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Herbst in Südtirol

7 gute Gründe für den Vinschgau

• 21. Oktober 2019
von Sissi Pärsch

Der Sommer hat sich verabschiedet und ehe der Winter so richtig Einzug hält, droht viel Schmuddelwetter. Aber nicht überall! Einer der Sonnenorte in den Alpen schlechthin ist der Vinschgau – und wir haben 7 Top-Tipps parat!

Vinschgau: Frauwaal
Foto: Mark Buzinkay
Frauwaal ab Prad: Wandern im Südtiroler Vinschgau

1. Saison-Verlängerung und Seitenwechsel

Einer der großen Stärken des Vinschgaus: Die Sonne liebt das 70 Kilometer lange Tal, das sich vom Reschpass bis zum Meraner Becken zieht! Was das Klima so milde stimmt sind die Ötztaler Alpen, die Texelgruppe und das Ortler-Massiv, die den Vinschgau von Schlechtwetterfronten abschirmen. Wandern, Biken, Radfahren lässt sich entsprechend schön von März bis November. Und obendrein wechselt man je nach Temperatur einfach die Seite: Im Hochsommer wählt man die schattige Westseite, an kühleren Tagen die Sonnenberge gegenüber.

2. Wandeln auf Waalwegen

Die mittelalterlichen Wege entlang der traditionellen Bewässerungsanlagen versprechen Entspannung pur: Auf weichem Waldboden geht es im gesamten Vinschgau an den plätschernden Pfaden entlang. Gepflegt und hergerichtet (inklusive Glockenkonstruktionen, Kunstwerken, etc.) werden sie übrigens auch von Ehrenamtlichen.


3. Stets im Fluss

Es scheint alles im Fluss zu sein, im Vinschgau: Man kann nicht nur an den Waalwegen entlang schlendern, sondern im Tal auch an der Etsch pedalieren. Der Radweg vom Reschensee bis nach Meran ist perfekt ausgebaut und ausgeschildert, führt durch schöne Ortschaften und an einigen Einkehrmöglichkeiten vorbei. Kein Geheimtipp mehr, aber dennoch absolut lohnenswert: Der Fischteich Brugg direkt am Radweg in der Nähe von Schlanders.


4. Alles auf Rädern

Generell ist der Vinschgau ein Radl-Paradies. Egal wo, egal auf was: Neben den Trekkingradlern an der Etsch sind da noch die Rennradler, die die legendären 48 Kehren und knapp 1.900 Höhenmeter zum Stilfser Joch hochtreten. Und natürlich die Mountainbiker, für die die Vinschger Trails inzwischen zum Pflichtprogramm gehören.


5. Orte erkunden

Im Vinschgau kommt treffen Natur und Kultur aufeinander. Und das unter anderem in Form der Ortsperlen, die sich entlang der Etsch aufreihen. Da wären das hübsche Goldrain, das mittelalterliche Städtchen Glurns und das Marmordorf Laas oder Kastelbell mit seinem Schloss. Allesamt einen Besuch wert!


6. Beste Anlage: Käse

Käse: Sennerei Englhorn im Vinschgau
Foto: Sennerei Englhorn
Käse von der Sennerei Englhorn im Vinschgau

Wenn man schon einmal vor Ort ist, dann sollte man auch nach den wirklichen regionalen Besonderheiten Ausschau halten. Eine davon ist Alex Agethles Sennerei Englhorn in Mals. Bei ihm gibt es nicht nur den Weichkäse Arunda oder Schnittkäse namens Tella und Rims (alles Gipfel der Sesvennagruppe), sondern auch Aktien. Für 500 Euro Mindestbetrag kann man bei ihm in Käse investieren – und sich in Käse ausbezahlen lassen. Auf die Idee kam Agethle, als er den väterlichen Betrieb übernahm und auf Bioproduktion umstellen wollte. Die alternative Finanzierung seiner Sennerei-Erweiterung zahlte sich aus – für alle!


7. Schmugglerware und Whisky konsumieren

Kaffee-Rösterei Kuntrawant im Vinschgau
Foto: Sissi Pärsch
Kaffee-Rösterei Kuntrawant im Vinschgau

Auch gegen den Durst kommt man im Vinschgau auf besondere Art an. So nennen in Prad am Stilfserjoch die Gebrüder Martin und Josef Gander nicht nur das Café am Dorfplatz ihr eigen, sondern auch die Kaffeerösterei Kuntrawant. Der Name „Kuntrawant“ ist der Vinschger Ausdruck für „Schmuggeln“ – abgeleitet vom italienischen Begriff „Contrabbando“. Geschmuggelt wurde in der Gegend mit der Schweiz noch Mitte des 20. Jahrhunderts. Und neben Zigaretten war die Hauptschmuggelware: Kaffee.

Hochprozentiger wird es vor der Stadtmauer von Glurns, wo die erste und einzige Whisky-Destillerie Italiens namens PUNI steht. Der Südtiroler Highland Malt hat inzwischen einen starken Ruf und das Gebäude – ein Kubus aus roten Betonziegeln – ist von Innen wie Außen absolut sehenswert.


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