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Bayerischer Klassiker: Die Watzmann-Überschreitung

• 17. Juli 2017

Der Watzmann (2.713 m, Mittelspitze) in den Berchtesgadener Alpen zählt zu den bekanntesten Bergen Bayerns. Seine Überschreitung hat Kultstatus. Aktuell wurden am Grat zwischen Hocheck und Südspitze 150 m Seil entfernt. Wir stellen euch aus gegebenem Anlass die Tour im Detail vor und verraten, was es mit dem Rückbau der Sicherungen auf sich hat.

Auf den Gipfel des Kleinen Watzmanns in Bayern
Foto: Philipp Forstner
Durch Latschenfelder mit leichten Kletterpassagen auf den Gipfel des Kleinen Watzmanns (2.307 m) in Bayern
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Neben 150 m Stahlseil wurden am Grat zwischen Hocheck (2.651 m) und Südspitze (2.712 m) auch noch weitere künstliche Sicherungen entfernt. Die zunächst naheliegende Vermutung, wonach der Rückbau der Sicherungen eine Maßnahme zur Abschreckung wenig geeigneter Gipfelaspiranten sei, wurden von Wegereferent Lorenz Köppl (Nationalpark Berchtesgaden) gegenüber dem BR zerstreut: „Die Seilsicherungen, die wir hier zurückbauen, nimmt der Wanderer, der sie vorher nicht gekannt hat, gar nicht wahr“, gibt er im Interview an.

Wo Sicherungen entfernt wurden, seien sie an überflüssigen Stellen vorhanden gewesen. Wo sie ihren Zweck durchaus erfüllen, wurden sie erneuert. Zwangsläufig schwieriger ist die Überschreitung durch den partiellen Rückbau der Sicherungen also nicht geworden. Dennoch ist die Tour explizit nur erfahrenen, konditionell starken und technisch versierten Bergsteigern zu empfehlen!

Blick vom Kleinen Watzmann: Untersberg, Ramsau, Berchtesgaden
Foto: Philipp Forstner
Blick vom Kleinen Watzmann nach Norden zum Untersberg bei Salzburg – im Vordergrund der Grünstein, dahinter links Ramsau und rechts Berchtesgaden

Die Watzmann-Überschreitung

Sie hat sich den Ruf als eine der schönsten Überschreitungen in den Ostalpen redlich verdient: Die Watzmann-Überschreitung ist in puncto Erlebnis und Landschaft kaum zu übertreffen. Sie hat aber auch ihren Preis: 2.400 Höhenmeter im Anstieg auf einer Strecke von 24 Kilometern wollen überwunden werden. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit, alpine Erfahrung und konditionelle Tauglichkeit sind zwingende Voraussetzung.

Ausgangspunkt ist an der Wimbachbrücke beim Nationalpark Berchtesgaden. Von dort geht es über das Watzmannhaus (1.930 m) und das Hocheck (2.651 m) auf die Mittelspitze (2.713 m), den höchsten Punkt des Gebirgsstocks. Über die Südspitze (2.712 m) folgt der Abstieg in den Talkessel des Wimbachgries', ehe man über die Wimbachgrieshütte (1.327 m) zurück zum Ausgangspunkt gelangt. 

3D-Kartenausschnitt: Watzmann-Überschreitung in den Berchtesgadener Alpen in Bayern
Foto: Bergwelten.com
3D-Kartenausschnitt: Teilansicht der Watzmann-Überschreitung in den Berchtesgadener Alpen in Bayern

Die Tour im Detail


Watzmannhaus und Wimbachgrieshütte im Detail


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