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Dreitausender

Bergportrait: Piz Palü (3.900 m)

• 13. Oktober 2021
von Katrin Rath

Drei gewaltige Pfeiler, vier Gletscher und ein Panorama, das seinesgleichen sucht – nicht umsonst ist der Piz Palü (3.900 m) ein Magnet für ambitionierte Bergsteiger. Wir stellen den Dreitausender in der Bernina genauer vor.

Piz Palü
Foto: mauritius images / Michael Immendörfer
Der Piz Palü mit dem Persgletscher von der Diavolezza aus gesehen
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Höhe und Lage

Mit seinen 3.900 Höhenmetern kratzt der Piz Palü schon fast an der Viertausender-Marke, doch auf die Größe kommt es nicht immer an. Der in der Berninagruppe im Grenzgebiet zwischen dem Schweizer Kanton Graubünden und der italienischen Provinz Sondrio gelegene Dreitausender überzeugt mit seiner spannenden Architektur. Die Nordwand setzt sich aus drei mächtigen Strebepfeilern zusammen und beherbergt vier Hängegletscher. Die Felspfeiler bilden die drei Gipfel des Piz Palü, wobei der mittlere den Hauptgipfel darstellt. Er wird Muot dal Palü genannt und ist 3.900 Meter hoch, der Ostgipfel (Piz Orientale) ist mit 3.882 m nur wenig niedriger und der Westgipfel (Piz Spinas) kommt auf 3.823 Höhenmeter. 

Um sie zu bewundern, muss man keine körperlichen Strapazen auf sich nehmen, dazu braucht es nur eine Gondelfahrt zur Diavolezza-Bergstation. Für diejenigen, die den Piz Palü allerdings aus der Nähe sehen wollen, geht es hier erst los. Der Normalweg führt von der Station über den Persgletscher und den Ostgipfel auf den Dreitausender.

Geschichte

Die Erstbesteigung gelang 1866 dem Engländer  Kenelm Edward Digby mit seinem Führer Peter Jenny und einem Träger. Angeblich konnten bereits 31 Jahre davor der Schweizer Naturwissenschaftler Oswald Heer mit zwei Begleitern und die Führer Johann Madutz und Gian Marchet Colani ( auch als „König der Bernina“ bekannt) den Ostgipfel erklimmen. Colani war zu dieser Zeit wohl einer der sagenumwobensten Persönlichkeiten seiner Zeit.

Gian Marchet Colani
Foto: Unbekannt
Der berühmt berüchtigte Bündner Bergsteiger, Jäger und Büchsenmacher Gian Marchet Colani

Zwei Bären, zwei Wölfe und fast 3.000 Gämsen soll der Bündner Jäger, Büchsenmacher und Bergsteiger im Laufe seiner Karriere erlegt haben. Fremde Jäger hat er mit Warnschüssen von seinem Revier ferngehalten – zwei davon hat er Gerüchten zufolge auch getötet und deren Leichen entsorgt. Er galt als grimmig und auch etwas unheimlich anmutend. Allerdings hat er auch zahlreichen in Lawinen geratenen Menschen das Leben gerettet.

Der Piz Palü im Überblick

  • Höhe: 3.900 m
  • Lage: Berninagruppe
  • Erstbesteigung: 1866

Tourentipps

Besonders im Frühjahr ist die Besteigung oder die Überschreitung des Piz Palü per Ski ein absolutes Highlight. 

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Foto: Bergwelten
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