stark gefährdet

Verbreitung:

Südtiroler Pustertal und Seitentäler, auf 700 bis 3.000 m Seehöhe; verstreute Zucht in Österreich

Größe:

  • Stier: 1,35 - 1,45 m
  • Kuh: 1,25 - 1,35 m

Wesen:

Temperamentvoll, robust, langlebig, gute Grundfutterverwertung.

Besonderheiten:

War die Hauptrinderrasse im Habsburgerreich unter Kaiser Franz Joseph. Gilt wegen der auffällig schwarz-weißen Musterung als Schönheitskönigin. Schwarz sind immer das Flotzmaul, die Augenlider, die Klauen und die Hornspitzen.

5. Original Pinzgauer

Original Pinzgauer-Kühe aus dem Hochgebirge
Foto: Ramona Waldner
Original Pinzgauer-Kühe aus dem Hochgebirge

Anzahl:

Reinrassig rund 5.000

Verbreitung:

Almen im Hochgebirge

Größe:

  • Stier: 1,45 - 1,50 m
  • Kuh: 1,35 - 1,40 m

Wesen:

Genügsam, ruhig, friedfertig, zudem ausgestattet mit enormer Zugkraft. Gute Futterverwertung, große Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Verhältnisse und Klimazonen.

Besonderheiten:

Charakteristische kastanienbraune Färbung mit weißem Kamm am oberen Rücken, der sich bis zum Schwanz zieht. Im 19. Jahrhundert wurden sie „Bistumkühe“ genannt – sie standen für das erzbischöfliche Bistum Salzburg.

6. Eringer

Eringer-Stier aus der Schweiz
Foto: Ramona Waldner
Eringer-Stier aus der Schweiz

Anzahl:

Circa 13.500

Verbreitung:

Im Schweizer Wallis; namensgebend ist das Erinergtal am Fuß der Walliser Alpen

Größe:

  • Stier: 1,25 - 1,34 m
  • Kuh: 1,18 - 1,28 m

Wesen:

Anpassungsfähig und anspruchslos, aber außerordentlich kampflustig: Ist den ganzen Sommer auf der Alm damit beschäftigt, um die Rangordnung in der Herde zu kämpfen.

Besonderheiten:

Kräftige Muskeln und starke Hörner – Eringer sind Kampfrinder für alle Höhenlagen. Man vermutet, dass sie von Tieren aus Nubien/Afrika abstammen und mit spanischen Rassen verwandt sind.


Hinweis

Die Steckbriefe entstammen dem Beitrag „Königin der Almen“ aus „Servus in Stadt & Land“ (Mai 2017).

Buch-Tipp

Drei Jahre lang hat Werner Lampert an seinem Bildband „Unberührte Schönheit“ gearbeitet, um die ursprünglichsten Rinderrassen der Welt zu besuchen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Cover: Der Bildband „Unberührte Schönheit“ von Werner Lampert
Foto: Servus am Marktplatz
Cover: Der Bildband „Unberührte Schönheit“ von Werner Lampert

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